Thema: Im Grunde

  1. #1
    Registriert seit
    Jun 2005
    Beiträge
    12
    Im Grunde vieler Fragen liegt die Antwort auf der Hand,
    von Zeit zu Zeit ist Zweisamkeit mit einsam sein verwandt.
    Im Grunde sucht man nach und findet vor und kehrt zurück
    vom Wir zum Du und Ich, vor lauter Angst und auch vom Glück.

    Im Grunde nimmt man hin, was hergegeben werden muss,
    von Mund zu Mund ein Treuebund gelöst im Abschiedskuss.
    Im Grunde fliegt man tief und landet hart auf weichen Knien
    im Haufen bunter Scherben und das Herz in Formalin.

    Im Grunde sind wir Hüter von Geheimniskrämerläden,
    von Tür zu Tür verschlossen wegen Furcht vor Seelenschäden.
    Im Grunde schweigt man an und redet aus und frisst hinein,
    man denkt oft anders, als es kommt, geht Teufelsbünde ein.

    Im Grunde stößt man Köpfe gegen fensterlose Wände,
    von Raum zu Raum ein neuer Traum zerrinnt durch offne Hände.
    Im Grunde baut man auf und reißt dann ein zur offnen Wunde,
    man hat sich doch so lieb und dabei Pech gehabt, im Grunde.

  2. #2
    Registriert seit
    Jan 2004
    Beiträge
    466
    Hallo indigoo,
    das zweite Gedicht das ich, neugierig geworden, von dir lese ist total gegensätzlich. Es wird nicht einfach gewesen sein diese Wortspielereien, Andeutungen und Umdeutungen von Sprichworten und dazu dann auch noch Binnenreime sinnvoll im Gedicht unterzubringen. Das geht beim schnellen Lesen unter, beim langsamen Lesen verzettelt man sich etwas in den vielen Verzierungen. Es ist immer schwierig eine Balance zwischen schön und überladen zu finden. Der Inhalt besteht aus sehr gut verpackten Allgemeinplätzen. Wie bei manchen älteren Damen, man schaut lieber ihren Schmuck an. Der ist aber wirklich schön und reichlich. Vor allem gut gearbeitet. Falls du Anfänger bist, dann bin ich gespannt auf deine Entwicklung.

    Krähe

  3. #3
    Registriert seit
    Jun 2005
    Beiträge
    12
    Auch hier wieder, bezugnehmend auf schon Erwähntes von dir zu meinem anderen Gedicht, bleibt mir nur, mich über den Ausbleib des erwarteten Totalverrisses zu freuen.

    Und wieder hast du Recht, Krähe, "überladen" trifft es nicht ganz grundlos. In der Tat war das ein Wortspiel-Experiment mit ein paar Gegensatzpaaren, die mich in etwas niedergeschlagener Stimmung zum Spielen animiert haben. Beabsichtigt ist, dass man/frau sich beim erneuten Lesen ganz bewusst in den "vielen Verzierungen" "verzettelt" (ja, klingt passend), um eventuell nochmal und vielleicht anders zu lesen.

    Naja, kein Kunstwerk, mitnichten, aber für einen der ersten "Versabdrücke" (hey, gibts das schon? sollte man was draus machen...) auch nicht das Allermieseste.

    Ich bin selbst gespannt, inwiefern sich mein Bleistift noch zur Feder entwickeln lässt...mal schauen

    indigoo

Was dich vielleicht auch interessieren könnte:

  1. Im Grunde
    Von question im Forum Archiv
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 03.07.2012, 10:03
  2. Zu Grunde gehen (Tauchgang II)
    Von Stumme Welt im Forum Trauer und Düsteres
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 11.10.2011, 14:59
  3. Im Grunde sind wir alle gleich...
    Von Hallagar im Forum Nachdenkliches und Philosophisches
    Antworten: 19
    Letzter Beitrag: 19.08.2011, 14:58
  4. Am Grunde
    Von der_mohr im Forum Liebe und Romantik
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 11.10.2008, 22:16
  5. Am Grunde meines Meeres
    Von junanschi im Forum Nachdenkliches und Philosophisches
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 17.11.2004, 12:07

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  

Anmelden

Anmelden