trügerisch

Leuchend wie nie spiegelte der Mond in dieser Nacht das Sonnenlicht. Gehauchte Worte lagen im nassen Gas neben schlafenden Halmen. Der flüsternde Wind liess sie zur Melodie der Nacht tanzen und die Träume kamen als die Zeit ging.
Die Schatten der ruhenden Linden malten Muster auf die Wiese, die zu dunklen Meeren verschwommen.
Der kleine See trug das Spiegelbild der Mondsichel zum Ufer, an dem dichtes Schilf wucherte.

Die Stille war trügerisch. Sie schlich zwischen den Monsterschatten unserer Leiber auf dem Bootsteg durch die kühle Luft und erfror.


[Geändert durch Finja am 12-06-2005 um 11:46]