1. #1
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    Während gelbe Sterne
    Jubelnd aus dem Herz gerissen
    Werden neue auf die Brust geschlagen
    Die sich durch den Nagel
    Tiefer auf dem alten Platze
    Langsam in die alte Höhlung schneiden

    Und auch wenn man das Gesicht
    Mit dem Skalpell geändert
    Hat man doch noch immer
    Daran hat sich nichts verändert
    Den guten, alten Vorwand

    Im Nachhinein geseh'n
    Nennt man ihn dann Greultat
    Und steckt ihn dann damit
    In ein neues Narrenkleid
    Anstatt ihn bei den Königen
    An der Tafel speisen zu lassen

    [Geändert durch Seraphin am 26-10-2005 um 19:18]

  2. #2
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    Neugierig was der Mückenzähler kann, schlug ich bei Ihnen nach. Und - fürwahr - ein besserer Dichter als DM offenbart sich hier. Doch finde ich ist da viel, viel mehr drin. Die erste Strophe ist klar und gut. Die zweite Strophe m.E. nocheinmal mit dem Hammer obendrauf, die erste noch verstärkend, aber nicht wirklich etwas neues hinzugefügt. Tja nun die Letzte: leicht resignierend im Ton und den dummen crumbotnik im dunkeln lassend und zwar vollkommen. Verdunkeln mag zwar Spaß machen, kann aber auch einfach nur nerven und ich finds schade ob des guten Starts. Eigentlich liegt in Ihrer Sprache mehr Dampf. Die dritte Strophe ist so hingezwungen, ohne Nachdurck wie als wüßte er nun nicht mehr wohin er eigentlich wollte. Nagut, Kaptiän, Sie müssen ja nicht jeden auf Ihre Reisen mitnehmen.

  3. #3
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    Diese durchgehende Metapher (heisst das nicht Aphorismus?)weiss von der Bildtiefe her zu überzeugen. Die Wortwahl ist wirklich ausgezeichnet.
    Greultat brauchst du übrigens nicht zu apostrophieren
    Um nach metrik zu schauen bin ich momentan zu verkatert, hole ich auf Wunsch aber gerne nach.
    Tu was du willst, das ist das ganze Gesetz - Aleister Crowley

  4. #4
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    Erst mal vielen Dank für eure Kommentare.

    @Demon_Wolf, vielen Dank für deine Verbesserung.
    Die Wortwahl ist wirklich ausgezeichnet
    Das freut mich zu hören
    Nach der Metrik musst du nicht schauen, dies ist eins meiner wenigen Werke, die keinem bestimmten Versfluss folgen, denn eine formale "Schönheit" stände dem Inhalt zu sehr im Wege. D.h. der Inhalt und die Form sollten sich ergänzen.

    @crumbotnik, schön von dir auch sinnvolle Beiträge zu lesen
    M.E. fügt die zweite Strophe etwas sehr wichtiges hinzu:
    nämlich die Art und Weise wie vorgegangen wird.
    Der "Dampf", wie du es so schön nennst, ergibt sich in Strophe drei auch nicht aus der Wort- sondern Inhaltsgewalt. Das du hier im Dunkeln stehst tut mir leid, war jedoch nicht Absicht. Ich denke nicht, dass die letzte Strophe dermaßen chifriert ist, als dass sie unlösbar ist. Da du sie aber nicht ganz verstanden hast; wie gelangst du zu der Erkenntnis sie sei "hingezwungen"?
    Trozdem schön, dass dir zumisndest S.1 u. 2 gefallen haben.

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