1. #1
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    Ihr glaubt ich sei taub,
    ihr denkt ich bin blind.
    Ihr meint ich bin dumm,
    doch ihr seht mich einfach nicht.

    Du denkst das du mich kennst,
    du denkst das du alles weißt,
    doch am Ende bist du der, der rennt,
    sich am liebsten in den Hintern beißt.
    Du glaubst du bist der Gott,
    du glaubst du kennst dich aus,
    im laufen bist du aber flott,
    bist dann auch schnell zu Haus.

    Du glaubst ich sei taub,
    du denkst ich bin blind.
    Du meinst ich bin dumm,
    doch du siehst mich einfach nicht.

    Er hat meine Gefühle benutzt,
    sich über mich lustig gemacht.
    Nun ist sein Herz beschmutzt
    und der Schmerz kommt jede Nacht.
    Er dachte ich sei schwach,
    ich lasse mir alles gefallen.
    Doch die Schwäche lies nach,
    jetzt sieht er, wie sich die Fäuste ballen.

    Er glaubt ich sei taub,
    er denkt ich bin blind.
    Er meint ich bin dumm,
    doch er sieht mich einfach nicht.

    Ihr glaubt ihr seid stark,
    ihr besitztet Macht.
    Der Hass fährt euch ins Knochenmark,
    kein Wunder das ihr Nachts durchwacht.
    Der Hass entsprang der Liebem
    die ich für euch empfand.
    Statt der Liebe gibt es nur noch Hiebe,
    ich sah im Geiste wie ich vor eurem Grabe stand.

    Ihr glaubt ich sei taub,
    ihr denkt ich bin blind.
    Ihr meint ich bin dumm,
    doch ihr seht mich einfach nicht.

    Der Schmerz ist jetzt vergangen,
    meine Worte mögen in euch brennen.
    Ihr braúcht nicht mehr zu bangen,
    mein Herz wird sich von euch trennen.
    Ich werde euch auf ewig lieben,
    ich werde euch auf ewig hassen,
    doch mein Leben wird nicht mehr daran versieben,
    es wird euch von mir gehn lassen.

    Glaubt was ihr wollt,
    denkt was ihr denkt,
    meint ich bin dumm,

    Aber ihr habt mich gesehen.
    Flieg kleiner Engel, flieg dahin. Wende dein Gesicht gen Horizont und folge dem Sog der kalten Sonne. Meph

  2. #2
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    Schön, schön. Mir gefällt es. Nur eine klitzekleine sache stört mich. Bei der ersten strophe (kommt ja regelmäßig vor) stört mich die letzte zeile. Dier ersten drei zeilen finde ich, dass es sich cool anhört. Aber das letzte passt irgendwie nicht zu den kurzen zeilen. Die letzte ist einfach zu lang. Hört sich dann nicht so schön an.
    "No!" said Margo. "You have only
    lived next door
    for fifty years."
    "Sixty," said Mitchell.
    "Fifty, sixty. What's the difference?"
    said Margo. "I want you to stay
    next door forever."


    Feel my heart is breaking
    Think I lose my head
    Singing all the love songs
    Never go to bed

  3. #3
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    Ich finde die vierte Zeile in der ersten Strophe ganz gut. Es wird gleich klar, worum es geht. Ich finde die Reime teilweise unbeholfen. Es wirkt auf mich wie aufgezwungen: das Wort dient dem Reim. dadurch klingt es für mich stellenweise nicht so schön.

    Geht es um die Pubertät?
    Die Wölfin

  4. #4
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    Man könnte so meinen das es um die Pubertät geht!
    Naja eigentlich geht es mehr darum, das ein Mensch von keinem beachtet eher betrachtet wird...und das nunmal negativ, wie es einfach heutzutage beinahe "normal" ist, nur das dieser Mensch sich dann wehrt und sie ihn sehen, merken und akzeptieren. Zumindest für ein einziges Mal.

    Ich weiß das es teilweise unbeholfene Reime sind.
    Es gefällt mir so gut, gerade weil es seine Fehler hat.
    Ich habe es bereits vor Jahren geschrieben, damit etwas sehr wichtiges für mich verarbeitet. Aber hierher habe ich es gesetzt um auch mal die Meinung anderer dazu zu bekommen, und ich bin froh das ich diese bekommen habe.
    Dafür danke ich!

    Flieg kleiner Engel, flieg dahin. Wende dein Gesicht gen Horizont und folge dem Sog der kalten Sonne. Meph

  5. #5
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    Mephistonia, schade, dass du deine Interpretation schon geliefert hast. Meine ist die Kombination von S8 Z7/8 in Verbindung mit dem Satz unter dem Gedicht, das du gut formuliert hast. Ich kann mich beim Lesen eines Lächelns nicht erwehren.

    Liebe Grüße


    N.

    [Geändert durch Nomen am 04-06-2005 um 23:59]

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