steh ich am morgen im ersten licht
das zitternd zwischen den birken bricht
ahn ich leise die bleibenden schmerzen
sterbende augen, die kälte der herzen

geh ich dann still an den menschen vorbei
am nachmittag so gegen halb zwei
hör ich leise das flüstern der stimmen
müde Gebärden, die staubig zerrinnen

und wenn die sonne sich langsam verneigt
ihr licht sich müd in den wipfeln verschweigt
seh ich in manchem fenster die nacht
ein düst'res Erkennen, ganz still und sacht

dann tauch ich ein in den dunklen traum
ich schau den verknöcherten lebensbaum
und spül mit schwarzem blut meine sorgen
im ginster fängt sich verstummend das morgen

und fühl ich am morgen das erste licht
das bebend zwischen den birken bricht
ahn ich die blühenden wiesen so weit
hinab in den kelch der ewigkeit