1. #1
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    Völlig unverdient liegt
    eine warme Hand
    auf meiner Wange
    und mehr zu deinem
    Arm als dir ins Gesicht
    spreche ich trübe worte
    von Glück, von dieser Zeit
    und diesem Schlüssel,
    dessen Schloss verrostet,
    dessen Tür zerbrochen ist.

    Letzte Nacht im Dunkeln
    war es das wert,
    einen Schritt aus dem Stolz
    seitlich ins Ungewisse,
    wo man im allgemeinen
    ehrlich ist.

    Dir gegenüber jedoch
    falte ich mein Gesicht
    wieder zusammen,
    hülle es in Schweigen
    und lege dich zurück
    zu den Toten.
    Die sind geduldig,
    und ihre Lippen
    sind weniger eigensinnig.

  2. #2
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    Ich mag deine Wortwahl. Dein Gedicht berührt mich auf jeden Fall.
    Glück hat immer der gefunden, der sich seines Lebens freut.

  3. #3
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    118
    Hallo Seth,

    Ich muss sagen, du gehörst zu den wenigen hier, deren Gedichte mich wirklich bewegen!!!
    Wortwahl, Inhalt, alles wunderschön und gelungen,
    ich habs schon ein paarmal gelesen und werde es wohl noch einige Male lesen! Wirklich ein schönes Werk mit wenig Hülle und Vielem dahinter!!!

    Freu mich auf mehr!

    Liebe Grüße,
    Kathi

  4. #4
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    Wow, Seth! Das ist mit Abstand das Beste was seit langem hier reingestellt wurde. Besonders die erste Strophe finde ich wundervoll; jemand, der seinen Mund nicht aufmachen kann, der das Gefühl hat die Liebe nicht verdient zu haben oder...damit einfach nicht umgehen kann? Auf jeden Fall werde ich es ebenfalls einige v i e l e Male erneut durchlesen...

    lg
    die faint
    Den Kamelen ging es gut, und dann kam ich...

  5. #5
    Registriert seit
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    Na Mädels,

    schön, dass es euch gefallen hat.
    Das freut mich, danke für die antworten.

  6. #6
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    149
    Hi Seth!

    Dein Gedicht ist wirklich sehr gut gelungen!
    Hat mich sofort berührt...!

    Tolle Wortwahl!

    Danke für den Lesegenuß!

    Liebe Grüße, Sabe
    Wirklich reich ist, wer mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann. (Hans Kruppa)

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