Thema: Einigkeit

  1. #1
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    Aug 2004
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    700
    Unzensierte Leidenschaften
    brechen wild aus tiefen Seelen.
    Zärtlichkeiten legen sachte
    meine an die deine Brust.

    Körperwarme feine Glieder
    streichen über meine Beine.
    Immer wieder jagst du Schauer
    heißen Wohlbefindens auf.

    Totgeglaubte Fantasien
    leben auf - wie du in mir.
    Spüre wohlig deine Finger -
    schenke dir die gleiche Wärme.

    Gleiche Körper stürmen Liebe,
    tanzen jetzt in Einigkeit.
    Nie mehr überkommt uns Kälte,
    denn wir haben uns gefunden.


    für Olaja
    "Multiple exclamation marks", he went on, shaking his head, "are a sure sign of a
    diseased mind."
    (Terry Pratchett)

  2. #2
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    Hallo Littleshine!

    So stell ich mir ein erotisches Gedicht vor. Zarte Anspielungen, die verdecken und doch in der Fantasie alles öffnen.
    Bei mir öffnet sich das Bild eines Liebesaktes zwischen zwei Frauen. Es hat so etwas sanftes, weibliches. Vielleicht sind es auch die "körperwarmen feinen Glieder" oder das "Spüre wohlig deine Finger". Sicher kann das alles auch bei Sex mit einem Mann sein, doch durch irgendetwas muss ich an zwei Frauen denken, die sich einem sanftem Liebesspiel hingeben. Ich kann natürlich auch falsch liegen.

    Sehr gerne und immer wieder gelesen!

    Gruß
    chilly
    Ein neues Leben kann man nicht anfangen, aber täglich einen neuen Tag.

    Das Lied meiner Gunst
    Befreite Dämonen
    Der Beginn
    Zukunftsbooterbauer

  3. #3
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    Hallo Littelshine,
    Erotik beinhaltet ein sehr individuelles Empfinden. Deshalb kann ich auch nur meinen Kommentar auf meine Gefühle beziehen, die Deine Zeilen bei mir ausgelöst haben. Und diese sind von einem sehr mechanischen Nachhall geprägt. Für mich wirken Deine Worte etwas gezwungen, verkrampft, ohne diese Leichtigkeit, die eine unzenzierte Leidenschaft eigentlich kennzeichnen müßte/könnte.

    Sei lieb gegrüßt
    Herbstzeitlose
    Dem Anschein nach bin ich zugleich in meiner Seele und außerhalb meiner Seele, weit ab von der Glasscheibe und dicht davor, gestorbener Steinbrech. Meine Begierde ist unendlich. Ich bin nur vom Leben besessen.

    Rene Char

  4. #4
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    Hallo ihr zwei,

    es ist für mich als Autor beeindruckend zu sehen, wie verschieden dieses Gedicht aufgenommen wird. In fast alles Foren habe ich jetzt Rückmeldungen, und entweder, es wird als sehr erotisch, oder als mechanisch angesehen. Ist wohl wirklich eine Ansichts- und Empfindenssache.

    Danke jedenfalls für eure Meinungen

    Mit lieben Grüßen,
    Littleshine
    "Multiple exclamation marks", he went on, shaking his head, "are a sure sign of a
    diseased mind."
    (Terry Pratchett)

  5. #5
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    Vielen, vielen Dank für das Gedicht! Ich habe mich sehr gefreut und geniesse.

    Liebe Grüsse,
    olaja
    Ich kam am 3. Juni nach Hause mit dem Geruch, / den er nicht ertragen konnte, / er nahm das Fleischermesser und ich schrie, / ging zurück bis zur letzten Wand, / irgendwo in der Nachbarschaft hörte ich das Stöhnen, / von zwei, die sich liebten. Vera Piller

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