An den Einsamen

Es ist schwül,
wird bald gewittern,
verborgne Ängste
mich durchzittern.

Jetzt regnet es,
es soll mich nicht beschweren,
der grauen Nässe
werd’ ich mich erwehren.

Fürchtest du dich
vor Gesichtern?
Wirst du langsam
menschenscheu?
Fürchte dich vor
Bösewichtern,
doch bleibe stets
dir selber treu!

Bedenke wohl,
du bist nicht einsam,
du lebst gemeinsam,
ob du auch meinst,
du seist allein,
du bist es nicht,
kannst es nicht sein.

Es ist schwül,
verborgnes Gefühl
menschlicher Nähe
versucht mich.