1. #1
    Registriert seit
    Mar 2005
    Beiträge
    194
    Wenn Zeit überflüssig wird,
    weil jede Millisekunde bis zum Bersten
    mit Geborgenheit gefüllt ist

    können wir uns schweigend
    in unserem Schweigen fühlen.

    Unsere Körper verschmelzen miteinander
    ineinander.
    Völlig grenzenlos.

    Du und ich sind wir.

    Deine Wärme pulsiert in meinen Adern
    und läuft durch deine Finger
    mit mir vermengt zurück.

    Kein Ende von dir.
    Kein Anfang von mir.
    Ein Körperknäuel
    in sich verwunden.

    Wir vertrauen einander,
    völlig grundlos,
    dafür komplett.

    Ich liege fest
    in deiner Umarmung
    und bin erfüllt von Freiheit.
    Die Luft ist getränkt von
    Harmonie.

    Mir wird schwindelig.

    Ich falle immer tiefer in dich hinein.
    Falle
    wunschlos
    ins Bodenlose
    und lande im Frieden unserer Liebe.

    Seit wir in uns gezogen sind,
    haben wir ein Zuhause.


    Bewege die Schranken,
    die dich beschränken;
    und du wirst beweglicher
    denn je.

  2. #2
    Registriert seit
    Jan 2005
    Beiträge
    57
    Was soll man dazu anderes sagen als genial.
    Ich finde,dieses gedicht spricht allen aus der seele,
    die einen Partner gefunden haben mitdem sie wunschlo glücklich sind,auf den sie vertrauen können wie sonst nur auf sich selbst und den sie einfach nur Lieben.
    Toll gemacht

  3. #3
    Registriert seit
    May 2005
    Beiträge
    149
    Hi Füllerintentanz!

    Meine Kritik fällt "zurückhaltender" aus.
    Von genial kann ja wohl kaum die Rede sein...

    Der Inhalt ist ansprechend und auch deine Wortwahl
    gefällt mir, jedoch lässt die Form wirklich
    zu wünschen übrig.

    Du hast es zwar gegliedert, jedoch sehr, sagen wir mal,
    unpassend.

    Es ist kein klares Schema erkennbar und die Vers-
    und Zeilenlängen sind willkürlich.

    Bring die Form in Ordnung, dann macht es einen noch
    positiveren Eindruck, als es jetzt schon bei mir
    hinterlassen hat.

    Liebe Grüße, Sabe
    Wirklich reich ist, wer mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann. (Hans Kruppa)

  4. #4
    Registriert seit
    Feb 2005
    Ort
    Starnberg
    Beiträge
    1.621
    Hallo zusammen,


    sabe, bitte, die Form ist absolut passend. Sage mir doch, welche Du für angemessener hältst? Blocksatz? Jeder Zeilenumbruch, jeder Absatz, hat hier seine Berechtigung, denn die Steuerung des Leseflusses erfolgt darüber. Tse.

    Füllertintentanz, eine wunderschöne Idee, eigentlich mehrere, ich wünsche mir fast, es wären auch zwei Werke. Stoff genug wäre es, aber mir gefällt auch der Bogen, den Du spannst. Zeit/unendlich - wir - uns - in uns - Zuhause/endlich

    Gern gelesen!


    Liebe Grüße
    therzi

  5. #5
    Registriert seit
    May 2005
    Beiträge
    149
    @ Therzi

    Die Form wirkt nicht einheitlich.
    Die Zeilenlängen variieren
    für meinen Geschmack zu oft.

    Jede Strophe hat beliebig viele Zeilen
    und alles zusammen wirkt für mich eben
    nicht harmonisch und durchdacht.

    Liebe Grüße, Sabe
    Wirklich reich ist, wer mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann. (Hans Kruppa)

  6. #6
    Registriert seit
    Apr 2004
    Beiträge
    860
    Es ist nicht schlecht und die fehlende Form vermag mich nicht zu stören. Obgleich ich gestehe, dass es dem Gedicht von den im Inhaltlich-Sterischen aufeinander abgestimmten, teils ungewöhnlichen Bildern abgesehen, dadurch an weiterem Interessantem fehlt.

    Und wer wirklich Form entdecken möchte, nun, der analysiere das Metrum oberflächlich. In sehr weiten Teilen finden sich hier iambisch-trochäische Gefüge, die einen Klang im Vortrag ausmachen. Schließlich ist die Optik in der Lyrik nicht der entscheidende Teil. Allerdings gebe ich auch hier zu, dass ich von willkürlichen Enjambements rein gar nichts halte. Sie wirken sich störend auf den Lesefluss aus und erwecken den Verdacht der "Tarnung als Gedicht". Ein Verdacht, der diesem Gedicht hier übrigens Unrecht tut.

    Was mich wirklich stört ist die Strophe:

    Deine Wärme pulsiert in meinen Adern
    und läuft durch deine Finger
    mit mir vermengt zurück.
    Das assoziiere ich zu sehr mit Blut und anderen Körpersäften, als dass ich es mit der sonstigen Ästhetik der Bilder in Einklang bringen könnte. Es mag sein, dass das meine sehr persönliche Sicht- und Empfindungsweise widerspiegelt.

    liebe Grüße,
    Flam

  7. #7
    Registriert seit
    Mar 2005
    Beiträge
    194
    Hallo ihr Lieben,
    ich wollte mich für eure zahlreiche Kritik bedanken, wenn auch leider etwas spät...
    Mein Text hat tatsächlich keine einheitliche Gliederung, ganz im Gegenteil, er ist völlig frei von irgendwelchen Formen und Zwängen, genau wie die Gefühle, die er beschreibt.
    Ich war einfach der Meinung, dass es falsch sei, die Unwillkürlichkeit unserer Liebe in die steife Willkür irgendwelcher Strophen zu verpacken.

    Wenn man es ohne Gefühl einfach nur so runter liest, dann ist es vielleicht sogar nur ein Prosatext, der nur wegen der Zeilenumbrüche die Form eines Gedichtes erhält. Doch wer diesen Text nachempfinden kann und ihn auch mit Herz liest, der wird das Gedicht in ihm entdecken.

    Liebe Grüße Sandra
    Bewege die Schranken,
    die dich beschränken;
    und du wirst beweglicher
    denn je.

  8. #8
    Registriert seit
    Apr 2004
    Beiträge
    860
    Hi!

    Aufgrund der intensiven Bebilderung und der wenn auch unbewussten metrischen Gestaltung, bin ich sehr wohl der Ansicht, dass es sich um ein Gedicht handelt.

    liebe Grüße,
    Flam

  9. #9
    Registriert seit
    Apr 2005
    Beiträge
    54
    Hallo!
    Also ich finde die kaum vorhandene Form dieses Gedichtes nicht so schlimm.
    Denn dadurch wird meiner Meinung nach vielleicht die Liebe wiedergespiegelt.. unberechenbar, unzähmbar, leidenschaftlich, wild, verwirrend, mit Höhen und Tiefen, unvorhersehbar...

    Ich finde das Gedicht selbst vom Inhalt her wundervoll und sehr schön. Es hat mich echt umgehauen. Der "vergebliche Versuch etwas unbeschreibliches in Worte zu fassen" ist dir gelungen!
    Ein echter Lesegenuss, warscheinlich auch weil ich seit einiger Zeit wie darin beschrieben fühlen darf...

    verträumte Grüße, tigereye


    Man sieht nur mit dem Herzen gut.
    Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
    Der Kleine Prinz

    On ne voit bien qu'avec le coeur.
    L'essentiel est invisible pour les yeux.
    Le Petit Prince

  10. #10
    Registriert seit
    Mar 2005
    Beiträge
    194
    Hallo tigereye,

    es freut mich sehr zu lesen, dass du gleiches erleben kannst, was ich in meinem Text versucht habe, zu vermitteln. Leider habe ich oft die Vermutung, dass nur die wenigsten Menschen auch nur ansatzweise so fühlen dürfen. Dabei muss es wirklich jeder mal erlebt haben.
    Jeder Tag ist ein Geschenk... Vor allem in der Liebe.
    Nette Grüße, Sandra
    Bewege die Schranken,
    die dich beschränken;
    und du wirst beweglicher
    denn je.

  11. #11
    Registriert seit
    Oct 2003
    Ort
    vorübergehend in Neuseeland
    Beiträge
    175
    Hallo Füllertintentanz,

    Dein Gedicht überzeugt mich aufgrund seiner Bilder. Vor allem die Strophe

    "ich falle immer tiefer in dich hinein.
    Falle
    wunschlos
    ins Bodenlose
    und lande im Frieden unserer Liebe."

    hat es mir angetan. Du beschreibst das rare Gefühl, voll des Glücks in seiner Liebe aufzugehen wirklich gelungen.

    Dass Du die Form etwas vernachlässigt ist okay, wobei ich mir durchaus vorstellen kann, dass es durch geordnetere Zeilen noch gewinnen könnte. Wenn Du die Form wirklich richtig einsetzt, ist sie nicht mehr Zwang oder "steife Willkür", wie Du schreibst. Wenn Inhalt und Form richtig zusammenlaufen, verwandeln sie die Worte in einen noch eindrucksvolleren, stärker nachklingenden und wirkenden Text.


    es grüßt freundlich
    moschdi

    "Alle Glut und alle lebendige Frische reichen nicht aus, es mit den himmelstürmenden Traumgebilden aufzunehmen, denen ein Männerherz fähig ist."
    (aus "Der große Gatsby")



    Die wahre Liebe, Sonnengelb, Einsamer Weg, Asche, Seltsam abgeglitten, Treibholz, Überwunden, Kind des Schattens, Flügel-Faktoren, Dürre, Die Probe, Nachtmelodie, Leblose Lichterstadt, Überbleibsel, Eiskristallblau

  12. #12
    Registriert seit
    May 2005
    Beiträge
    66
    Guten Abend Sandra,

    "Doch wer diesen Text nachempfinden kann und ihn auch mit Herz liest, der wird das Gedicht in ihm entdecken."

    ... genau, und wer das nicht kann, ärgert sich darüber, dass du, obwohl du, deinen anderen Gedichten zufolge, sehr wohl weißt, wie man es richtig macht, daraus keine Kurzgeschichte gemacht hast. Mit einem Gedicht hat es vielleicht durch deine rosa Brille betrachtet etwas zu tun - ansonsten fehlt ihm jedes Merkmal. Die Tatsache, dass du es völlig willkürlich in irgendwelche Strophen teilst, finde ich erschreckend. Das scheinst du eigentlich nicht nötig zu haben.

    Hast du Angst davor, irgendwelche Gefühle von dir nicht in Form eines Gedichtes unter die Massen zu bringen, so dass du es unbedingt in so eine Wurstpelle pressen musstest?

    ich bin durchaus sabe's Meinung. Ansprechende Lyrik ist etwas anderes, aber immerhin hast du wieder ein paar Lakaien der Schlapperlapappunterhaltung aufgescheucht.

    Liebe Grüße,
    Toni


  13. #13
    Registriert seit
    Apr 2004
    Beiträge
    860
    aber immerhin hast du wieder ein paar Lakaien der Schlapperlapappunterhaltung aufgescheucht
    Das klingt irgendwie verbittert.
    Und unfreundlich.
    Was ist los?

  14. #14
    Registriert seit
    May 2005
    Beiträge
    66
    Tatsache? Warte, das kann ich besser:

    ... aber immerhin hast du wieder ein paar "nette" Menschen aufgescheucht. Zufrieden?

    Toni

  15. #15
    Registriert seit
    Apr 2004
    Beiträge
    860
    Naja, wirklich zufrieden nicht. Es klingt immer noch verbittert. Aber zumindest ist ein großer Teil des Unfreundlichen raus und durch Ironie ersetzt.
    Ich wünsche Dir auf alle Fälle, dass Du nicht zu sehr von solchen Gefühlen in Deinem hoffentlich vorhandenen Glück beeinträchtigt wirst.

    liebe Grüße,
    Flam

Was dich vielleicht auch interessieren könnte:

  1. Vergeblicher Vogelflug
    Von almebo im Forum Humor, Satire und Rätselhaftes
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 14.06.2014, 17:07
  2. Versteinerte Worte - Versuch über moderne Lyrik
    Von wintervogel im Forum Nachdenkliches und Philosophisches
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 03.01.2012, 18:15
  3. Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 18.10.2010, 16:23
  4. Versuch, "Das gewisse Etwas" zu fassen
    Von Jungblut im Forum Archiv
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 03.03.2003, 01:01
  5. Die etwas andere Idee - DER VERSUCH
    Von Metapher im Forum Archiv
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 10.02.2003, 21:54

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  

Anmelden

Anmelden