Nachtflucht

Himmelreichend -
halte mich
empor


Weisse Wolkenwälder lagen da. Still und Träume greifend. Unerforschtes Land. Du?
Manchmal, wenn es zu ruhig wurde, schwangen vereinzelte Klänge von Federlibellen durch die laue Abendluft.

Dein sanfter Atem
wärmt mich
auf


Bald schon verschwand die Sonne hinter den Hügeln und der Mond, dessen Gesicht an diesem Abend sogar zu lächeln schien, stieg auf. Vielleicht spiegelte er Deines, wer weiss.

Deine leuchtenden Augen
malen mir Welten
mit Seen


Und ich fiel. Vielleicht wolltest Du mich auffangen, doch Du tatest es nicht. Später, irgendwann in der Nacht, nahm ich meine Kleider und ging. Und kam nie wieder.