„Samstag. Samstag ist heute, nicht Montag. Sie ist nicht hier.“, sagte sein Freund, doch darauf antwortete er nicht. Er sah hinauf und wieder hinab. Seine Wangen waren noch ganz feucht, doch langsam beruhigte er sich wieder. Er hatte geweint, sehr viel sogar. Er hatte vor lauter Weinen sogar vergessen, welcher Tag heute war. Aber war das überhaupt wichtig für ihn? Ging es ihm nicht eher darum, dass sie einfach nicht da war? Nicht in seiner Nähe. Nicht da, wo er sie gerne gehabt hätte, in seinen Armen? Am Abend zuvor rief er sie an, trotzdem er wusste in welch unangenehme Lage er sie bringen würde. Es schien ihm gleichgültig zu sein. Das einzige, welch sein Herz begehrte, war sie und er konnte es nicht wahrhaben, dass sie nicht in seinen Armen, sondern in denen ihres ehemaligen Geliebten war. Als sie ging machte sie ein sehr beunruhigtes Gesicht. Ihren Augen, in denen manchmal Romane geschrieben waren, deren Farbe und Art einem Ozean und dessen Wellen glichen, konnte man entnehmen, mit welcher Unlust und Angst sie an den Flughafen fuhr, um ihn von dort abzuholen, um dann, als würde es nicht reichen, dass sie ihn überhaupt noch einmal trifft, das Wochenende mit ihm zu verbringen.
An jenem Abend war ihm alles gleichgültig. Er war mit seinen Eltern, in denen er überhaupt keine Hoffnung mehr sah, die ihn verachteten, wie einen Hund, der sein Herrchen gebissen und nun dafür bestraft worden war, auf einem Fest bei alten Bekannten eingeladen. Sie speisten und tranken einen Rotwein. Der Sohn des Hauses, ein damals guter Freund seiner, war auch anwesend. Es schien, als ob er der einzige war, der seine Gefühle Verstand und ihn bat, mit ihm hinaus in den nahe gelegenen Park zu gehen, wo sie alleine waren und ungestört miteinander reden konnten. Er ging mit, doch war es wirklich die Absicht mit seinem Freund über das Anliegen zu sprechen, welches ihm auf dem Herzen lag oder das Haschisch, welches ihm Angeboten wurde? „Lass uns einen rauchen, dann vergisst du es. Hm? Möchtest du?“ Er ging mit, denn es hörte sich sehr verlockend für ihn an, nicht daran denken zu müssen, dass sie nicht bei ihm war.