Thema: god is dead

  1. #1
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    gott existiert!
    (in den weichteilen der dummheit,
    im kapital des glücks,
    und in der angst vor veränderungen)

    würd ich in zwei momenten
    meinem blut den weg freimachen
    wäre mir gott unterlegen

    doch würd ich jetzt im lotto gewinnen
    könnte ich ihm die eier schaukeln
    die ganze nacht
    Release Is Peace

  2. #2
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    mir bedarf es zur zweiten strophe noch an aufklärung.
    wenn du dich tötest ist dir gott unterlegen?
    und auch die dritte strophe scheint mir etwas rätselhaft.
    kannst du gott nur die eier schaukeln, wenn du im lotto gewinnst? lässt sich gott nur von reichen betatschen?

    und sehe ich das richtig, dass die letzte strophe nur mit dem kapital aus der ersten sinn ergibt? stellst du dich hier selbst als dumm dar?

    hoffe auf antwort, denn für den sarkastischen unterton kann ich etwas abgewinnen...
    "when the rain comes down
    would you choose to walk or stay?"
    -Walk Away, The Sisters Of Mercy

  3. #3
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    Guten Abend

    ein wirklich kleiner gott, der dem Autor da unterlegen sein soll.
    Wirklich klein und unbedeutend, was ich von dem Verfasser keinesfalls behauptet haben möchte.
    Mir ist aufgefallen, daß dieser Faden wohl eher gegen Gott und / oder gegen Religion genutzt wird,
    als einen Lob- und Respektfaden für IHN . Aber IHN juckt das gewiß nicht. Da hat ER weiß selbst
    besseres zu tun.
    Sprueche 16,16

    Ich wiege und messe meine Verse nicht !
    Ich kriege darum nicht hin, kein gut Gedicht


    Nichts ist so überflüssig an einem Gedicht wie dessen metrische Analyse!!!

  4. #4
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    ich meine das mehr aus einem modernen-artheistischen blickpunkt betrachtet.

    heutzutage glaubst du nur an gott, wenn du einen grund hast zu lächeln, ohne dabei die psychischen oder biografischen bedeutungen, als ursache für dein glück zu nennen.

    dann gibt es noch leute, die "aus prinzip" an gott glauben, was auch weiter nicht schlimm ist. doch prinzip heißt trotz und manchmal auch der bitteren wahrheit zum trotz, wenn der verstand gefragt werden sollte.

    wenn du soweit bist dich umzubringen hat gott verloren. zumindest aus der absicht dich gefügig zu machen. dann ist gott nur noch ein arschloch, der nur den anderen hilft.

    ich bestreite nicht das der glaube an gott menschen hilft.
    doch für mich ist die wichtigste frage: "kann ich mir glauben überhaupt leisten"

    wenn der glaube an gott den menschen hilft, ist das dann nicht viel mehr wie ein plazebo-effekt als die kraft die von einem übermenschlichen wesen oder einer mystischen energie ausgeht

    und wenn du dich dann nach oben gearbeitet hast, du von kopf bis fuß verliebt bist und zwei hübsche kinder hast, fragst du dich, selbst wenn dir religion vorher nie etwas bedeutete:
    "gibt es vielleicht doch einen gott, der mich hierher geleitet hat?"
    "muss ich gott danken, damit er mir nicht wieder alles wegnimmt?"

    das war die energie für meinen vers
    Release Is Peace

  5. #5
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    Ursprünglich eingetragen von NurEinJunge
    ich meine das mehr aus einem modernen-artheistischen blickpunkt betrachtet.

    heutzutage glaubst du nur an gott, wenn du einen grund hast zu lächeln, ohne dabei die psychischen oder biografischen bedeutungen, als ursache für dein glück zu nennen.

    dann gibt es noch leute, die "aus prinzip" an gott glauben, was auch weiter nicht schlimm ist. doch prinzip heißt trotz und manchmal auch der bitteren wahrheit zum trotz, wenn der verstand gefragt werden sollte.

    wenn du soweit bist dich umzubringen hat gott verloren. zumindest aus der absicht dich gefügig zu machen. dann ist gott nur noch ein arschloch, der nur den anderen hilft.

    ich bestreite nicht das der glaube an gott menschen hilft.
    doch für mich ist die wichtigste frage: "kann ich mir glauben überhaupt leisten"

    wenn der glaube an gott den menschen hilft, ist das dann nicht viel mehr wie ein plazebo-effekt als die kraft die von einem übermenschlichen wesen oder einer mystischen energie ausgeht

    und wenn du dich dann nach oben gearbeitet hast, du von kopf bis fuß verliebt bist und zwei hübsche kinder hast, fragst du dich, selbst wenn dir religion vorher nie etwas bedeutete:
    "gibt es vielleicht doch einen gott, der mich hierher geleitet hat?"
    "muss ich gott danken, damit er mir nicht wieder alles wegnimmt?"

    das war die energie für meinen vers
    sorry, wenn du dich umbringst, hast du verloren, und ich glaube nicht, dass es sich lohnt, das herauszufinden, denn danach kannst du nicht mehr zurück.
    warum eigentlich der aufruhr gegen ein gott, den du für nicht existent hältst ?
    gott ist keine krücke.
    überlege: falls es ihn doch gibt:
    hat er die welt gemacht
    und weiß jedes haar auf deinem kopf, kennt deinen schmerz und liebt dich.




  6. #6
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    Macht der Wohlstand nicht eher zu Atheisten als umgekehrt? Mir wird von meinen Eltern immer gesagt: "Aber wenn es dir dann irgendwann schlecht geht, dann wirst du doch in die Kirche kommen. Wenn es den Menschen schlecht geht, kommen sie immer zu Gott." Und wenn ich mich unter meinen christlichen freunden so umsehe, so kann mir fast jeder erzählen, was ihm mal Schlimmes passiert ist und wie er da dann Gott gefunden hat. Wenn man recih und dann auch noch glücklich ist, dann braucht man Gitt nicht mehr, dann hat man es geschafft. Aber wenn man ganz unten ist, ist die Hoffnung, dass es da irgendwen gibt, der immmer für dich da ist, plötzlich doch nicht mehr so egal und unüberlegt. Von daher widerspreche ich dem Inhalt deines Gedichts (und verabschiede mich nach Scheeßel, weshalb mein nächster Kommentar, falls du hierzu etwas sagen möchtest, länger auf sich warten lässt).

    Cailyn
    Demokratie ist ein Verfahren, das garantiert, dass wir nicht besser regiert werden, als wir es verdienen. -Georg Berhard Shaw

    Neueste Schöpfungen:
    Nächtliche, Belhanka - ein DSA-Gedicht, Al'Anfa - ein DSA-Gedicht, Die Nacht der Helden und Mondin

    Noch unkommentiert: Agapenklang

    Und hier sind sie alle versammelt.

  7. #7
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    @NurEinJunge: Warum redest du so über Gott, wenn du nicht an IHN glaubst? Bist du enttäuscht von IHM oder willst du andere auf diese Weise von deinem Standpunkt überzeugen?
    Ich glaube nicht, dass Gott dir unterlegen wäre, wenn du dir das Leben nimmst. Das wäre mehr eine Trotzreaktion gegen dir katholische Kirche, die Selbstmord als größte Sünde bezeichnet - und das hat wenig mit IHM zu tun. Trotzdem ist es den Versuch nicht wert, glaub mir.
    Und warum denkst du, du könntest Gott die Eierr schaukeln, wenn du ihm Lotto gewinnst? Weil du glaubst, ärmeren Menschen dann überlegen zu sein und selbst Gott spielen zu können? SEINE Macht ist unabhängig von Reichtum!
    Was mich interessieren würde: Warum ist die eigentliche Frage für dich, ob man es sich leisten kann, zu glauben???

    @querfeldein: Warum denkst du, dass man verloren hat, wenn man sich umbringt? Man kann es auch als Ausweg und Neuanfang sehen. Und bitte erzähl mir jetzt nicht, dass du das feige findest. Womit ich nicht sgaen will, dass es die einzige oder beste Alternative ist, aber ich verurteile niemanden dafür, das Recht habe ich nicht.

    @Cailyn: Man kann seinen Glauben an Gott auch verlieren, wenn es einem wirklich schlecht geht und IHN aus anderen Gründen (wieder)finden. das widerspricht übrigens auch dem Placeboeffekt, den querfeldein vermutet.

  8. #8
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    also ich verstehe sehr gut was du mit deinem gedicht sagen willst....

    @querfedlein:
    du glaubst doch nicht wircklich das Gott die Welt erschaffen hat!oder?

    Ich glaube persönlich nicht an Gott,da ich nur an Dinge glaube,die man mir beweisen kan.



    lg

  9. #9
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    Wo Beweise sind, braucht es keinen Glauben mehr.

    Der Text holpert, arbeitet sich aber durch ein ernstes Thema. Für mich zumindest: Ist Glaube die Frage des Zwecks? Glaube ich an Gott nur aus Furcht vor einer Strafe?

    Der Selbstmord kann durchaus als Sieg über Gott verstanden werden. Wenn man davon ausgeht, dass die Entscheidung über Tod und Leben göttlich ist. Durch den Akt des Selbstmordes wird man für sein eigenes leben mächtiger als Gott - ist zwar nur ein Trugschluss, aber einer, mit dem sich gut sterben lässt.

    lg/Peter

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