Josef ist der leibhaftige Teufel. Josephine ist sein menschliches Schaf.


Josephine (betritt die Wiese, erhebt ihren senkenden Kopf):
Du alter Gaul! Gestohlen hast du mein Herz, meine Sinne sind gelähmt. Jesus! Ich beschwöre die Allmächtigen.
Fahre zur Hölle. Teufel, Dämon, Belzebub!

Josef (entgegnet ruhig, bedächtig) : Hah...die Hölle kannst du nicht bezwingen und sie nicht um Vernichtung meines Hauptes bitten. Dir bleibt die Hölle wie der Himmel verwehrt. Sie haben weder für dich Gehör, noch wirst du dort sein.
Dein gestohlenes Herz werden sie zerdrücken. Sie sperren es in eine Glaskuppel, um die Glaskuppel fügen sie Gitter herum. Das Jenseits entpuppt sich weder als Leid, noch als Freud.
Mein goldenes Stück! Was wirst du sein ohne deine Hülle, die du mit Tüll, Seide, Satin und anderen Stoffen zierst? Dein Schmuck verdirbt. Deine Haut so zart wie der Pfirsich des gesundesten Baumes vergilbt, verrunzelt, zerbeult. Das volle lockige Haar, das kräftig geschmeidig sanft über deine Schultern fällt, verliert zuerst an Glanz, es fällt dir einfach vom Kopf. Büschelweise, Ungnädig, erbarmungslos.

Josephine: Hör auf! Lass die Folter dieses Geschwätzs. Josef, hilf mir. Ich will Gebrauch von dem Trank machen von dem die ganze Welt spricht. Wie ich hörte, löscht er den Durst der Verzweifelten, dürstenden Seelen. Ein Schluck nur wird benötigt. Sein Glanz, das Feuer der ewigen Jugend durchdringt die Kehle, den Magen, fließt in alle Gliedmaßen, dringt in den Kopf, in die Haut, in jede Pore. Er wird s mir danken, jawohl! Mein Wunsch, meine Treue, den körperlichen Schatz zu behalten, mündet im unendlichen Glück.

Josef: Liebling, das gefällt mir und amüsiert mich zutiefst. Du sprichst von Treue, verpackst deinen herantretenden Pakt mit dem Teufel mit lieblichen Worten. Mein Blenden verzückt dein schwaches Fleisch.

Fortsetzung folgt