Thema: Schmerz

  1. #1
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    Dein Blick
    unergründlich, einer Maske gleich.
    Gibt nichts preis und doch
    trifft er mich bin ins Innerste.
    Lässt meinen Körper erzittern,
    jede Faser spüren,
    sehnend und zum Zerreißen gespannt

    ein Blick so wunderschön,
    wie ein leuchtender Bernstein,
    tropfend vom feuchten Salz des Meeres.

    ein Blick so dunkel und glitzernd,
    funkensprühend und dringlich,
    wie das stetige Anrollen des Meeres
    gegen steiniges Geröll.

    ein Blick wie ein Grashalm
    sich im Winde wiegend,
    unruhig umherschweifend,
    dann und wann verharrend,
    wissend und suchend zugleich.

    ein Blick so warm,
    wie schwarzer Wüstensand im Mondlicht.

    ein Blick, ein einziger,
    der alles vereint,
    so viel Schwere, so viel Gefühl.

    ein Blick gewichtiger als alle Freude,
    alles Leid dieser Welt!

    ein Blick, der sich
    bis tief ins Innerste gräbt,
    sich weiter und weiter fortpflanzt.
    Und da wo er getroffen hat,
    Narben zurücklässt,
    die sich nie wieder schließen.

    Dein Blick,
    er berührt mich, streichelt mich,
    fasst mich, lässt mich nicht mehr los,
    schnürt mich ein, nimmt mir die Luft.

    Lass mich gehen...
    lass mich endlich gehen!
    Ich liebe Dich so sehr
    und kann dich doch nicht erreichen...

    Ich spüre nur diesen Blick
    immer und immer wieder in mir

    Dein Blick ... wem gilt er?

    [Geändert durch kathi am 12-05-2005 um 01:57]

  2. #2
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    hey kathi
    ich glaube es wird wieder einige geben, die auf grund der form und den nicht vorhandenen reimen nicht meiner meinung sein werden, aber das war und ist mir schon immer ziemlich egal gewesen
    ich finde es wunderschön! es entstehen sehr schöne bilder beim lesen...
    finde ich sehr hübsch danke dafür

    liebe grüße oceanbloom

  3. #3
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    Also was die Form angeht, ist sie leider wirklich dem Text überhaupt nicht angemessen. Ich halte zwar meine Variante vllt. auch nicht für die Sahne, aber ich habe mal versucht es in Strophen zu teilen und so.
    Alles andere würde ich nicht verändern.
    Außer vllt. die beiden Zweizeiler im Mittelteil; die stechen etwas hervor. Kann man aber auch als absichtlich stehen lassen.
    (achja, die "ein Blick" Zeilen könnte ich mir auch ohne Satz(end)zeichen und am Anfang kleingeschrieben vorstellen,
    oder man hebt überall das "Dein Blick" und das "ein Blick" wie bei mir am Anfang und so in eine extra Zeile. aber das sind nur Fromspielereien. Da muß der Autor wissen, was seinen Gedanken am besten bekommt.)

    -----------------------------------------------------------
    Dein Blick
    unergründlich, einer Maske gleich.
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    Lässt meinen Körper erzittern,
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    ein Blick so wunderschön,
    wie ein leuchtender Bernstein,
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    ein Blick so dunkel und glitzernd,
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    wie das stetige Anrollen des Meeres
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    ein Blick wie ein Grashalm
    sich im Winde wiegend,
    unruhig umherschweifend,
    dann und wann verharrend,
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    ein Blick so warm,
    wie schwarzer Wüstensand im Mondlicht

    ein Blick, ein einziger,
    der alles vereint,
    so viel Schwere, so viel Gefühl

    ein Blick gewichtiger als alle Freude,
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    ein Blick, der sich
    bis tief ins Innerste gräbt,
    sich weiter und weiter fortpflanzt
    und da wo er getroffen hat,
    Narben zurücklässt,
    die sich nie wieder schließen

    Dein Blick,
    er berührt mich, streichelt mich,
    fasst mich, lässt mich nicht mehr los,
    schnürt mich ein, nimmt mir die Luft.

    Lass mich gehen...
    lass mich endlich gehen!
    Ich liebe Dich so sehr
    und kann dich doch nicht erreichen...

    Ich spüre nur diesen Blick
    immer und immer wieder in mir

    Dein Blick ... wem gilt er?
    -----------------------------------------------------------

    Hoffe, ich konnte mich da mal einbringen, weil es gefällt mir doch sehr.
    Wenn ich auch nicht gerade DER Dichter bin, so verstehe ich durchaus etwas von Form und Gestaltung.

    Gruß von der dünnen Höhenluft der siebten Himmelssphäre ^^

    [12.05.*11:25|so, ich hab das mit den "ein Blick" in klein nochmal nachgearbeitet und die Punkte entfernt - wirkt besser, find ich]

    [Geändert durch Schattenspieler am 12-05-2005 um 11:26]
    Auf das die Tauben leuchten - weiß und hell, wie der volle Mond!

    (Liebe und Romantik) - Willst du? / Der (formulierte) erste Schritt?!(7) - Geschöpfe(6)
    Danke daß es dich gibt.(5) - Der erste Schritt?!(2) - Trümmerfeld(1)
    Liebe ist Schmerz(3) - Vom Gedicht zum Dialog in gereimter Fortsetzung
    (Diverse) - Zuviel des Guten?/Essenz der Freundschaft(4)

  4. #4
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    Hi,

    vielen vielen Dank für die überarbeitete Version...
    Kann man dich fest anstellen??
    Nee, is echt gut geworden!
    Ich kenne mich ja eigentlich auch mit Form usw. ein bisschen aus, aber ich schreib gern so, wies mir gerade in den Sinn kommt und da bleibt die Form oft auf der Strecke...das muss dann nachträglich kommen...
    Also nochmal vielen Dank, haste echt klasse hinbekommen!
    übrigens zum "Ein Blick", ich würde gerne nur das "Dein" groß schreiben und das "ein Blick" klein, weil es eben nur ein Blick ist, der aber doch so viel ausdrückt...

    Ganz liebe Grüße,
    kathi

  5. #5
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    Sag nicht mir, wie du es gerne schreiben würdest, wenn du es doch weißt.
    Schreib es einfach so
    Ich versuche nur Hilfestellung zu leisten, Anstöße zu geben.
    Es fällt mir nicht im Traume ein, wem vorzuschreiben wie er sich auszudrücken und seine Texte zu gestalten hat.

    Aber ich sehe mich dadurch in meiner Phantasie bestätigt, wenn du auch die -kleinschreibung- bevorzugst.
    Ich hatte damit gespielt, es aber erstmal verworfen.

    Und es freut mich immer, wenn ich helfen konnte.
    Festanstellen? Hmm.. wohl weniger. Aber du kannst mir gerne Texte unter mein prüfendes Auge werfen ^^
    Solange sie annähernd (gut) wie dieser hier sind, versuch ich mich da gerne dran.

    Es grüßt von der Formfront: die Sandkastenform Nr.2 in gelb
    Auf das die Tauben leuchten - weiß und hell, wie der volle Mond!

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  6. #6
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    wow

    Habe Tränen in den Augen. Ich dachte immer, ich mag nur Gedichte die sich reimen und bestimmten Formen entsprechen. Aber das hier ist einfach toll.

    Naja, hast gerade das hingeschrieben, was ich fühle. Ich hatte nur keine Worte dafür, außer diesen in Haikuform:

    Sonnengewitter
    unbändige Energie -
    unser Blickkontakt

    Also, riesen Kompliment!

    Liebe Grüße,
    Tine



  7. #7
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    Hi Tine,

    Es freut mich, dass dir das Gedicht gefällt... aber ich denke, es ist viel einfacher so etwas zu schreiben, wenn es einem gerade so geht... bzw. so ging... 3 Jahre...
    Dann kommen auch die Emotionen zum Vorschein, die da mit reingespielt haben... und ehrlich gesagt ist es mein erstes Gedicht überhaupt

    Liebe Grüße,
    Kathi

  8. #8
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    7.041
    hallo kathi.
    es wäre sehr viel spannender, mit dir über gedichte zu diskutieren, die du für dich erstmals fertig gearbeitet hast. dein notitzapiergehört nicht ins forum, jedenfalls nicht in diese rubrik.
    und da es hier reichlich vermeindlich "fertige" gedichte gibt, die diesen status aber offensichtlich noch nicht erreicht haben, ist es umso unnötiger, (zumal du ja schon gezeigt hast, dass du was besseres könntest) dass du solche prosamonster postest.
    zum inhalt: ich habe es nicht gelesen
    gruass lepi
    .
    .
    "Vielleicht fing ich an zu dichten, weil ich arm war und einer Nebenbeschäftigung bedurfte, damit ich mich reicher fühlte." ROBERT WALSER

  9. #9
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    hey,

    wie gesagt, es war mein erstes "Gedicht" überhaupt und in diesem Gedicht steckt einfach wanhsinnig viel von dem, was mich beschäftigt hat... und in Zukunft werd ich meine Gedichte in entsprechende Rahmen bringen, auch wenn ich finde, dass ein Gedicht keinen Reim benötigt und kein Muster aufweisen muss, was allgemeingültig ist...oft geht da jedes Gefühl verloren...hauptsache der Stil passt, so als könnte man dichten lernen...
    aber das ist nur meine Meinung...
    lies dir doch ein´fach mal die überarbeitete Form durch!

    Liebe Grüße,
    Kathi

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