1. #1
    Registriert seit
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    - oo

    ...

    -9,-8,-7
    -6,-5,-4
    -3,-2,-1,

    ...

    0 ... jedes Wort – zuwenig..

    ...

    1, 2, 3,
    4, 5, 6,
    7, 8, 9,

    ...

    + oo

    -
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  2. #2
    barfly Guest
    wie ich sehe hast du es überarbeitet. nun ja, so wirklich deutlich wird es nicht. verstehe mich nicht falsch, dein versuch in allen ehren, nur ist es eben schwer den reinen gedanken von philosophen in verdichteter form wiederzugeben. das ist zwangsläufig verkürzt. stellt es eben andere ansprüche. ich denke um diesen gedanken darzustellen, bedarf es mindestens drei dimensionen. das ist hier schon mal unmöglich. nur so weit erstmal

    gruß
    barfly

  3. #3
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    kann nicht wirklich viel dazu sagen, doch die erste fassung gab mir mehr. weiß nicht, warum, aber sprach mich mehr an! wirkt jetzt irgendwie "schwammig"! die lücken nach "minus unendlich" und vor "plus unendlich" gefallen mir nicht!

    ansonsten find ich die idee ziemlich gut! spricht mich als eher naturwissenschaftlich orientierten menschen schon an und glaube auch irgendwie nachvollziehen zu können, was dahinter steckt! Kann es nur schwer in worte fassen!

  4. #4
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    Ich finde das Neue besser, aber trotzdem bleibt die Idee mysteriös.

    MFG Willo
    Erkennen selber braucht einen Augenblick, die Erkenntnis auszudrücken ein Leben.

  5. #5
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    @Willo,

    iyi günler, mysteriös darf es ruhig wirken, zumal ich damit
    hin zur Beschreibung des Sein und Nichts gehen möchte, und diese Begriffe sind schon als Wort alles andere als klar.

    @saputella,

    günaydin, die Erste Fassung enthielt die Unendlichkeit nochnicht und enthielt eine andere Aussage am Ende (''und jedes Wort - zuviel''). Das Wort ''zuviel'' trifft meines Erachtens nicht den Kern. Das Sein und nichts ist eben kein Wort genug, also ''jedes Wort - zuwenig''. Der Ursprung jedes Wertes liegt in der Null. Das ist die Einheit aller Gegensätze von negativ und positiv, und es ist Nichts, trägt aber den Anfang aller Werte in sich. Hiermit wird mathemathisch veranschaulicht, wie das Nichts und Sein identisch in einem Punkt vereint sind, freilich sich gegenseitig aufhebend.

    Die Lücken zwischen - unendlich und + unendlich habe ich mit dem grammatischen Zeichen für eine unbestimmte Weiterführung gekennzeichnet (''...''). Dass dennoch eine Lücke entsteht, liegt an dem Mangel unserer Auffassung von Zeichensystemen. Die Lücke ist eigentlich nicht da, zumal sie schon von Deinem Rechnerbildschirm gefüllt wird.

    @barfly,

    ich grüsse Dich,

    Du sagst, das eine Einbeziehung dreier Dimensionen geschehen muss. Eben diese und alle etwaigen weiteren sind doch von je an in unserer Vorstellung vorhanden, dass bedeutet, dass wir die fehlenden Dimensionen selber dazu fügen. Während Du z.B. den Beitrag liest, erlebst Du permanent die Dimension Zeit und siehst Deinen Bildschirm im Raum. Alle Zutaten, ausser des leitenden Gedanken sind also schon vor der Betrachtung vorhanden.

    @alle,

    vielleicht können wir dennoch überlegen, welche anderen Zeichen (etwa vereinzelte Buchstaben, aber keine Worte oder längeren Sentenzen) wir für die Weiterentwicklung dieser Art von Aussage benutzen können. Sie müssten sich aber immer durch eine höchstmögliche Abstrakttion auszeichen.

    Wie kann ich bei der Sendung eines Beitrages eigentlich geometrische Figuren, Zeichnungen etc. übertragen? Ist das überhaupt möglich? Es würde mir sehr helfen, wenn Ihr mir das sagen könnt.

    Grüsse vom ...anfangenden
    "Tölpel suchen Gold im Dunkeln, noch sind sie liebenswert."

  6. #6
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    An die Administratoren,

    ich möchte den Titel gern in ''Sein-Nichts und Werden'' ändern. Vielleicht könnt Ihr das tun....

    thx 4 noticing, salut.
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  7. #7
    barfly Guest
    natürlich denken wir dreidimensional. zur not auch vierdimensional. bei der fünften hängt sich unsere vorstellungskraft schon auf, obwohl es methamatisch sicher darstellbar ist. keine frage.

    nur zu deinem werk. in einem texverarbeitendem programm ist alles nur zweidimensional. wie du schon sagst, man muss sich die anderen dimensionen dazu denken. das geht aber nur mit einem vorverständnis von hegels philosophie. dein werk besitzt nicht erklärendes. die darstellung ist eben verkürzt.

    ich werte daher dein werk eher als ein wissenschaftliches. als versuch einer visualisation sicher hoch interessant und ausbaufähig. lyrisch dagegen ist es fragwürdig, da es eben nicht alleine stehen kann.

    warum fängst du eigentlich oben mit dem minusbereich an? der weltgeist bei hegel strebt auf, nicht nieder?
    ich finde man könnte es auch nach der monadologie von leibniz deuten. da ist es eben umgekehrt.

  8. #8
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    Hallo barfly,

    das ich oben mit dem Negativen anfing, liegt an der gewohnten mathematischen Regel, dass z.B. im herkömmlichen Koordinatensystem die negativen Quadranten links liegen und wir auch von limks nach rechts lesen, wie von oben nach unten. Das werde ich aber noch bearbeiten.

    Ich muss aber vorher wissen, wie ich mein Layout übertragen kann, ohne dass es während der Übertragung geändert wird.

    Man braucht Hegel nicht gelesen haben. Die mathematischen Zeichen stehen für sich. Es ist nur von Nöten, ihre fixe Bedeutung lesen zu können. Der Rest soll im Kopf passieren.

    Ich glaube, Lyrik kann sich auch auf anderen Sprachebenen befinden. Lyrik nur mit Worten ist eine Ausschliesslichkeit, die ich gerade mit meinen Beitrag negieren möchte. Wir können einfach nicht ausschliessen, es sei denn mit Scheuklappen.

    Grüsse
    "Tölpel suchen Gold im Dunkeln, noch sind sie liebenswert."

  9. #9
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    hallo Ewiganfangender,
    ich kann mich hier einfach nicht raushalten. Deine
    Argumente sind unglaublich überzeugend, wobei ich
    noch den einen Aspekt hinzufügen möchte aus meiner
    Sicht befindet sich der "Spiegel" in der Mitte...
    hast du dies auch so gemeint?
    Du kannst einen Elefanten festhalten, wenn er fliehen,aber nicht das kleinste Haar auf deinem Kopf,wenn es fallen will.(Gerhart Hauptmann)

    Meine weiteren Gedichte:

    I
    II
    III
    IV
    V

  10. #10
    barfly Guest
    ich verstehe schon was du meinst, nur denke ich auch, dass wir auch aneinander vorbeireden.
    wenn du schon mit ausschließlichkeiten brechen willst, dann brechen auch mit herkömmlichen mathematischen regeln. ich bin gespannt.

    so wie es sich jetzt darstellt, gibt es m. e. deinen gedanken nicht wieder. du müsstest eventuell deine überschrift um das wort "ausschnitt" ergänzen.

    wenn du hegel gelesen hast, solltest du wissen, dass es bei der negation nicht bleibt.


  11. #11
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    @ trinity,

    der Begriff Mitte, legt per definition schon eine räumliche Lage fest. Der Raum ist jedoch im Kern da und nicht da. Wenn Du willst, kann man sagen, der ''Spiegel'' ist Mitte und ist es nicht, ist oben, unten, links, rechts und ist es nicht. Vor allem aber ist der ''Spiegel'' auch ''Gespiegeltes'' und ist es nicht.

    @barfly,

    Dein Vorschlag ist für's Erste in Ordnung. Jedoch möchte Ich mich nicht auf einen Ausschnitt beschränken. Aber..., mal sehen, vielleicht lässt sich über den Ausschnitt als Wegweiser zum Ganzen finden.

    Ich werde demnächst ein paar neue Versuche austellen.
    "Tölpel suchen Gold im Dunkeln, noch sind sie liebenswert."

  12. #12
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    Ich nehme mal an, dass du in der Mitte/im Kern das "Nichts" darstellen möchtest? Da stellen sich mir zwei Fragen:

    Weisst du ueberhaupt, was das "nichts" ist? und
    Wenn man vom "Nichts" was abziehen kann und ins Negative gelangt, dann ist das ein Widerspruch - weniger als Nichts geht nicht und daher ist die 0 auch der falsche Ausdruck dafuer.

    Nichts fuer ungut, aber du wirst scheitern, da man niemals mit "etwas" "nichts" ausdruecken kann.

    Gruss
    Borgefjell
    Lust auf Abenteuer heißt:
    ein großes Ja zum Leben
    und ein kleines Nein zur Gesellschaft
    (Seeßlen, "Grundlagen des modernen Films")

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    Wadenbremsen
    Lebensglas


  13. #13
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    @ Borgefjell,

    Ich habe extra die mathematische Sprache benutzt, um zweifelhaften Interpretationen aus dem Weg zu gehen.

    Zitat:''Ich nehme mal an, dass du in der Mitte/im Kern das "Nichts" darstellen möchtest?''

    Das trifft die Sache eben nur halb oder ganz und gar nicht. ''In der Mitte'' bezieht sich wohl nur auf die Position der ''0'' im Beitrag. Darstellen möchte ich den Ausgang aller Werttendenzen. In der Mathematik ist das nun mal die Null. Wenn ich die Null als Ausgang setze, ergibt sich logischerweise, dass die Null auch alle Eigenschaften möglicher Werttendenzen in sich trägt, zumindest auf der sehr abstrakten Ebene. Null ist hier bei nicht Nicht-Vorhandensein, sondern ebenso so das volle Gegenteil - die gänzliche Vorhandenheit aller Werte an einem Punkt. Denn die Null ist weder negativ noch positiv, sondern beides zugleich und der Ausgang aller Möglichkeiten. Davon ausgehend (und das ist hegelianisch) ist die Null Symbol für das Nichts, das reine Sein. Beides ist bei Hegel ein und dasselbe. Und eben nicht nur für ihn, sondern auch für mich. Dahinter steckt das Prinzip der Ganzheit, welches allen Naturmystiken, Religionen und Wissenschaften zu Grunde liegt, wenn man sie näher beleuchtet.

    Zitat: ''Weisst du ueberhaupt, was das "nichts" ist? und
    Wenn man vom "Nichts" was abziehen kann und ins Negative gelangt, dann ist das ein Widerspruch - weniger als Nichts geht nicht und daher ist die 0 auch der falsche Ausdruck dafuer.''

    Ich habe letzlich keine Ahnung, was das Nichts sein soll, vor allem ist es doch schon Nichts, reines Sein (welches kein Dasein ist, denn das ist schon mit Wertigkeit bschrieben). Ich denke das Nichts muss oder soll nichts anderes sein als es selbst, totale Identität mit sich selbst, von der man beim Dasein nicht sprechen kann, da es nur in-Bezug-auf existiert.

    Der Widerspruch ist gerade das Paradoxe an dem Nichts, den ich ja auch damit veranschauliche. Die Null als Ausgang ist als Symbol für die Einheit von Gegensätzen ist auf jeden Fall gerechtfertigt. Und natürlich ist die Einheit von Gegensätzen auch ein Widerspruch, aber nur für eine einseitige, kausal lineare Logik. In der Dialektik heben sich Widersprüche auf. Was meinst Du, was Physiker denken, wenn sie sehen, dass ein Teilchen zur gleichen Zeit an verschiedenen Orten sein kann, oder mit anderen Teilchen ausserhalb der Zeit ''kommunizieren''?
    Hierbei kann man ebenso keine herkömmliche, alltägliche Logik anwenden, wie bei meinem Versuch, das Sein-Nichts und Werden darzustellen.

    Neben der Null steht doch geschrieben: ''...und jedes Wort - zuwenig''

    Das heisst eben, dass die Null nicht nur leer ist, wie man gewöhnlich annimmt, sondern so voll, dass jedes Wort zu wenig ist, dies zu beschreiben.


    Zitat:''Nichts fuer ungut, aber du wirst scheitern, da man niemals mit "etwas" "nichts" ausdruecken kann.''

    Nichts für gut, schlecht und jenseitsdavon, weil beides, aber ich werde damit nicht scheitern, weil wir sogar schon immer versuchen mit Nichts Alles auszudrücken.

    Gruss vom ...anfangenden
    "Tölpel suchen Gold im Dunkeln, noch sind sie liebenswert."

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