Thema: Das Testament

  1. #1
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    „Kann ein Esel tragisch sein? - Daß man unter einer Last
    zugrunde geht, die man weder tragen, noch abwerfen kann?
    Der Fall des Philosophen“

    Mein Wunsch, meine Hoffnung war nur ein Leben. Und was bekam ich?
    Kein Nur! Ein mehr Leben, ein Zuviel! Ich bin zuviel. Diese Zeilen sollen nicht schweigen, wie Menschen. Sie sollen sprechen wie Einsamkeit, meine Einsamkeit.

    Jetzt bin ich tot. Eine Welt ist gestorben und ich hoffe, dass eure Welten nicht ärmer wurden. Aber mein Leben war mir zu sehr Last und das Tragische daran: Ich hatte nichts Anderes. Aber ein Dasein zwischen Schrei und Stille, Meer und Wüste, Einsamkeit und den Anderen ist mir ein zu sehr schreiendes, zu sandiges, zu einsames Dasein, ein Sackgassensitzen.

    Ich war verflucht. Menschen, ihr kennt nicht das Gefühl, was ich kenne, nicht die Gefühle, die ich kannte. Nicht den Blick, der dich zerfrisst, nicht das zynische Grinsen, was dich umbringt. Ihr habt nicht diesen Druck, Etwas werden zu müssen, was ihr nicht werden könnt. Ich wollte Gott werden und vielleicht bin ich es jetzt.
    Aber ist Gott nicht der Unglücklichste. Alles zu haben, außer sich, weil er Alles ist?
    Unbeantwortet.

    Ich bin kein Christ, kein Heuchler. Aber ich bin ein Glaubender. Ich liebe Gott und er liebt mich. Das ist mein Dogma. Und das ist mein Zweifel, der da kommt und mich auslacht, mein Zugrundegehen.

    Das Einzige, was ich euch noch geben kann, sind meine Schriften. Bitte werft einen Blick darauf. Das ist mein letzter Wunsch.

    Ich habe so viel Tiefes gedacht, bin so oft gestorben, sodass mir mein Tod kein Neues ist. Was ist schon ein Tod, wenn du ihn immer wieder erlebst. Ich bin tief, wahnsinnig und das ist mein Fluch. Der Tod ist der Beweis? Vielleicht.





    Erkennen selber braucht einen Augenblick, die Erkenntnis auszudrücken ein Leben.

  2. #2
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    391
    Und wenn mein Problem ich bin?

    Willo, deine Frage könnte man eventuell mit 'Ja' beantworten.

    *gl*

    N.

  3. #3
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    Jan 2005
    Beiträge
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    Nee kann man nicht. Das wäre die Frage "Bin ich mein Problem?" Die Frage "Und wenn mein Problem ich bin?" würde man anders beantworten. Und zwar, wenn ich mein Problem bin muss ich resignieren bzw selbstmord begehen oder mit aller Kraft versuchen mich zu ändern.

    Aber es gibt hier um den text " Das Testament"
    Daher bitte ich diesen zu bewerten!

    MFGWILLO
    Erkennen selber braucht einen Augenblick, die Erkenntnis auszudrücken ein Leben.

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