Die Hölle brannte nicht, sie war schon längst erloschen,
ihr Feuer schlief so tief in toten, schwarzen Schächten.
Ein einsam Funke glüht allein in endlos langen Nächten.
Des Teufels letzte Ernte war vor langer Zeit gedroschen.

Verzweifelt friert ein Engel zart, der tief gefallen war,
zu einer Zeit als Satan starb, im Eis der kalten Seelen.
Zuviel von ihnen nahm er mit, er musste nichtmal stehlen.
Sie taumelt blind durch´s Labyrinth, begegnet der Gefahr.

Das Höllenlicht erwärmt sie bald in ihrem kalten Leide.
Des letzten Funken Scheines wird sie gleich gewahr.
Sodann entfacht ein Feuer sie, mit ihrem schwarzen Haar.
Sie brennt alsbald und steht nun da im Flammenkleide.

Ihr nackter Leib ist ganz umhüllt von höllisch heißen Lohen.
Sie schreit vor Schmerz bis in den Tod, vergeblich ist die Reue.
Das Feuer brennt, die Funken sprüh´n, die Hölle lebt aufs Neue.
„Ich komm zurück als Rachegott!“ - so höre ich sie drohen.

Ich denke noch die ganze Nacht an feuertote Engel...

[Geändert durch demon17 am 16-05-2005 um 19:34]