Thema: Ich steh dazu

  1. #1
    Registriert seit
    Mar 2004
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    644
    Ich steh dazu

    Ich stehe zu den Wutausbrüchen,
    den kessen, arroganten Sprüchen.
    Steh zu den Tränen im Gesicht.
    Doch zur Liebe steh ich nicht.

    Meinen Zorn zu zeigen,
    ist kaum angebracht.
    Doch er soll nicht schweigen,
    nie mehr seit jener Nacht.

    Diese Nacht war größter Albtraum,
    größter Spaß und größtes Glück.
    Morgen legte Romantik in Zaum,
    stieß mich in graue Kälte zurück.

    Und manchmal wenn der Nebelschleier
    ein Stück vom Himmelsblau enthüllt,
    träum ich schon von Ring und Feier.
    Ein Traum, der sich doch nie erfüllt.

    Ich zeige brüllend, was ich fühle,
    weinend, wo die Trümmer liegen.
    Zitternd küsst mich tote Kühle.
    Wie soll ich dich jemals besiegen?

    Und manchmal wünsch ich mir, die Zeit
    ließe sich zurückdrehn.
    Ich bin der Held. Nun lass mich gehn.
    Wege sind unendlich weit.

    Liebeslied – doch ungepfiffen,
    Diamant - doch ungeschliffen,
    wenn du es willst, zeig ich den Pfad
    zum See, wo ich in Liebe bad’.

    Francesca (2004)
    Liebe kennt nur die Grenzen, die du ihr selber setzt.

  2. #2
    Registriert seit
    May 2005
    Beiträge
    118
    hallo,

    Also dein Gedicht ist doch ganz gut geworden, ein paar Zeilen wirken etwas notdürftig, z.B. "Morgen legte Romantik in Zaum" na ja, das klingt nicht so schön und soll eben den Reim bedienen, vielleicht fällt dir ja noch etwas anderes ein?! Allerdings frage ich mich, warum du in der 6. Strophe plötzlich abba nimmst, das fällt irgendwie heraus, wo du doch sonst Kreuzreime abab verwendest und in erster und letzter Strophe Paarreim aabb.
    Vielleicht war das ja aber auch deine Absicht, weils jetzt plötzlich in der Zeit zurück geht?

    Gefällt mir jedenfalls ganz gut so wie es ist

    Liebe Grüße,
    Kathi

  3. #3
    Registriert seit
    Apr 2005
    Beiträge
    180

    Talking

    liebe francesca...
    also ich finde dein werke gut gelungen! - so hab ich mich auch schon einmal gefühlt. dadurch, dass ich gleich mein leben mit deinem gedicht assoziieren konnte hast du den inhalt sehr gut herüber gebracht.Allerdings machst du inhaltlich ein paar gedankensprünge, dich aber sprachlich denk ich zu beheben wären...
    z.B.

    "wenn du es willst, zeig ich den Pfad
    zum See, wo ich in Liebe bad’"

    doch in deinem gedicht geht es doch darum, dass er oder sie dich nicht mehr will und du leidest, wie kann er ode sie dann wollen, dass du ihm/r den weg zeigst, wo das lyrische du im glücke badet? --- seh ich das falsch?

    ich denke du wechselst in den letzten beiden strophen das reimschema absichtlich, nicht? denn schließlich geschieht nun eine wende in deinem gedicht...aus der hilflosigkeit und der trauer wird hoffnung, hoffnung auf neues glück, seh ich das richtig?

    um sprachlich ein wenig zu verbessern hier mein vorschlag:
    - ich weiß ich schreib so gern andere werke um, verzeih...

    Ich steh dazu

    Ich stehe zu den Wutausbrüchen,
    den kessen, arroganten Sprüchen.
    Steh zu den Tränen im Gesicht.
    Doch zur Liebe steh ich nicht.

    Meinen Zorn gar zu zeigen,
    ist wohl wenig angebracht.
    Doch er soll nicht schweigen,
    nicht seit dieser einen Nacht.

    Diese Nacht,der größter Albtraum,
    größter Spaß und größtes Glück.
    Der morgen legt Romantik in Zaum,
    stößt mich in graue Kälte zurück.

    Und manchmal wenn der Nebelschleier
    ein Stück vom Himmelsblau enthüllt,
    träum ich doch von Ring und Feier.
    Ein Traum, der sich wohl nie erfüllt.

    Ich zeige brüllend, was ich fühle,
    weinend, wo die Trümmer liegen.
    Zitternd küsst mich tote Kühle.
    Wie soll ich dich je besiegen?

    Und manchmal hoffte ich mir,
    die Zeit ließe sich umdreh´n.
    Dann wär ich der Held bei dir,
    und müsst nicht von dir gehen.

    Liebeslied – doch ungepfiffen,
    Diamant - noch ungeschliffen,
    ich wünschte mir den Pfad
    zum See, wo ich in Liebe bad’.

    vielleicht gefällt es dir ja?
    lg orange
    Interpretation ist der erste Schritt zur Wissenschaft...

    Ein Paar meiner Werke:

    GefangeneLiebe
    EsLebt UndPunkt. EinGanzNormalerTag GebtMirNamen
    TotesTier ErgebenesGeben SüssesGift Liebestrank







  4. #4
    Registriert seit
    Feb 2005
    Beiträge
    545
    Mir mag es nicht zu gefallen.

    Dafür änderst du mir das Reimschema zu oft und unbegründet. Vom humoristischem aabb, zu abab, und gar zur Form abba. Es lässt sich kein Sinn dieser Handlung erkennen, ich tippe mal auf Reimblockade.

    Auch der Lesefluss wird desöfteren gestört. Die Handlung ist für mich auch nicht klar erkennbar. Seit jener Nacht soll die Wut des lyr. Ich's nie mehr schweigen. Welche Wut? Welche Nacht?

    Wen willst du besiegen? Tut mir leid, aber ich schätze mal, das sind Reime um des Reimes willen.
    Ganz neu und
    noch zu kritisieren:

    Am Totenbett
    Die Vogelscheuche

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