1. #1
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    Vergessen und verunreinigt
    wandern sie über den
    abgenutzten Asphalt der Sozialen
    jeder mit der eigenen Geschichte
    in hoffnungslosem Blick ohne Richtung

    Ob im Tunnel oder am Bahnhof
    spielen sie das Lied
    des aufgegebenen Schicksals
    leise ertönt die schwarze Musik
    stumm sind ihre im Schleier
    verhüllten Hörer

    Stigma ist sichtbar geworden
    asozial werden sie beschimpft
    und noch tiefer sinken die Blicke
    jener zum Leben verurteilt
    und vom Leben bestraft
    Verlassen wie Aussätzige
    suchen sie das Licht
    im Gesellschaftstunnel
    Ungewiß, ob sie es jemals finden

  2. #2
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    Hey Kata,

    also ich muss sagen,dass ein Gedicht nicht schlecht ist,da es zwar formell nichts überragendes ist,doch vom Sinn ziehmlich gut!!

    Ich frage mich nur,was das alles mit Stigmata zu tun haben soll!?Bitte kläre mich auf!

    MfG KoRny
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  3. #3
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    Hi,

    Formell = naja. Inhaltlich finde ich es okay. Allerdings frage auch ich mich, was Stigmata da zu suchen hat?? ergibt keinen wirklichen sinn. Selbst wenn du damit wahrscheinlich die "wunden" des Lebens aufzeigen willst..ist es verkehrt! Ich hoffe doch du weißt was Stigmata ist!!?
    Früher bin ich durch Äste geschwungen, heute träume ich davon es wieder zu tun. (Robert Frost)

  4. #4
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    Smile Straßenkinder

    Mit Stigma habe ich an Auffälligkeitsmerkmal gedacht, Abstempelung von Außenseitern.
    Ein erkennbares Zeichen mit der Notwendigkeit, daß die Gesellschaft (mich inbegriffen) sich die Gedanken macht, wie sie mit ihren Randbewohnern umgeht.

    Hoffe sehr, daß sie jetzt verstehen, was ich mit "Stigma ist sichtbar" gemeint habe.

    Liebe Grüße
    Kata

  5. #5
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    Huhu Kata,

    ich finde die Verwendung des Begriffes "Stigmata" in deinen Worten mehr als treffend. Dein Gedicht beschreibt mit jeder einzelnen Zeile nämlich nichts anderes als ein soziales Stigmata.
    Der Begriff hat so viele unterschiedliche Bedeutungen, ob es in der Religion, der Biologie, der Psycholgie, der Botanik oder wie hier im sozialen Bereich ist...
    Ein Auffälligkeitsmerkmal, Diskriminierung und Abwertung von Leuten, Gruppen, wie auch immer. Randständigkeit, gesellschaftliche Abwertung....all das ist in dem Begriff der Stigmatisierung zusammengefasst und wie ich finde sehr treffend und beschreibend in deinem Gedicht.

    Liebe Grüße, Fairy



  6. #6
    barfly Guest
    hallo kata

    auch mir gefällt es im großen und ganzen. ich habe aber auch ein paar anmerkungen zu machen.
    "verunreinigt" gefällt mir nicht. das wirkt seh klinisch und passt nicht zur straße. ich wurde hier eher "verdreckt" wählen.
    "asphalt der sozialen" - der sozialen was? als substantiv müsste es m. E. des Sozialen heißen. das würde, denke ich, aber keinen sinn machen.
    ich weiß was du mit stigma meinst. straßenkinder sind gesellschaftlich stigmatisiert, dadurch das sie kriminell sind, drogen nehmen und sich prostituieren müssen, um zu überleben. dieser punkt bleibt in deinem gedicht zu vage.

    "asozial werden sie beschimpft"
    ist das beschimpfen asozial, oder werden sie als asoziale beschimpft? hier bist du ebenfalls ungenau.

    ich finde das bild des gesellschaftstunnels nicht sehr passend. ein tunnel ist eng und weist eine direkte richtung. ist das so? ich denke nicht. gesellschaftsdickicht wäre vielleicht passsender und charakterisiert die unübersichtlichkeit und verworrenheit besser. - nur ein vorschlag.

    gruß
    barfly

  7. #7
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    Smile Straßenkinder

    Vielen Dank für eure Rückmeldungen

    @Barfly
    "Verdreckt" wollte ich extra nicht wählen, obwohl ich es so gemeint habe, es klingt mir irgendwie brutal und nicht poetisch.
    Asozial, ja asozial werden sie beschimpft.
    "Im Gesellschaftsdichicht" gefällt mir gut, wobei ein Tunnel auch ein Labyrinth sein kann, deswegen "Tunnel".

    Liebe Grüße an alle
    Kata

  8. #8
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    Hi,

    also ich muss ganz ehrlich sagen, dass mir "Stigmata" nach mehreren lesen, eigentlich doch als sehr passent scheint.
    Auch nach Erklärung deiner Seits. Hab woh einfach nicht wirklich versucht zu interpretieren.

    Also, nichts wie ungut!
    Früher bin ich durch Äste geschwungen, heute träume ich davon es wieder zu tun. (Robert Frost)

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