Thema: Abschied

  1. #1
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    Zwei Hände haben sich gefunden,
    in Grauen kühlen November Tagen,
    Kalte Verzweiflung erwärmen sie.

    Hände die mich führen auf meinem Weg,
    über sanfte Hügel durch Auen, Täler,
    Voller Sonnenschein und Blumen.

    Durchs Tal der Schmerzen, der Verzweiflung,
    und Angst, der Selbstaufgabe haben deine Hände,
    Mich zum kämpfen und zur Zuversicht getragen.

    Am Ende des Tals der Schatten, vor dem
    Übergang der Nacht, dank ich dir,
    Unter den Gipfeln im Abend Rot.

    Lasse los meine Hände, zur letzten
    Wanderung durchs Morgenrot,
    Der Ewigkeit.


    [Geändert durch Elias am 17-06-2005 um 14:55]
    Halte fest: Du hast vom Leben doch am Ende nur dich selbst.

  2. #2
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    hi elias,
    ich habe mal eine frage: warum sollen denn die hände los gelassen werden? wäre es nicht viel schöner, wenn der andere mensch mit gehen würde?
    gruß julia
    Nach Leben lechzend seh ich mich
    und bin hier selbst der ohne Wahl,
    Gedanken sind so weinerlich,
    den Tod zu leben ist die Qual
    Lebend lechzend Herzgeflüster by Dornenreich



    So Sei Es...........

  3. #3
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    @sterbende braut: du bist ja süss. vieles wäre schöner, wenn es nicht so wäre, wie es ist. zb. wenn dir ebendiese hand nicht wegläuft, oder genommen wird.
    @elias: gefällt mir sehr. einige stellen möchte ich schnell begutachten: z3 in s1: "Kalte Verzweiflung sie erwärmen." klingt mir etwas zugewollt oetisch. will sagen, dass du ja eine freie form gewählt hast, bei der du dich nicht um metrum und reim zu kümmern brauchst. warum nicht: "Kalte Verzweiflung erwärmt sie"? das wäre gebräuchlich, und dein bild, die kraft der sprahe geht dadurch nicht kautt. finde ich.

    Durchs Tal der Schmerzen, Verzweiflung,
    Angst und Selbstaufgabe haben deine Hände,
    Mich zum kämpfen und Zuversicht getragen.

    inhaltlich zwar einleuchtend. aber wenn die verzweiflung auch zum tal gehören soll, wäre es eleganter,

    Durchs Tal der Schmerzen, der Verzweiflung,

    zu schreiben. gilt auch für die angst, und die selbstaufgabe. oder:

    Durchs Tal der Schmerzen und Verzweiflung,
    Angst und Selbstaufgabe haben deine Hände,...

    und was ist genau mit z3? gleiches muster:

    Mich zum kämpfen und zur Zuversicht getragen.

    dein text hat eine sehr getragene simmung, die nicht jammerig, kitschig wird. dankbar, irgendwie selbstverständlich und gefasst. und das bringt für mich die melncholie viel schöner zur geltung.
    und wenn du dann noch den alpenglüh´-joker ausspielst.... hach,.. so very touching
    gruass lepi
    .
    .
    "Vielleicht fing ich an zu dichten, weil ich arm war und einer Nebenbeschäftigung bedurfte, damit ich mich reicher fühlte." ROBERT WALSER

  4. #4
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    Abschied

    hi dying_bride.
    Es ist im Leben eines jeden Menschen, einmal der Zeitpunkt wo, man sich fragt was ist der Sinn. In diesen Momenten, stellst dir die Frage, nach dem Sinn und sein des Lebens. Wenn das Leben dich selbst noch festhält, lässt du die Hand eines guten Kameraden, am Ende seines Krebsleidens für den Umzug ins Ewige leben los. Danke Julia für deine Zeit, auch dafür das du mein Gedicht gelesen hast. Alles Gute und Guten Mut! Lg. Elias

    @lepi, wenn ich dich so nennen darf, habe mich über deine Verbesserungs-Vorschläge gefreut. Gefällt mir auch besser so, fügt sich so besser zu einem Bild, werde es Dan korrigieren.

    Zwei Hände haben sich gefunden,
    in Grauen kühlen November Tagen,
    Kalte Verzweiflung sie erwärmen.

    Durchs Tal der Schmerzen, der Verzweiflung,
    und Angst, der Selbstaufgabe haben deine Hände,
    Mich zum kämpfen und zur Zuversicht getragen.


    Als Bergkamerad Hab ich ein erhabenes Gefühl und Beziehung zum Alpenglühen, wen du auf dem Thunersee schipperst, und die drei Gestirne im Abend rot siehst, nehme ich an das auch bei dir Bilder entstehen. Danke für dein bemühen und Zeit die du für mich genommen hast.
    Gruass Elias
    Halte fest: Du hast vom Leben doch am Ende nur dich selbst.

  5. #5
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    läck elias, deine höflichkeit müsste zum forums-standart werden
    mit wandern und bergsteigen habe ich es schon lange nicht mehr versucht, aber ich muss regelmässig von bern nach lenk, und da macht die reise dem see entlang schon spass.
    freut mich, wenn ich in deinem sinne helfen konnte.
    gruass herr lepepoporello
    (ja, man darf so sagen)
    .
    .
    "Vielleicht fing ich an zu dichten, weil ich arm war und einer Nebenbeschäftigung bedurfte, damit ich mich reicher fühlte." ROBERT WALSER

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