1. #1
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    Talking

    Wartest Du allein in der Dunkelheit,
    hinter Mauern deiner Einsamkeit?
    Bist Du verzweifelt oder lindert Melancholie den Schmerz?
    Hast Du noch Träume oder ist erfroren Dein schwarzes Herz?

    Siehst Du den Mond in der eiskalten Nacht?
    Hat dich Dein Hass um den Verstand gebracht?
    Liebst Du die Finsternis um Dich herum?
    Oder fragst Du noch nach dem Warum?

    Weinst Du, wenn Du einsam in der Menge stehst?
    Oder lächelst Du wenn Du auf leeren Strassen gehst?
    Liebst Du dich selbst um Deiner trockenen Tränen?
    Oder spürst Du die Leere, das brennende Sehnen?

    Verfluchst Du die Götter für Deine Sterblichkeit?
    Oder sehnst Du den Tod, und seine Ewigkeit?
    Ist Dir das Leben eine bleischwere Last?
    Oder suchst Du Vergnügen in rastloser Hast?

    Suchst Du die Ruhe in den Tiefen des Selbst?
    Oder trittst Du in Fallen, die Du Dir stellst?
    Willst Du den Ruhm, die Achtung der Ander'n?
    Oder ziehst Du es vor im Abseits zu wandern?

    Kennst Du die Antwort auf all diese Fragen?
    Dann erträgst Du Dein Schicksal ohne zu klagen.
    Doch wenn Du sie vergeblich stellst,
    dann geh -
    ich kann nicht seh'n wie Du dich durchs Leben quälst



    [Geändert durch demon17 am 22-05-2005 um 03:46]
    Geändert von demon17 (21.08.2020 um 18:53 Uhr)
    O ein Gott ist der Mensch, wenn er träumt, ein Bettler, wenn er nachdenkt, und wenn die Begeisterung hin ist, steht er da wie ein missratener Sohn, den der Vater aus dem Hause stieß, und betrachtet die ärmlichen Pfennige, die ihm das Mitleid auf den Weg gab.
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  2. #2
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    Jap, es rumpelt Aber stören tut das irgendwie nur in S1V3und4. Und in S5V2 würde ich "die du selber dir stellst" schreiben. Klingt, zumindest in meinen Ohren, angenehmer!
    Gruß
    Kilauea

  3. #3
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    Na gut, weil Du es bist.=)
    O ein Gott ist der Mensch, wenn er träumt, ein Bettler, wenn er nachdenkt, und wenn die Begeisterung hin ist, steht er da wie ein missratener Sohn, den der Vater aus dem Hause stieß, und betrachtet die ärmlichen Pfennige, die ihm das Mitleid auf den Weg gab.
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  4. #4
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    Hallo demon,

    Richtig gut!!!!
    Und hier passt sogar der Paarreim! Keine erzwungenen Reime, alles überlegt formuliert, hat großen spaß gemacht, es zu lesen!!!
    Vielen Dank fürs Lesevergnügen

    Ganz liebe Grüße,
    Kathi

  5. #5
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    Es tut mir leid, aber da kann ich mich den anderen nicht anschließen. Anfangs habe ich auch die gleichen Fehler gemacht, du nennst lediglich Probleme in Form von Fragestellungen, lässt sie dabei aber gänzlich unreflektiert. Dies soll vielleicht dem Leser vorbehalten bleiben, doch wird der durch die Vielzahl von Fragen total überladen, eine entsprechend angemessene Auseinandersetzung mit den Fragen bleibt hierbei somit aus. Du zählst lediglich auf, wie es viele machen, zum nachdenken anregen oder vielleicht sogar Menschen dazu zu bewegen anders über solche Dinge zu entscheiden, kannst du damit nicht.
    Auch die Umsetzung spricht mich nicht an: Es rumpelt, die Zeilenlängen variieren und die Reime sitzen längst nicht perfekt, manche reimen sich gar nicht oder nur mit bestem Willen (Bsp.: Leben - Frieden --> was soll sich da reimen?; stellst - quälst ist für mich auch kein Reim, der Vokal wird doch deutlich unterschiedlich gesprochen). Ob der Paarreim angemessen in diesem Fall erscheint, sei an dieser Stelle mal dahingestellt. Mir gefällt es leider nicht wirklich. Es ist schön, dass du dich mit diesen Dingen auch lyrisch auseinander setzt, aber da sollte man mehr daraus machen. Zu viele gibt es die klagen wie es ist.

  6. #6
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    Schade, die Parodie wird hier bei weitem nicht ausreichend deutlich, um das Stück ein gelungene Karrikatur zu nennen. Und ernst zu nehmen ist es jedoch aus den von Jamzee genannten Gründen genausowenig.

    Es bleibt ein gescheiterter Zwitter, der weder die von Jamzee angesprochenen vielen gleich aufgebauten Tagebuchauswürfe zu parodieren vesteht, noch dem Thema eine angemessene Reflektion zuteil werden läßt. In jeder Hinsicht (formal, technisch, sprachlich und inhaltlich) unausgereift, einfallslos und talentbefreit umgesetzt.

  7. #7
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    Ja der Kritiker könnte, oder tut so als ob er es könnt, am Ideal gemessen ist schließlich alles nichts. Die Idee, ja Ideen haben viele, die kosten nichts, Talent? so ein subjektiver Begriff angesichts der Regellosigkeit, des anything goes und der Alternative, des Silben und Kreuzchenzählens. Parodie? Damals war es keine und gestern hatt ich den Schalk im Nacken, aber kilauea hats gefallen, also ist es definitiv keine Parodie. Sie schreibt so schön und ist noch nicht so kaputt wie diese Kritiker. Der Zynismus langweilt mich schon fast so lang wie der bierernste Tiefgrund des Leidens an der Welt. So habt dank für eine kurze Unterbrechung für die Kurzweil, die mir eure Kommentare schenkten.

    never surrender

    demon17

    O ein Gott ist der Mensch, wenn er träumt, ein Bettler, wenn er nachdenkt, und wenn die Begeisterung hin ist, steht er da wie ein missratener Sohn, den der Vater aus dem Hause stieß, und betrachtet die ärmlichen Pfennige, die ihm das Mitleid auf den Weg gab.
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  8. #8
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    Tut mir leid, ich hab vorher nicht gewusst dass du eine Schwäche für Kritiker hast die dir Eier kraulen anstatt dir die Wahrheit ins Gesicht zu sagen. Es gibt halt solche und solche. Ich hab lieber die Herausforderung und einen gewissen Anspruch. Für dich scheint das Ergebnis, wie in meiner ersten Aussage erwähnt, ausschlag gebend zu sein. Viel Spaß auch weiterhin.

  9. #9
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    Es ist doch genau wie bei allen anderen Herz-Schmerz-Nöletölen:
    Sobald einer geistige und inhaltliche Ansprüche stellt und deren abgrundtiefe nicht-Erfüllung feststellt, stellen sich diese talentlosen "Gefühlsauskotzer" dermaßen stoisch an, mit Ausreden ihre nicht vorhandene Rehabilitation zu retten - daß man sich bloß noch fragen kann, warum sie soviel Aufwand nicht gleich in ihre Texte stecken?

  10. #10
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    Ein Fragebogen in neuer Form? Gute Idee. Allerdings fehlt die detaillierte Punkte-Aufstellung zur genauen Auswertung.

  11. #11
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    Es ist einfach viel interessanter noch ein bischen an meinem Gedicht zu arbeiten, als sich jetzt möglichst originelle Antworten einfallen zu lassen.

    Ich bin zu müde für die Ironie und deshalb ernst,

    nehmen wir mal Jamzee, den der sich weigert mir die "Eier zu kraulen", wie er es ausdrückt. Eine impertinente Vorstellung. Soll ich ihm auch noch dafür dankbar sein? Für dieses Bild, das jedwede Zustimmung zu einem Gedicht mit Schmutz bewirft, jede Begeisterung, ja Verehrung in den Kot tritt. Wohlgemerkt, es ist jetzt nicht von diesem Thread die Rede, aber ein harmloser freundlicher Gruß scheint ja schon den Neid der Kritiker zu erwecken. Dabei war die Kritik doch einfach so haltlos, dass es doch eher eine Frage der Höflichkeit war nicht näher darauf einzugehen.

    Nehmen wir mal den Satz:

    ", du nennst lediglich Probleme in Form von Fragestellungen, lässt sie dabei aber gänzlich unreflektiert"

    Oh Jamzee wie messerscharf beobachtet, doch hast Du schon mal darüber nachgedacht, dass diese Fragen nun wirklich jeder für sich allein beantworten muß und ihm keiner dabei helfen kann und auch nicht sollte? Die Reflektion bleibt dem Leser überlassen, ich nehme mal an, das bei jenen die sich diese Fragen stellen etwas passiert im Kopf, bei den andern halt nicht. Man muß ja nicht immer alles vorkauen.

    So bist Du nun zufrieden Jamzee, und versprich mir bitte den Unflat in Zukunft wegzulassen, ich möchte nicht, das Menschen die Wert auf Ästhetik legen sich abgestoßen fühlen.

    @Danse_Macabre,

    ich bin ja über jedes Gefühl und jede Empfindung dankbar, zu der ich in der Lage bin. Vielleicht halte ich sie deshalb für so wichtig, das ich gleich eine Gedicht verfasse. Deine letzte Kritik verrät eine gewisse bodentsändig-ordinäre, wortschöpferische Kraft, die Deiner Poesie leider vollkommen abgeht. Vielleicht solltest Du einfach mal die Anspruchsschraube auch bei Dir selbst ein bischen zurückdrehen und auch mal das Schöne sehen, nicht nur das Negative. Dann schreibt es sich auch entspannter.

    @Nomen,

    die Auswertung ist kein Wettbewerb mit Punktestand, ein kurzer Gedanke über Dich selbst und schon ist mein Ziel erreicht.

    dark greetz

    demon17


    O ein Gott ist der Mensch, wenn er träumt, ein Bettler, wenn er nachdenkt, und wenn die Begeisterung hin ist, steht er da wie ein missratener Sohn, den der Vater aus dem Hause stieß, und betrachtet die ärmlichen Pfennige, die ihm das Mitleid auf den Weg gab.
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  12. #12
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    Die Freunde der Ästhetik vergraul ich mit diesem Ausdruck? Wenn diese das Gedicht bereits gelesen haben, werden die sich wohl kaum mehr an diesen Wörtern stoßen, als es von mir auch beabsichtigt war. Ich verallgemeinere nicht. Aber wenn du sagst userx hats gefallen, ihr seid sowieso rein negative Kritiker und deswegen interessiert mich nur die positive Einschätzung, dann erlaube mir in meiner mir eigenen Art eine Aussage zu treffen, die irgendwie auch für dich anschaulich sein sollte. Ich bin allergisch gegen Leute die nicht mit Kritik umgehen können.
    Kannst du meine Aussage zu deinem Gedicht, die du so goldig zitiert hast, widerlegen? Na? Nein? Ich kann meine Ablehnung gegenüber deinem in deinen Augen scheinbar perfekten Werk begründen. Auch weshalb eine entsprechend angemessene Reflektion durch den Leser praktisch ausbleiben muss, habe ich dir erklärt. Wenn du es nicht verstanden hast, sag es gleich. Anscheinend teilen aber auch andere meine Einschätzung. Tut mir ja leid, die stilistische und inhaltiche Ausarbeitung ist nun mal nicht mehr als Standard. Sollte das dein künstlerisches Anspruch sein, dann Gratulation. Fehlt dir die kritische Distanz zu deinen Schöpfungen, wirst du dich eh kaum noch verbessern können.

  13. #13
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    Ich seh schon, so macht es keinen Sinn.
    O ein Gott ist der Mensch, wenn er träumt, ein Bettler, wenn er nachdenkt, und wenn die Begeisterung hin ist, steht er da wie ein missratener Sohn, den der Vater aus dem Hause stieß, und betrachtet die ärmlichen Pfennige, die ihm das Mitleid auf den Weg gab.
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  14. #14
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    Tja das kann schon sein. Ich mein schwarz ist es irgendwie auch ein bischen negativ vielleicht, aber irgendwie stellt einen das Leben auch vor diese Fragen. Ich meine das es auch hoffnungslos und ein bischen trostlos ist, da gebe ich Dir ja recht. Aber das ist schließlich mein Genre. Was soll ich machen, ich sehe nun mal schwarz und man hat halt oft nur die Wahl zwischen zwei negativen Dingen, vor allem hängt das natürlich auch von der Perspektive des Beobachters ab, aber die ist nun mal durch mich festgelegt. Ich kann halt nicht raus aus meiner Haut.

    never surrender

    demon17
    O ein Gott ist der Mensch, wenn er träumt, ein Bettler, wenn er nachdenkt, und wenn die Begeisterung hin ist, steht er da wie ein missratener Sohn, den der Vater aus dem Hause stieß, und betrachtet die ärmlichen Pfennige, die ihm das Mitleid auf den Weg gab.
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