So kraftvoll wie ein Sonnenstrahl
Nach langer, schwerer, schwarzer Nacht
Erwach ich, richt mich auf und prahl:
Verschwindet, Sorgen, seid verlacht!

Und einfach scheint des Lebens Gang
Solange ihr mich nicht entdeckt
Der ungetrübte Tatendrang
Sich lang genug vor euch versteckt

Die Überheblichkeit zerfrisst
Die ganze Zukunft! Seid verflucht!
Auf dass sich zeigt, was Glück nun ist
Wenn ihr's in eurer Jugend sucht

Ihr lacht und grölt, ihr sauft, ihr speist
Vom Schmaus, den man das Leben nennt
Ich bin nur ein verwirrter Geist
Der etwas sucht, was er nicht kennt

Ich war so fleißig, war so zahm
Der Narr, dem ihr das Glück verdankt
Gefangen zwischen all dem Gram
Den jedermann von mir verlangt

Und scheint euch einst mein Wort im Ohr
Mein Warnen leise noch zu schimmern
Könnt ihr euch an den armen Tor
Gewiss schon lang nicht mehr erinnern

Wo ich dann bin, da gehts mir gut
Entfliehen werd ich, blind heraus
Schöpfte am Boden meinen Mut
Zieh damit in die Welt hinaus

Nun war doch, was man Jugend heißt
Des Lebens wahres Element
Ich bleibe ein verwirrter Geist
Der etwas sucht, was er nicht kennt