1. #1
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    Mensch was trägst du viele Hüllen,
    über deines Körpers Leib.
    Die oft gar kein’ Zweck erfüllen,
    sind nur Täuschung Trug und Neid.


    Trägst aus Trägheit deine Hemden.
    Hosen sind aus Ignoranz.
    Zweifelsbrillen die dich blenden.
    Und der Hut aus Arroganz.


    Taub und stumm sind deine Schritte
    morscher Unnatürlichkeit.
    Hörst nicht deiner Seele Bitte,
    die da fragt nach Menschlichkeit.


    Hast auch dein Gesicht geplättet.
    Faltenfreier Selbstbetrug.
    Alter wird auf neu gefettet,
    bis zum letzten Atemzug.


    Mensch was trägst du viele Narben,
    unter deines Körpers Kleid.
    Und spannst auf in vielen Farben
    weit den Schirm aus Selbstmitleid.
    Bewege die Schranken,
    die dich beschränken;
    und du wirst beweglicher
    denn je.

  2. #2
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    24
    Aus Zeitmangel mach ich es mal kurz:
    Starkes Gedicht mit ner Sprache die mir sehr gut gefällt das Thema perfekt eingepackt mit starken Metaphern geschmückt.
    Also gefällt mir sehr gut. Weiter so.

    Meta

  3. #3
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    Hallo Meta,
    es freut mich sehr, dass dir mein Text gefallen hat. Insgesamt ist es immer schön, wenn man überhaupt mal ein Feedback erhält.
    Liebe Grüße, Sandra
    Bewege die Schranken,
    die dich beschränken;
    und du wirst beweglicher
    denn je.

  4. #4
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    Jul 2005
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    4.366
    Hallo Füllertintentanz,
    obwohl ich schon ein "paar Tage" dabei bin, habe ich dieses Gedicht jetzt erst entdeckt.
    Sehr gut, wie Du den eitlen Menschen kritisierst,
    in Sprache wie in Bildern.
    So ein gutes Gedicht darf nicht so schnell nach hinten rutschen.
    Alles Liebe,
    Dana

  5. #5
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    Hallo Dana,

    es freut mich wirklich ungemein, dass ich dich mit meinen Texten ansprechen kann. Insbesondere freut es mich immer, wenn ich für schon etwas ältere Texte noch Kritiken bekomme.
    Auch dein Kommentar von gestern hat mir sehr geschmeichelt.
    Vielen Dank.

    Sei nett gegrüßt,
    Sandra
    Bewege die Schranken,
    die dich beschränken;
    und du wirst beweglicher
    denn je.

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