1. #1
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    Felsbrocken stemmen sich aus der Erde, ein lautes Beben. Geröll fliegt und schmeißt sich durch die verstaubte, verrauchte Luft. Explosionen vernichten Strukturen der Natur, aber nur um sie neu zu erschaffen, die Evolution zu wiederholen. Und dann fliegt ein Adler durch dieses Treiben, er blickt. Er sieht die Gewalt mit der sich die Natur ihren Weg durch sich selbst bahnt, sich selber bekämpft und versöhnt. So streift er schnell durch die Lüfte, kann kaum Etwas sehen, aber er ist fest davon überzeugt, dass er dieses Abenteuer durchstehen muss, es erleben muss. Die nackte Natur schafft sich auf ein neues, schafft neue Seen und Gewässer, Wälder können sprießen, Berge ragen majestätisch aus der Erde und ein kleiner besonderer Fels, wie geschaffen für den Adler und er landet. Landet und überblickt des Lebens zweite Geburt, ein Neuanfang und wie er da nun so ruhig hockt und starrt sieht er Etwas kleines immer näher auf ihn zu kommen, mit langsamem Schritt: es ist ein Mensch.
    Es ist ein Mensch kräht er entsetzt und fliegt davon.
    Erkennen selber braucht einen Augenblick, die Erkenntnis auszudrücken ein Leben.

  2. #2
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    Willo, dies ist aber eine sehr hohle Kreation, die Du da zusammengeschustert hast. Du hast schon viel besser geschrieben, viel besser Deinen Gedankeninhalt modelliert.

    Hier hast Du etwas aufs Papier geplatscht, ohne Dir auch nur etwas Mühe bei der Wortwahl zu geben, z. B. Geröll schmeißt sich - schmeißen ist ein Umgangswort der untersten Stufe.

    Und wenn Du schon das Bild des Adlers für Deine Gedanken verwenden willst, hättest Du Dich vorher mit diesem Tier beschäftigen sollen. Ein Adler würde niemals durch ein Treiben, wie Du es schilderst, fliegen. Wie viele andere Tiere auch, ahnt er eine Katastrophe im voraus und schwingt sich so hoch in die Lüfte, dass er nicht mehr in Gefahr sein kann. Er würde zudem nie auf einem kleinen Felsen hocken. (Ein Felsen ist niemals klein - sonst ist es ein Felsbrocken). Der freie Vogel sitzt nur in schroffen Wänden, an die sich nur ausgesprochen gute Kletterer heranwagen. Und selbst hier würde er sich nicht niederlassen, wenn er nicht vorher die Umgebung auf Störungen genau abgesucht hätte. Nur brütende Vögel sind abgelenkt. Und wenn der Mensch dann sehr geschickt ist, kann er in die Nähe des Horstes kommen. Und - ein Adler kräht niemals - er ruft!

    Ich kann Deinen Eifer ja durchaus verstehen, dass Du dringend Deine Meinung loswerden willst. Aber Du hättest es - sogar unter gleichem Thema - sehr viel geschickter anstellen können. Die Wortwahl macht es, und nicht die lautstarken Bilder, die zudem sehr unrealistisch wirken. (Mit der Rechtschreibung und den Zeichenregeln hapert es zudem sehr.) Wenn man eine Protestnote dieser Art in die Öffentlichkeit tragen will, überlegt man seine Formulierungen gut. Klein, aber fein, durchdacht und Ziel gerichtet; das solltest Du von den Mods lernen!

    Tut mir Leid - dieses Mal hast Du voll 'daneben gehauen'.

    N.

  3. #3
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    Ok alles klar!
    Ich glaube du hast Recht.
    Da merkt man doch den riesen Unterschied zwischen einem Text, der ma so eben dahin geschrieben wird und einem der aus dem Herzen kommt.

    MFG Willo
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  4. #4
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    Hallo Willo,

    Nja, wirklich keine Glanzleistung, aber mir gefällt der Ausdruck "Geröll schmeißt sich" eigentlich sehr gut, Personifizierung eben...
    Hm, Du hättest natürlich zuvor Nomens Adlergedicht lesen müssen... aiaiai*gg* - da hättest du einen Großteil über diese Tiere erfahren!
    Also so "voll daneben" find ichs aber persönlich nicht, zwar nicht den Brüller, aber vielleicht kannst Du das Ganze ja nochmal in eine andere Geschichte einbringen...

    Liebe Grüße,
    Kathi

  5. #5
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    @Kathi
    @Willo

    Kathi, Geröll kann sich nicht selbst schmeißen. Es wird geworfen - von jemandem, der die Kraft dazu hat.

    Kathi, wenn Du Willos Text etwas intensiver gelesen hättest, hättest Du gemerkt, dass er sich mit meinen Versen - zumindest oberflächlich - auseinandergesetzt hat.
    Aber ich stimme Dir zu. Wenn Willo die angesprochene Problematik in einer neuen Geschichte verarbeitet, wäre das nicht schlecht - obwohl - es gibt schon so viele Kreationen, die eigentlich diesem Ausdruck nicht genüge tun. Aber Willo wird's schon machen. Ich bin auch gerne bereit, mich mit seinem Eintrag zu befassen, und gegebenenfalls korrektive Vorschläge zu machen.

    Willo, ich freue mich auf Dein nächstes Werk!!!


    *gl*

    N.


  6. #6
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    @Nomen
    *räusper* ja gut eh, das ist mir dann wohl entgangen
    Meine Güte Nomen, sogar in der Weltliteratur werden Dinge personifiziert und Menschen verdinglicht! Das ist ein literarischer Kunstgriff und stärkt hier nur die Intensivität von Willos Weltneuerschaffung! Es passt ja auch gut hier hinein, schließlich weiß bis jetzt kein Mensch, was nun der Auslöser war, dass überhaupt unser Planet entstanden ist...

    @Willo
    Wie gesagt, ich seh das anders als der Chirurg, mir gefällt das so! Lass Dich nicht unterkriegen!

    Liebe Grüße,
    kathi

  7. #7
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    Ich bin mir selber bewusst, dass dieser Text keine Glanzleistung darstellt. Ein völliges Danebengreifen sehe ich hier aber trotzdem nicht. Daher danke ich euch beiden, weil beide Meinungen bzw. Kritiken doch passend sind. Mit der Personifizierung hat Kathi meiner Meinung nach Recht.
    Geröö schmeißt sich eben darum selber, da es eine innere Evolutionskraft in sich zu haben scheint. Ich denke nicht, dass das falsch ist.

    MFG und Danke Willo
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