Thema: Bebop

  1. #1
    Registriert seit
    May 2005
    Beiträge
    82
    Bebop

    Wenn ich über die Felder fahre, morgens um
    halb sechs, mein ich, das Leben sei zu kurz als
    es zu ernst zu nehmen. Oder, andersherum,

    wenn ich an den Straßen die erlegten blutfrischen
    Maulwürfe sehe, mitleidlos, Hasen ohne Hals –
    sie sind nicht mehr Gast an gedeckten Tischen

    der Natur. Morgenröte, die ich sehe, blendet.
    Ich setz die Sonnenbrille auf, leg eine CD ein,
    Jazz vom Feinsten, beruhige mich. Befremdet

    streif ich die leere Stadt. Reklame und engagierte
    Wahlkampfparolen, ein Bürgerschützenverein
    lädt zum Tanz, Besäufnis, schön dekorierte

    Geschäfte, das alles, scheint es, muss wohl sein.
    Da aber nichts so glatt verläuft, wegen schlechten
    Gewohnheiten oder im Auto verbrachten Tagen

    gehen manche und manche lassen sich fahren.
    Am Ende, langsam, überhole ich den artgerechten,
    laut stressfrei grunzenden Schweinelastwagen.


    [Geändert durch freewaythor am 17-06-2005 um 15:17]

  2. #2
    Registriert seit
    Jun 2005
    Ort
    Katar - jetzt wieder in Österreich
    Beiträge
    888
    Gut beschrieben,doch moechtest du es nicht einmal mit Prosa versuchen,statt einen eigentlich interessanten Satz so zu zerstueckeln,dass der Sinn zerfaellt.Die ausgefallene Rythmik beim Lesen bringt leider kein besseres Verstehen dessen,was du vermitteln moechtest.Amrei-lyrics
    Licht ist Nahrung fuer die Seele

    Sammlung

  3. #3
    Registriert seit
    May 2005
    Beiträge
    82
    Hallo Amrei-lyrics,

    ich würde gerne auf deine Kritik näher eingehen. Bitte schreib mir doch mal genau, was dich irritiert. Anbei bemerkt, ist der eher prosaische Gestus durchaus gewollt. Möglicherweise muss man beim Lesen - anders als das im Auto sitzende lyr. Ich - das Tempo nur drosseln?





  4. #4
    Registriert seit
    Jun 2005
    Ort
    Katar - jetzt wieder in Österreich
    Beiträge
    888
    Hallo !
    schau doch einmal nur die erste Strophe an:

    Wenn ich ueber die Felder fahre,morgens um
    halb sechs,meine ich,das Leben sei zu kurz als
    es zu ernst zu nehmen.Oder,andersherum,

    am Zeilenende: ...um,und:....andersherum, soltte sich reimen?
    Doch meiner Meinung,weil der Satzteil : morgens um halb sechs unterbrochen ist, muss man zu sehr gruebeln zu welchem Teil diese Formulierung eigentlich gehoert.
    Das Gleiche passiert bei dem Teil:..,das Leben sei zu kurz als es zu ernst zu nehmen.
    Vielleicht sollte das eine Besonderheit sein.Doch ich komme nicht ganz mit,wenn ich das Gedicht auch langsamer lese aendert sich's nichts an meinem Eindruck.Sorry.Amrei-lyrics
    Licht ist Nahrung fuer die Seele

    Sammlung

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  

Anmelden

Anmelden