Thema: Der Spieler

  1. #1
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    Der Spieler




    Spiel auf in deinem wilden Zufallslauf
    Und wende dich mir zu, Variation
    Nun wende schon mein Blatt zum Glück. Spiel auf!
    Und gib mir für verlor’ne Stiche Lohn

    Seit Tagen schon nimmst du mich ständig aus
    Spiel ich den Würfel, fällt er gegen mich
    Und zupfte ich gar Blumen Blüten raus
    Hieß das Orakel wohl: ‚sie liebt mich nicht’

    Doch diesmal wirst du mir zur Seite sein
    Das spüre ich. Leg mir nur Trümpfe her
    Lass deinen Hasardeur bloß nicht allein
    Mein Risiko ist hoch, nun spiel nicht quer

    Der Kreisel rollt, das Schicksal tollt herum
    Ich hoffe sehr auf diese letzte Chance
    Nun deck ich auf … Jetzt wird’s mir doch zu dumm!
    Der Teufel spielt wohl mit bei der Seance

    Li, la, lo
    Fang den Floh!
    Fang die Maus!
    Du bist aus!

    [Geändert durch faces&feelings am 15-05-2005 um 18:28]
    "Wie hass ich dagegen alle die Barbaren, die sich einbilden, sie seien weise, weil sie kein Herz mehr haben, alle die rohen Unholde, die tausendfältig die jugendliche Schönheit töten und zerstören, mit ihrer kleinen unvernünftigen Mannszucht!"

    Hölderlin - Hyperion an Bellarmin

  2. #2
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    F&F

    Hallo, F&F!

    Sehr gut geschrieben! Vielleicht, zu gut: verführerisch und etwas gefährlich (ich bin ein ehemaliger Spieler - Gott sei Dank, ich konnte aufhören!).

    Boris Efimov
    Boris Efimov

  3. #3
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    Thumbs up

    Hmm! Wirklich grosses Kompliment! Dein Gedicht hat Witz, Charme und Ernsthaftigkeit, das mag ich!!! Lässt zusätzlich auch Raum für eigene Interpretation z.B "Spiel des Lebens"
    Sehr gut!!

  4. #4
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    Hi

    Auch bei euch entschuldige ich mich mal für meine recht verspätete Antwort, danke aber auch für die wirklich positiven Kritiken.
    Boris: Ich hoffe mit zu gut hast du nicht gefährlich gemeint....
    Soraya: Ich habe mich zu diesem Gedicht nach der Lektüre des Buches "Spiele, Tod und Jenseits" gemacht und es relativ schnell runterschreiben können. Deswegen: Das "Spiel des Lebens" ist gleichzeitig auch immer ein "Spiel mit dem Tod", eine spielerische Abhandlung des Lebens im Alltag sozusagen. Das macht den "Spieler" ja auch gewissermaßen interessant, weil sein Spiel immer auch irgendwie mit dem Leben in Verbindung gebracht wird. Bspw.: "Pech im Spiel, Glük in der Liebe". Man probiert sich ja an Spielen im Kindesalter aus, um sich für das Leben zu trainieren....
    So, einen schönen Sonntag noch
    Lars
    "Wie hass ich dagegen alle die Barbaren, die sich einbilden, sie seien weise, weil sie kein Herz mehr haben, alle die rohen Unholde, die tausendfältig die jugendliche Schönheit töten und zerstören, mit ihrer kleinen unvernünftigen Mannszucht!"

    Hölderlin - Hyperion an Bellarmin

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