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Thema: Von hinten

  1. #1
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    Weißt du manchmal,
    manchmal, wenn du mich küsst,
    da möchte ich kotzen,
    einfach nur kotzen,
    in dich hineinkotzen,
    ganz tief in deinen Mund,
    damit du erstickst an meiner Kotze
    und damit du keine dieser abscheulichen Worte
    mehr ausspucken kannst,
    die mich so verletzen.
    Damit du mich nicht mehr anspucken kannst.

    Weißt du manchmal,
    manchmal, da will ich einfach nur gefickt werden von dir.
    gefickt werden,
    weil ich verdammt noch mal verrückt bin nach dir.
    Gefickt werden von dir, von hinten,
    damit ich dein Gesicht nicht sehen muss,
    damit ich nicht bemerken muss,
    dass ich mit einem Fremden schlafe,
    mit einem fremden Arschloch,
    der nicht mich sieht, in der Frau die er fickt,
    höchstens einen geilen Arsch.

    Manchmal, weißt du,
    manchmal, wenn du mich berührst,
    da will ich dir einfach nur deine Arme brechen.
    sie durchbrechen,
    einmal, zweimal, vielleicht auch dreimal, will ich sie brechen,
    damit du mich nicht mehr berühren kannst,
    dort, wo mich niemand berühren darf.
    dort wo deine gierigen Blicke enden.

    Weißt du manchmal,
    wenn du neben mir liegst, wortlos.
    Wenn du neben mir liegst und ich nur noch Kälte spüre,
    eisige Kälte,
    da möchte ich dir die Pulsadern aufschlitzen,
    mit einem blitzend scharfen Messer möchte ich schneiden,
    ganz tief,
    bis dein warmes Blut meinen ganzen Körper überströmt
    und bis deine Kälte verschwindet
    und er ganz heiß ist, mein Körper,
    glühend heiß.
    lass mich gehn, lass mich gehn, kannst du nicht sehn, es nicht berstehn, ich bin nicht das, nicht das was du aus mir machst, lass mich gehn, lass mich gehn, kannst du nicht sehn es nicht verstehn, ich bin nicht der, von dem du wünscht dass ich es wär

  2. #2
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    wunderwunderschön.
    und was wunderts mich, denn
    a) hat man ja "american psycho" gelesen
    und
    b) wissen ja die meisten im bett nicht so recht, was sie wollen.
    gruass lepi
    .
    .
    "Vielleicht fing ich an zu dichten, weil ich arm war und einer Nebenbeschäftigung bedurfte, damit ich mich reicher fühlte." ROBERT WALSER

  3. #3
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    Hallo Wolkenbruchundregenbogen,
    ein anti-erotisches Gedicht? Jedenfalls weit entfernt von Kuschelromantik und zärtlichem Sex. Aber sehr überzeugend und ergreifend in seiner verdammt ehrlichen Darstellung der Emotionen. Die Gefühle berühren und hinterlassen Nachklang, obwohl Du mit wenigen Bildern arbeitest. Es liegt wohl einfach an der Authentizität Deiner Worte, sie überzeugen den Leser und bringen eine andere Seite der Erotik ins Alltägliche.
    Ich habe Dein Werk gerne und nicht das letzte mal gelesen.

    Herzlichen Dank
    Herbstzeitlose
    Dem Anschein nach bin ich zugleich in meiner Seele und außerhalb meiner Seele, weit ab von der Glasscheibe und dicht davor, gestorbener Steinbrech. Meine Begierde ist unendlich. Ich bin nur vom Leben besessen.

    Rene Char

  4. #4
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    danke schön, das freut mich wirklich!
    lass mich gehn, lass mich gehn, kannst du nicht sehn, es nicht berstehn, ich bin nicht das, nicht das was du aus mir machst, lass mich gehn, lass mich gehn, kannst du nicht sehn es nicht verstehn, ich bin nicht der, von dem du wünscht dass ich es wär

  5. #5
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    hey...
    ich find das Gedicht einfach den Wahnsinn...endlich mal kein schnulziges blümchensexmäßiges dahinschmelzendes Liebesgedicht...
    LG
    AllesUndNichts
    Nur wer für sein Leben kämpft, hat auch das Recht drauf es zu behalten.

    die Spinne

  6. #6
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    Thumbs up

    sehr gelungen! reality bites!

    applaus!

  7. #7
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    Hallo Wolkenbruchundregenbogen,

    an sich finde ich dein Gedicht recht schön, es ist ehrlich und nicht künstlich, allerdings muss ich zugeben, dass mich die erste Strophe erstmal stark abgeschreckt hat und ich erst ein wenig Abstand brauchte um es erneut zu lesen und die erste Strophe nicht zu sehr auf mich wirken zu lassen, denn dann verliert man den Blick für den Rest.
    Wie gesagt, die erste Strophe ist meinem Gefühl nach etwas heftig und derb, nichts erotisches, anscheinend nur voll hass.
    Die zweite und dritte finde ich eigentlich gut, so wie sie sind, nicht wirklich soft, aber auch nicht so heftig wie die Erste.
    Bei der letzten Strophe stört mich eigentlich nur das Wort "aufschlitzen", klingt meiner Meinung nach wieder zu sehr nach Gewalt wegen Hass, was ja aber anscheinend nicht so ist, vielleicht kannst du es mit "aufschneiden" versuchen.

    Aber es ist wirklich schön mal was anderes zu lesen.

    Liebe Grüße
    Feid
    "Phantasie ist wichtiger als Wissen" - A. Einstein

  8. #8
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    Hi Wolkenbruchundregenbogen!

    Ich war überrascht so etwas hier zu lesen.

    Ich muss sagen, ich fand es wahnsinnig gut!

    Nicht das Übliche, das hier sonst zu finden ist...
    meiner Meinung nach toll gelungen!

    Ich hätte nur die Form etwas verändert:

    Vorschlag:
    Ursprünglich eingetragen von Wolkenbruchundregenbogen

    Weißt du manchmal,
    manchmal,
    wenn du mich küsst,
    da möchte ich kotzen,
    einfach nur kotzen,
    in dich hineinkotzen,
    ganz tief in deinen Mund,
    damit du erstickst
    an meiner Kotze
    und damit du keine
    dieser abscheulichen Worte
    mehr ausspucken kannst,
    die mich so verletzen.
    Damit du mich nicht
    mehr anspucken kannst.

    Weißt du manchmal,
    manchmal,
    da will ich einfach nur
    gefickt werden von dir.
    Gefickt werden,
    weil ich verdammt noch mal
    verrückt bin nach dir.
    Gefickt werden von dir,
    von hinten,
    damit ich dein Gesicht
    nicht sehen muss,
    damit ich nicht
    bemerken muss,
    dass ich mit
    einem Fremden schlafe,
    mit einem fremden Arschloch,
    der nicht mich sieht,
    in der Frau die er fickt,
    höchstens einen geilen Arsch.

    Manchmal, weißt du,
    manchmal,
    wenn du mich berührst,
    da will ich dir einfach nur
    deine Arme brechen.
    sie durchbrechen,
    einmal, zweimal,
    vielleicht auch dreimal,
    will ich sie brechen,
    damit du mich nicht
    mehr berühren kannst,
    dort, wo mich niemand
    berühren darf.
    Dort wo deine
    gierigen Blicke enden.

    Weißt du manchmal,
    wenn du neben
    mir liegst, wortlos.
    Wenn du neben
    mir liegst und
    ich nur noch Kälte spüre,
    eisige Kälte,
    da möchte ich dir
    die Pulsadern aufschlitzen,
    mit einem
    blitzend scharfen Messer
    möchte ich schneiden,
    ganz tief,
    bis dein warmes Blut
    meinen ganzen Körper
    überströmt
    und bis deine Kälte
    verschwindet
    und er ganz heiß ist,
    mein Körper,
    glühend heiß.
    [/B]
    Die erste Strophe ist zwar "derber", wenn man es
    so nennen will, sollte aber nicht fehlen...

    Liebe Grüße, Sabe
    Wirklich reich ist, wer mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann. (Hans Kruppa)

  9. #9
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    auch nach mehrmaligem durchlesen weiss ich immer noch nicht, was hier verarbeitet werden soll.
    da will jemand gefickt werden, aber nicht berührt werden, ist verrückt nach jemandem, den man mit seiner kotze ersticken will... sehe ich das jetzt zu bildlich, oder was? jedenfalls kann ich keinen tieferen sinn erkennen...
    und da der häufigste grund der zustimmung der ist, dass es sich von anderen abhebt, aber sich fast niemand inhaltlich dazu äusserte, würde mich nun mal eine stellungnahme der autorin sehr interessieren.
    g.l.
    .
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  10. #10
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    Guten Abend leporello,

    du klingst gerade so, als suchst du krampfhaft nach dem tieferen Sinn des Wortes "ficken". Warum?

    Und: Hast du echt noch nichts von diesen kleinen, devoten Mädchen gehört, die sich regelmäßig vermöbeln lassen, sich die Augen aus dem Kopf heulen und den Typen, der sie wie den letzten Dreck behandelt, trotzdem anhimmeln, als sei er ihre Erlösung? Diese armen, schizophrenen Mädchen, die so schnell weinen und deren zitternde Körper vor Perversität und Durchtiebenheit zu bersten scheinen? Du siehst es ihnen nicht an, sie sind herzallerliebst, entzückend und so niedlich, aber man erzählt sich doch immer wieder diese Geschichten ... *schmunzelt* Du lebst in einer heilen Welt, hm? Ansonsten dürftest du die Frage nach dem "Was verarbeitet werden soll" wenigstens hier nicht stellen.

    Toni




  11. #11
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    @glorious: einen tieferen sinn habe ch eigentlich nicht gesucht, ich kenne das wort
    und deine interpretation leuchtet ein, und es soll solche menschen geben; das ist auch in meiner heilen welt angekommen. mich hat auch mehr die vorbehaltlose zustimmung auf das gedicht verwundert. nicht, dass man seine dunklen, dreckigen ecken nicht hätte, und so nicht schreiben dürfte. wie gesagt american psycho hat mich fasziniert, da geht es kapitelweise von dieser schweinerei an aufwärts...
    aber es scheint so "normal" und alltäglich zu sein, dass man einfach sagt: ach, endlich mal ein anderes gedicht, und das wars.
    und dass man ev. aus einer not heraus gedichte schreibt, vielleicht sogar nur daraus, wird wohl sein. es kann aber auch nur der spass an phantasien sein, die einem solches schreiben lassen. und da kann ich das gedicht nicht recht einordnen, und weiss nicht, wie ernst ich es zu nehmen habe, oder was es dem leser mitteilen soll. denn das soll ein gedicht, auch wenn es persönliche verabeitung ist. gerade dann.
    liebe grüsse aus der (meist) heilen welt, das stimmt aber ich gebe mir auch mühe...
    gruass lepi

    .
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  12. #12
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    Aaah,

    okay. Nun, in wiefern Wolkenruchundregenbogen wirklich so ein böses und dummes Mädchen ist, oder ob sie nur "phantasiert", weiß ich natürlich nicht mit Sicherheit. Dazu müsste sie dann doch noch selbst etwas sagen. Hm, Kleines, wie sieht es aus? *zwinkert*

    Aber ist das wirklich das, was uns interessieren sollte? Ich meine, abgesehen davon, dass wir sensationslüsternde Tratschtanten sind, die erst bei persönlich werdenden Gedichten zu gähnen aufhören? Die Frage nach dem "Was will uns der Autor damit sagen?" bleibt doch meistens schon aus hermeneutischen Gründen unbeantwortet, oder?

    Toni

  13. #13
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    man sollte mein Werk betrachten, nicht mich. Ich möchte mich nicht weiter dazu äußern.
    lass mich gehn, lass mich gehn, kannst du nicht sehn, es nicht berstehn, ich bin nicht das, nicht das was du aus mir machst, lass mich gehn, lass mich gehn, kannst du nicht sehn es nicht verstehn, ich bin nicht der, von dem du wünscht dass ich es wär

  14. #14
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    @wolkenbruchundregenbogen: bin ich wirklich froh, dass du das sagst. erfahrungsgemäss hätte ich eher was erwartet wie: was nörgelt ihr hier rum, ihr kennt mich ja überhaupt nicht...
    ändert natürlich nichts daran, dass ich mit den text irgendwie immer noch nicht viel anfangen kann...
    g.l.
    .
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  15. #15
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    Dieses Gedicht drückt aus was ich immoment durchmache.

    wow! ich finde es echt hammer!

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