1. #1
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    Wenn tausend liebliche Gedanken
    sich um das Geheimnis Liebe ranken
    Und die sich öffnenden Knospen
    Der Gedanken Zärtlichkeit kosten

    Lass die Gedanken entschweben
    Sodass neue Eindrücke sich weben
    Ein ewig neu entstehender Weg
    Auf dass die Liebe ihn mit uns geht

    Setze dich einen Moment hernieder
    Schließe die Alltagsschweren Lider
    Lass eine Blumenwiese entstehen
    Auf ihr wollen wir uns ewig drehen

    Setz deinen Kuss auf diese Wange hier
    Sollt ich alles verlieren, ER gehört mir
    Wird durch schwere Zeiten mich tragen
    Durch Verluste, und der Liebe Plagen
    Ganz neu und
    noch zu kritisieren:

    Am Totenbett
    Die Vogelscheuche

  2. #2
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    Hey, vom Inhalt find ich es ganz gut, doch der Paarreim wirkt ziemlich infatil in diesem Gedicht. Und auch die Metrik stimmt nicht so ganz.... Es ist sehr schwer zu lesen
    Also Versuch die Metrik noch gleichmäßiger zu gestalten.

    Lg Rena
    Träumer haben vielleicht keinen Plan...

    ...aber Realisten haben keine Visionen

    meine neusten Gedichte:
    Drachen Phantasie---Todesahnung
    Wieder zurück
    Kurzgeschichten:
    vergänglicher Schmerzmenschliche Physik
    Might of Fairy

  3. #3
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    Tja, bei der Metrik muss ich dich enttäuschen. Die kann ich nicht beeinflussen, da ich seit knapp einem Jahr taub bin, und das Schemata nicht mehr hören kann.
    Ganz neu und
    noch zu kritisieren:

    Am Totenbett
    Die Vogelscheuche

  4. #4
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    Hallo Ashitaka,

    inhaltlich erinnert mich dein Text ein wenig an diese alte Kamelle: "Mach' mir doch kein' Knutschfleck, alles nur kein'n Knutschfleck. So'n Fleck hat nur den einen Zweck, der Knutschfleck bleibt und du bist weg." - nur in umgekehrtem, positivierten Verständnis.

    Er hat metrische Schwächen, die mein Ohr stören und die ich dir gerne nenne, falls du sie tilgen möchtest. Ansonsten ist er rhetorisch durchaus gut strukturiert. Die Reime wirken, da gebe ich meiner Vorrednerin recht, durchaus infantil, jedoch stört dies mein Empfinden nicht, da es sich in die Tendenz zur Naivität fügt, die der Darstellung dieses Themas sicher eigen ist.

    Ein Ungleichverhältnis besteht zwischen der Anfangsstrophe, die einen Konditionalsatz vorgibt und der darauffolgenden Anhäufung von Imperativen. Diese Häufung von (ich übertreibe) egoistischen Befehlen, paßt in meinen Augen nicht ganz zur lieblichen Atmosphäre, die der Text sicher vermitteln soll. All das Rosige, Frische, Jugendliche dieser Liebe ertränkt sich darin und hinterläßt das Bild einer geifernden, alten Vettel. Die Aufforderung zum Kuß auf die Wange, die im übrigen sehr wirkungsvoll und schön ist, hätte in meinen Augen genügt. Der Rest (S2+3) erscheint dagegen als blasses und bloßes Füllmaterial, wertloser Tand, der den Text zu strecken versucht.

    __________
    ps.: Wegen deiner Taubheit eine Frage, deren Direktheit du mir hoffentlich nachsiehst. Wenn du "erst" seit einem Jahr taub bist (mein Beileid), kannst du dich dann nicht mehr an den Sprachklang erinnern? Immerhin benutzt du auch Reime, auch diese haben vornehmlich klangliche Wirkung. Meinst du nicht, daß du dich durch denselben Instinkt auch an Betonungsfolgen erinnern könntest? Die Wortbetonung ist ja eigentlich eine sehr natürlich Sache. Hörst du, wenn du leise liest, durch die Taubheit auch keine innere Stimme mehr?

    [Geändert durch levampyre am 30-05-2005 um 21:32]
    --LeV

    Man sollte keine Dummheit zweimal begehen, schließlich ist die Auswahl groß genug. ~ J.P. Sartre

  5. #5
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    Ach so, noch ein Nachtrag, sorry.
    Die "alltagsschweren Lider" sind bestimmt durch ein Adjektiv bestimmt. Dieses sollte klein geschrieben werden.
    --LeV

    Man sollte keine Dummheit zweimal begehen, schließlich ist die Auswahl groß genug. ~ J.P. Sartre

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