Thema: Sternentraum

  1. #1
    Registriert seit
    Jan 2002
    Beiträge
    1.758
    Wieder eine Nacht, in der ich gequält aus unruhigem Traum empor schrecke.
    Dunkle Gesellen, geboren aus allerlei Kümmernissen,
    haben sich gepaart mit den grauen Gespinsten hartnäckiger Unzulänglichkeiten,
    um Verbündete der Zeit zu werden.
    Die Stunden verrinnen dickflüssig und zäh.
    Müde erhebe ich mich aus verschwitzten Laken,
    finde Kühlung auf taufrischen Wiesen.
    Plötzlich berührt mich ein lichter Strahl.
    Tiefes Vertrauen senkt sich in mein sorgenvolles Herz,
    der Blick erhebt sich zum Himmel und begegnet Venus -
    Morgen- und Abendstern seit Anbeginn der Welt.
    Vom nahen Waldrand ertönt das Spiel einer Flöte.
    Eine klagende, wehmütige Melodie,
    voller Inbrunst und Leidenschaft,
    die meine Seele zutiefst berührt, auf geheimnisvolle Pfade lockt,
    meinen Verstand willenlos in der Gegenwart deponiert.
    Ich fühle mich umarmt, umgarnt, mein Ich ist aufgehoben, verwoben mit Dir in der
    Unaussprechlichkeit des Wir.
    Oh Venus, schenke uns die Gnade der selbstlosen Liebe!

  2. #2
    Registriert seit
    Oct 2001
    Beiträge
    1.201
    schön
    Stir of time, the sequence
    returning upon itself, branching a new way. To suffer pain, hope.
    The attention
    lives in it as a poem lives or a song
    going under the skin of memory.

    "Heavy" by Denise Levertov

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