1. #1
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    Dankbar dafür, dass ich leben darf

    Nicht weinen.
    Ich sage zu mir selbst: Nicht weinen.
    Nicht weinen, wenn ich die leisen Gitarrenklänge im Hintergrund höre.
    Wenn alle zu der Musik den traurigen Text mitsingen; den Herrn um Erbarmen bitten.
    Nicht weinen, wenn ich darüber nachdenke.
    Über die traurigen Dinge im Leben.
    Über Dinge, die mich traurig machen.
    Über Dinge, die mir schwer auf dem Herzen liegen, die mich bedrücken.

    Doch dann fließen die Tränen.
    Ich bin traurig.
    Traurig über die lieben Menschen, denen es schlecht geht.
    Über die Sorgen, die ich mir mache und die mich bedrücken.
    Und ich bin traurig, dass das zum Leben dazu gehört.
    Im Leben auch traurige Dinge erleben zu müssen.

    Ich verstecke meine Tränen unter meinen Händen.
    Ich wische verschämt mit dem Ärmel über die Augen.
    Es beschämt mich, weinen zu müssen.
    Aber es macht mich frei, mein Herz ausschütten zu können.
    Nachdenken zu können, den Gedanken freien Lauf lassen zu können.
    Zu weinen.
    Die Dunkelheit lässt meine Tränen unsichtbar werden.
    Ich schaue ins Kerzenlicht.
    Ins flackernde Licht, was ich nur verschwommen sehe.
    Und ich bin traurig, aber frei.

    Nicht weinen.
    Ich sage zu mir selbst: Nicht weinen.
    Nicht weinen, wenn ich die leisen Gitarrenklänge im Hintergrund höre.
    Wenn alle zu der Musik den glücklichen Text mitsingen; den Herrn loben.
    Nicht weinen, wenn ich darüber nachdenke.
    Über die glücklichen Dinge im Leben.
    Über Dinge, die mich glücklich machen.
    Über Dinge, die mein Herz vor Freude hüpfen lassen, die mich erfreuen.

    Doch dann fließen die Tränen.
    Ich bin glücklich.
    Glücklich über die lieben Menschen, mit denen ich zusammen sein darf.
    Über die Freude, die meinen Alltag bestimmt.
    Und ich bin glücklich, leben zu dürfen.
    Leben zu dürfen, so, wie ich bin.

    Ich verstecke meine Tränen unter meinen Händen.
    Ich wische verschämt mit dem Ärmel über die Augen.
    Es beschämt mich, weinen zu müssen.
    Aber es macht mich frei, mein Herz ausschütten zu können.
    Nachdenken zu können, den Gedanken freien Lauf lassen zu können.
    Zu weinen.
    Die Dunkelheit lässt meine Tränen unsichtbar werden.
    Ich schaue ins Kerzenlicht.
    Ins flackernde Licht, was ich nur verschwommen sehe.
    Und ich bin glücklich, aber frei.

    Nach diesem wunderschönen Erlebnis…
    Einem Erlebnis, frei sein zu dürfen,
    einem Erlebnis, traurig sein zu dürfen
    und einem Erlebnis, glücklich sein zu dürfen.
    Nach diesem Erlebnis bin ich dankbar.
    Dankbar dafür, diese traurigen und glücklichen Erfahrungen machen zu dürfen.
    Und dankbar dafür, über diese Erfahrungen nachdenken zu dürfen.
    Ohne Angst den Tränen freien Lauf lassen zu dürfen.
    Weinen zu dürfen.
    Ich bin dankbar dafür, dass ich leben darf.

  2. #2
    Registriert seit
    Apr 2005
    Beiträge
    65
    hallo bernd!

    .."zu ausführlich, zu prosaisch .." - das sind wahrscheinlich
    kommentare, denen du dich hier stellen wirst müssen.
    obgleich ich den inhalt stellenweise sehr gut nachvollziehbar finde,
    so ist dein "gedicht" (hier unter anführungszeichen, denn es
    hat mehr die anmutung eines songtextes - nicht zuletzt wegen
    der sich wiederholenden passagen, die ich als refrain deute*)
    für meinen geschmack etwas zu religiös ausgefallen - ich
    spiele dabei auf stellen wie den herrn um erbarmen bitten an.
    aber das ist eine sehr persönliche meinung.

    ich bin zwar selbst noch ein ziemlicher neuling auf dem gebiet
    der lyrik, aber ich denke, du solltest versuchen, diese zeilen
    in einer komprimierten und etwas komplexeren form wiederzu-
    geben und stärker mit metaphern zu arbeiten.

    dann können auch
    *wiederholte passagen - als stilmittel eingesetzt - gut rüber-
    kommen und die wirkung womöglich verstärken.

    ich weiss nicht, ob dir diese kritik weiterhilft, hoffe aber,
    dass du sie nicht in den falschen hals bekommst.

    schönen gruß,
    mag

    >>And in the end you will remember not the words of your enemies but the silence of your friends.<< (a.u.)

    bisher verbrochenes:
    ein abschied, wörtliche gedanken, macht.spiele, der masochist, angst vor dem leeren blatt, einklang, rotatorien in menschengestalt, rote augen,
    der literarische heckenschütze, trans it, 2 haiku, großmutter

  3. #3
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    Jun 2005
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    888
    Guten Morgen!
    Auch ich bin der Meinung wie Mag.Als Lied mit der dementsprechenden Musik - Melodie dazu eine schoene Sache,aber eigentlich kein Gedicht.Versuche vielleicht beides - Schreibe es in ein Gedicht um oder arbeite daran einen Song daraus zu machern.Viel Freude und Glueck dabei! Amrei-lyrics
    Licht ist Nahrung fuer die Seele

    Sammlung

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