Thema: Die Herrin

  1. #1
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    In Gemächern voller Pracht und Zierde
    ruht sie sanft und weich auf Purpurkissen
    Sklaven eilen, ihre Wünsche ahnend,
    bringen Feigen, Wein und Sykomoren

    Sie kennt keine Liebe,nur Begierde
    Schweigend wahrt sie ihr geheimes Wissen
    Niemand kennt sie; still die Sterne fragend
    will sie nun ihr Schicksal endlich sehen

    Saphire glänzen, Tempelhuren tanzen
    wie wild im Rausch der Nacht, Astarte gleich;
    Galbanum, Styrax, Harze aller Art
    verbreiten Wohlgerüche durch die Räume

    In ihren Gärten blühen schöne Pflanzen
    Des Reichtums Glanz schmückt stolz ihr kleines Reich
    Auf Seide bettet sie sich räkelnd zart
    doch seufzend, nur die Herrin ihrer Träume.

    "Säufer des schweren Saftes, versiegelt im durchsichtigen Bernstein ihrer Träume." William S. Burroughs

  2. #2
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    Es ist, glaube ich, das erste mal, dass ich das schreibe: Aber, mir fehlen die Reime. Nicht weil ich sie für ein Gedicht als unerläßlich erachte. Im Gegenteil, oftmals bedarf es ihrer nicht. In diesem Fall, d.h. mit dieser Thematik, diesem Aufbau, dieser Wortwahl, drückt sich meiner Meinung nach allerdings nur Faulheit aus, sich reimender Worte zu bedienen.

    Diesem Geiste folgend, kommentiere ich daher auch nicht mehr, als unbedingt notwendig ist.

    Gruß,

    bet

  3. #3
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    Lieber bet,


    vielleicht hättest Du etwas genauer schauen sollen? Sie fallen nicht sofort ins Auge, aber die Reime sind doch vorhanden:

    abx'x² abx'x² cdef cdef, wobei x' eine Assonanz ist.

    Finde ich sehr schön, weil es mehr ein Bekanntheitsgefühl denn ein Wiedererkennen verursacht.


    Liebe Grüße
    Anke


    Lieber Nocturnal,


    ich habe mir Dein Gedicht schon vorgemerkt. Du hörst dann a.o. von mir , ich hoffe, ich scheitere nicht.


    Liebe Grüße
    Anke

    [Geändert durch therzi am 30-05-2005 um 15:47]

  4. #4
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    Hallo therzi!

    Du hast vollkommen recht. Mit dem Hinsehen und den Reimen!
    Ich sollte einfach niemals schreiben, es fehlen Reime, dann kann man sich auch nicht so blamieren. :o)

    Nun muß ich gedemütigt eingestehen, Noctrunal, daß ich der Größe Deiner Kunst einfach nicht gewachsen bin und enthalte mich weiterer Kommentare.

    Schönen Gruß,

    bet

  5. #5
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    Hm, hallo bet,


    habe ich Dich jetzt von dem Gedicht "wegverärgert"? Dein ironischer(?) Ton lässt mich das vermuten und das täte mir leid.


    LG Anke

  6. #6
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    Hallo bet,
    das Reimschema,das ich verwende,führt dazu,daß man die Reime glatt überlesen kann.Ich verwende es trotzdem gerne.Reime verleihen einem Gedicht seinen Wohlklang,lassen es aber gleichzeitig gekünstelt wirken,da nun mal niemand in Reimen spricht.Außerdem muß man beim Paar- und Kreuzreim schon in der nächsten oder übernachsten Zeile einen Reim finden,was einen auch inhaltich einschränkt.Das versuche ich eben zu vermeiden.Trotzdem:Wenn du eine Kritik schreibst,solltest du das Gedicht nicht flüchtig überfliegen,denn sonst übersiehst du leicht etwas.Therzi hat dich nur darauf aufmerksam gemacht,daß doch Reime vorhanden sind.Deshalb verstehe ich deinen leicht sarkastischen zweiten Beitrag nicht so ganz.

    LG,Nocturnal
    "Säufer des schweren Saftes, versiegelt im durchsichtigen Bernstein ihrer Träume." William S. Burroughs

  7. #7
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    Mein unverdientes Ansehen in Euren Augen ehrt mich. Aber anders als sonst in meinen Kommentaren, findet sich in dem letzten nur Anerkennung und kein Sarkasmus wieder.

    Es mag übertrieben formuliert wirken, ok, aber inhaltlich vollkommen ernst gemeint.

    Dem nächsten Gedicht von Dir, widme ich dann aber meine volle konzentration und enthalte mich der Kritik oder werde wieder gnadenlos sarkastisch.

    Nix für ungut im voraus :o)

    Liebe Grüße,

    bet

  8. #8
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    Hey ein tolles Gedicht. Es ist ein wunderschönes Bild, das keines Kommetars Bedarf. Auch die formale Umsetzung ist sehr gelungen.

    Gruß

    demon17
    O ein Gott ist der Mensch, wenn er träumt, ein Bettler, wenn er nachdenkt, und wenn die Begeisterung hin ist, steht er da wie ein missratener Sohn, den der Vater aus dem Hause stieß, und betrachtet die ärmlichen Pfennige, die ihm das Mitleid auf den Weg gab.
    Friedrich Hölderlin

    Dead Poems
    Höllenlyrik

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