Thema: Traumwelt

  1. #1
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    Traumwelt

    Im Traume seh ich schwarze Schwäne,
    in Seen voller Blut und Eis,
    und jede kleine Kinderträne
    gleicht Glaskristallen, glitzernd weiss.

    Im Traume seh ich blaue Blüten,
    am Ufer jenes Sees stehn.
    Als ob sie ein Geheimnis hüten,
    nur Kinder können dies verstehn.

    Im Traume hör ich sanft Klänge,
    mit Engelsstimmen singt der Wind.
    Doch Kinder kennen die Gesänge,
    ihr Herz hört zu, und ist nicht blind.

    Im Traume seh ich sieben Sonnen,
    die Ewigkeit zu überstehn.
    Die Nacht ist hier im Tag zerronnen,
    und Finsternis bleibt ungesehn.

    Im Träume seh ich blinde Raben,
    tief blauschwarz ist ihr Federkleid.
    Die Dunkelheit kennt ihre Gaben,
    doch Kindern bringen sie kein Leid.

    Im Traume seh ich Asche regnen,
    die grau das Ufer nun bedeckt,
    Wenn Zeit und Raum sich hier begegnen,
    ist’s weisser Sand, ganz unbefleckt.

    Doch frisst die Zeit das Traumgefilde,
    Die Uhr schlägt laut, es ist vollbracht,
    und sacht zerrinnt mir dies Gebilde,
    nur Kälte bleibt, und finstre Nacht.
    Kritik ist nicht erwünscht, sondern erbeten.

  2. #2
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    Hallo Narretei!
    In der heutigen Zeit jagt wirklich ein Alptraum den anderen.Um sich vor dem kuehlen dunklen Erwachen,wenn man noch vor Entsetzen zittert zu schutzen sollte man sein inneres Licht staerken,denn dieses brennt in jeder Dunkelheit.Viel Glueck weiterhin.Amrei-lyrics
    Licht ist Nahrung fuer die Seele

    Sammlung

  3. #3
    Registriert seit
    Nov 2004
    Beiträge
    44
    In Tat und Wahrheit plagen mich äusserst selten, beinahe nie, Albträume. Leider muss ich hierzu sagen, denn im nachhinein ist jene träumerische Bildgewallt, jene Überschwenglichkeit virtuoser Eindrücke doch meist äusserst interessant zu betrachten.

    Auch dieses Gedicht soll, troz einer gewissen Düsternis, nicht von einem Albtraume berichten. es beschreibt auf obskure Weise mancherlei Bild der Gesellschaft im Wechselspiel aus unschuld und verderben.
    Ungedeutet bedeutungslos...

    Mein inneres Licht, oder jener, welcher dies zu geben weiss, überschattet damit wohl eine jede Finsternis, bis hin zum Ende der Zeit.

    In diesem Sinne...
    Kritik ist nicht erwünscht, sondern erbeten.

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