1. #1
    Registriert seit
    Feb 2003
    Ort
    Leipzig
    Beiträge
    8.612

  2. #2
    barfly Guest
    hallo micha

    also ich bin begeistert, von der idee und auch die botschaft, die drin steckt. ich möchte nicht zuviel verraten, indem ich jetzt zu viel schreibe, um anderen nicht den spass und lesegenuss zu verderben.
    einfach großartig.

    gruß
    barfly

  3. #3
    Registriert seit
    Jan 2003
    Ort
    An der Elbe
    Beiträge
    11.767
    Wow, echt gut, toll, super, wunderbar.
    Nur bleibe ich bei Doch har... hängen und finde nicht weiter. Aaaargh. Bis dahin habe ich es geschnallt, wohl mehr durch Glück
    Ha, hab's gerade geschnallt

    Wirklich hervorragend
    Das hier ist meine Signatur und ich bin stolz darauf.

  4. #4
    Registriert seit
    Feb 2005
    Ort
    Starnberg
    Beiträge
    1.621
    Fantastisch!
    In Großbuchstaben und mit mehrfachen Satzzeichen, am besten.
    Ich wußte noch, wie man es malt, trotzdem habe ich an der Stelle mit einem har-har-har gerechnet (fehlte nur das "Mua" davor). Ich bin beeindruckt.

    Liebe Grüße
    Anke

  5. #5
    Registriert seit
    Jan 2005
    Ort
    Schweiz
    Beiträge
    364
    Wirklich sehr schön geschrieben und gesagt .

    Vor allem auch der geistreiche Scheinwiderspruch ich sehe.. wie die Welt scheinbar unbemerkt... gefällt mir.

    Sehr gern gelesen

    Grüsse Andvari

  6. #6
    Registriert seit
    May 2005
    Beiträge
    391
    Eine nette kleine Abwechslung! Beim Wortteil gegenüber von 'och' bin ich hängen geblieben. Stimmt das 'bem'? Ansonsten ist alles gut lesbar. Der Inhalt hat mich traurig gemacht. Ich glaube nicht, was Du über Dich schreibst.

    N.

  7. #7
    Registriert seit
    May 2005
    Beiträge
    118
    Gefällt mir auch total gut!!!
    @Nomen, das "bem" stimmt, es heißt "und laBE Mich..."

    Liebe Grüße,
    Kathi

  8. #8
    Registriert seit
    May 2005
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    23
    klasse idee!

    aber an einer stell ebin ich auch hängen geblieben .. da lese ich:
    Doch har reich in ihr wie ein Stein und ....
    udn dat versteh ich nciht...

  9. #9
    Registriert seit
    Dec 2004
    Ort
    München
    Beiträge
    836
    doch harre ich in ihr wie ein Stein

    P.S finde es auch klasse

    [Geändert durch question am 01-06-2005 um 22:39]

  10. #10
    Registriert seit
    Feb 2004
    Ort
    Berlin, PrenzlBerg
    Beiträge
    1.812
    Die Idee finde ich sehr schön und wer sich mit Kritzeleien auskennt, der erkennt sehr schnell, wie dieser Text funktioniert. Doch warum das Nikolaushaus, frage ich mich.

    Es geht freilich um das Erkennen des in die Welt geworfen Seins (@Nomen: Micha und das lyr. Ich sind nicht identisch). Dieses Geworfen Sein ist ein poetisches, da der Weltschmerz an der Wortnahrung getröstet wird und somit wieder zu einem sehr optimistischen und hoffnungsvollen Ende führt. (Anstatt "laben mit den Worten" hätte ich "laben an den Worten" erwartet; "mit" trennt die Worte so sehr vom lyr. Ich, als wären sie ein zweites Subjekt).

    Dies nun in einer Form eines Hauses. Das Haus steht für Geborgenheit, für Heimat, aber auch für das durch Menschenhand geschaffene Künstliche. Dieses Haus hat zwei Besonderheiten, erstens ist es eine Einbahnstraße (es gibt nur bestimmte Punkte, an denen man ansetzen kann und bestimmte Wege, die man gehen darf, um ans Ziel zu kommen) und zweitens ist es das Haus des Nikolauses, wekct also durchaus weihnachtliche Assiziationen ethischer Nächstenliebe.

    Der Text selbst bleibt jedoch gänzlich in einer singulären Subjektivität gefangen. In gewissem Sinne spricht daraus auch Einsamkeit, nicht Gemeinsamkeit und auch sicher nicht Geborgenheit.
    --LeV

    Man sollte keine Dummheit zweimal begehen, schließlich ist die Auswahl groß genug. ~ J.P. Sartre

  11. #11
    Registriert seit
    Feb 2003
    Ort
    Leipzig
    Beiträge
    8.612
    Hallo.

    Ich wollte Euch allen herzlich für die Kommentare danken und freue mich, dass dieses "Kinderspiel" in dieser Form so viel Anklang findet. Schlussendlich geht es ja um das alte Malspiel, welches hier dazu dient, eine Leserichtung vorzugeben. Und damit komme ich auch gleich zu Deiner Kritik, leva:

    Ich gehe einfach mal davon aus, dass Du dieses Malspiel kennst und weisst, in welcher Form es gezeichnet wird. In seiner Simpelheit erzielt es einen visuellen Effekt, den ich gleichzeitig aber als Hilfestellung zur "Entschlüsselung" nutzen wollte. Das dies nun ein Haus ist, ist so wie es ist. Es muss ja innerhalb dieser Zeichenschritte (1.das 2.ist 3.das 4.Haus 5.vom 6.Ni 7.ko 8.laus) malbar sein, damit dieses "Spiel" für Kinder verständlich wird. Somit steht also das Haus sowie der Nikolaus in keiner Bedeutung zum Gedicht sondern das Kinderspiel an und für sich.

    Wie Du dann richtig erkannt hast, ist dies hier ein Totschlagen der Zeit in der Welt. Dazu diente mir dieses kleine, uralte (??) Malwerk perfekt.

    Ich danke nochmals herzlich und wünsche einen schönen Dienstag.
    Micha

  12. #12
    Registriert seit
    Feb 2004
    Ort
    Berlin, PrenzlBerg
    Beiträge
    1.812
    Ja, ja, das Kinderspiel kenne ich, ebenso die sich daraus ergebende Grafik. Nun ist es aber so, daß man in allem, was sich als Kunstwerk ausgibt, nach einem Sinn sucht.

    Du sagst, du hättest dich für dieses Gebilde entschieden, um dem Leser die Richtung des Lesens vorzugeben, Haus und Nikolaus wären egal. Das ist sträflich! Denn deine Zwecke hättest du auf vielerlei andere Art und Weisen realisieren können, z.B. durch Ausrichtung der Buchstaben oder durch jede andere, x-beliebige, bekannte Form, z.B. ein Mäandermuster oder eine Spirale oder dergleichen. Inhaltlich passend wäre vielleicht auch eine Sanduhrform mit ausgerichteten Buchstaben oder dergleichen gewesen. Wenn nicht, warum richtest du deine Worte überhaupt als Figur im Raum an? Warum schreibst du sie nicht einfach hintereinander?
    Verstehe, was ich meine!

    Das Textchen ist als Spielerei sicher interessant. Aber an dem Punkt, an dem man als Leser feststellt, daß die optische Form, die du wählst, als Form keine Bedeutung für den Inhalt hat, verpaßt es als Kunstwerk zu überzeugen. Die Synthetik geht flöten, weil Inhalt und Sprache keine Verbindung zu ihrer Form aufweisen. Vielmehr wählst und nutzt du ein Mittel, ohne damit irgendein Ziel zu verfolgen, bzw. zwar ein Ziel zu verfolgen, dies aber mit einem x-beliebigen und nicht in besonderer Weise passenden Mittel zu tun.

    Kennst du die
    Gedichte, die ihre Zeilen völlig sinn-
    los irgend wo einfach
    umbrechen? Oder machen
    Inversionen, die scheinen zu haben, keinen
    Sinn. Da fragt man sich doch
    immer, warum machen die
    das, warum soviele sinnlose Enjambements und
    Inversionen?. Anwendung
    poetischer Mittel, ohne daß
    diese irgendeinem Zweck dienen. Einfach so und
    einfach so, entschwindet hier also auch
    das überzeugende Moment.

    Sicher weißt du auch, daß man ein Nikolaushaus auf viele verschiedene Weisen vollenden kann, ohne die Regel des Nicht-mit-der-Feder-Absetzens dabei zu brechen. Diese Vorgabe erfüllt dein Gebilde nicht, weil der Text nur Sinn ergibt, wenn man in der linken, unteren Ecke mit dem Lesen beginnt.
    --LeV

    Man sollte keine Dummheit zweimal begehen, schließlich ist die Auswahl groß genug. ~ J.P. Sartre

  13. #13
    Registriert seit
    May 2005
    Beiträge
    60
    Ich fasse mich mal kurz und schreibe einfach nur: Großartig.
    "Der Gott, der mir im Busen, kann tief mein Innerstes erregen; Der über allen meinen Kräften thront, er kann nach außen nichts bewegen."

    Goethe, Faust

  14. #14
    Registriert seit
    Feb 2003
    Ort
    Leipzig
    Beiträge
    8.612
    Danke, Eisstille.

    @levampyre:


    Aber an dem Punkt, an dem man als Leser feststellt, daß die optische Form, die du wählst, als Form keine Bedeutung für den Inhalt hat, verpaßt es als Kunstwerk zu überzeugen.
    Ich glaube, dass hast Du missverstanden. Inhalt und Form stehen hier sehrwohl in einer Beziehung. Das Haus als solches dient mir als Darstellung der Buchstabenfolge, die Form zum inhaltlich und auch malerischen Erkennen des Kinderspiels.
    Das das Haus ein Haus ist, ist hier ebenso wichtig, wie die Kuh eine Kuh ist oder das Boot ein Boot.

    Noch mehr Querverbindungen und Hintertürchen zum Nikolaus oder zu einem Haus als solches (abgesehen davon, dass ich finde, dass hier der Nikolaus in seiner eigentlichen Bedeutung absolut gar nichts verloren hat) würden dieses "Gedicht" für mich überladen. Denn man sollte auch nicht den Aspekt vergessen, dass hier u.a. dargestellten, mit welchen simplen Mitteln Zeit verbracht wird.

    Viele Grüße
    Micha

  15. #15
    Registriert seit
    Feb 2004
    Ort
    Berlin, PrenzlBerg
    Beiträge
    1.812
    Aha, danke für den letzten Satz. In dieser Hinsicht bekommt es dann also doch eine Bedeutung als Form für den Inhalt, die durchaus logisch und sinnvoll ist. Dann hatte ich deine Worte tatsächlich mißverstanden.
    --LeV

    Man sollte keine Dummheit zweimal begehen, schließlich ist die Auswahl groß genug. ~ J.P. Sartre

Was dich vielleicht auch interessieren könnte:

  1. Im Haus
    Von Dr. Karg im Forum Hoffnung und Fröhliches
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 25.09.2017, 10:34
  2. Das Haus am See
    Von wintervogel im Forum Natur und Jahreszeiten
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 30.10.2013, 21:59
  3. Das Haus
    Von Carina M. im Forum Liebe und Romantik
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 25.07.2012, 13:57
  4. Das Haus
    Von Hans Plonka im Forum Gesellschaft
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 06.10.2010, 12:20
  5. Das Haus
    Von Angelkiss1987 im Forum Liebe und Romantik
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 21.11.2004, 21:00

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  

Anmelden

Anmelden