1. #1
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    Exclamation


    Vasen schmeißen
    Ziele reißen
    böser Streit
    du gingst zu weit

    du im Bett
    mit Antoniette
    sie mit ihren Strapsen
    hör ich nur noch jampsen

    hab die Schnauze voll
    Ja das machst du toll
    verarschen kann ich mich allein
    hau dir lieber eine rein

    "es tut mir leid"
    "Schatz ich war breit"
    immer sagst du diesen Satz
    sag nur ein Wort mehr ich platz

    Antoniette flüchtet zur Tür
    ha die schnapp ich mir
    so verlässt du nicht mein haus
    Reiß dir die Haare einzeln aus

    Sie heult und bekommt schiss
    weil ich sie zu Boden schmiss
    Du kleines dummes Luder
    erstick an deinem Puder

    Nun zu dir mein lieber schatz
    deine Liebe die is für die Katz
    nimm jetzt deine blöde Tusse
    und setz dich in die nächsten Busse

    Da hin dort hin scheiß egal
    vergess bloß nicht die Shantal
    die taucht hier jede Woche auf
    und will mal wieder auf dich drauf

    ich raste aus und könnte kotzen
    hör endlich auf so blöd zu glotzen
    nimm dein Zeug und hau jetzt ab
    und geh mir bloß nich länger auf den Sack

    Antoniette watschelt auf allen vieren
    zu den offen stehenden Türen
    Auf jetzt schrei ich in an Marsch Marsch
    und tret ihm nochmal in den Arsch

    endlich hab ich meine Ruhe
    nie mehr dummes rummgetue
    endlich weg das dumme vieh
    mehr als heute wünscht ich mir das nie
    Der Mensch ist erst dann schlau, wenn er weiß, dass er nichts weiß.

  2. #2
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    AAHH!!!

    Da ist es ja!

    Und was für eine wundervolle erste Strophe (völlig ernst gemeint!) es hat. Die ist wirklich sehr gut gelungen.

    Leider folgen dann noch viele andere.
    Sehr viele, sehr andere.

    Dafür habe ich jetzt gerade keine Zeit, weil das wird dauern.

    LG.

    bet



    [Geändert durch beteigeuze400 am 19-06-2005 um 00:05]

  3. #3
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    Also. Dein Thema ist ausgesprochen amüsant, d.h. die Kategorie ist schon mal richtig.

    Deine Wortwahl ist sehr begrenzt und umgangssprachlich, wird aber der Szenerie und der Kategorie Humor trotzdem noch voll gerecht.

    Deine Reimworte sind ebenfalls sehr simpel, wie auch die Reime selbst, aber auch das geht noch durch.

    Die ersten sechs Verse haben eine fantastische Geschwindigkeit, die die ganze Situation angemessen und sehr humorvoll rüberbringen.
    Doch schon mitten in Strophe 2 brichst Du ab. Das ist schlimm und tut Augen und Ohren weh.

    So ist für den Rest des sehr ausführlichen (vielleicht hätte auch etwas weniger gereicht) Gedichts leider kein Schema mehr übrig.
    Es folgen nur zufällige metrische Übereinstimmungen, nicht einmal die Silbenlängen stimmen annähernd überein (was wirklich leicht für jeden noch so ungeübten Dichter zu korrigieren ist) und das ewig gleiche Reimschema aa-bb ist für diese vielen Strophen einfach zu langweilig.

    Dabei ist die Geschichte und ihre Abfolge durchaus logisch aufgebaut. Und humorvoll erzählt. Durch die grobe Unstrukturiertheit vergibst Du aber die Chance, Deine Leser das genießen zu lassen. Was sehr schade ist.

    Du kannst sicherlich noch keine Kunstwerke erschaffen, aber einfache Sprache in leichten Versen silbengleich aufzuteilen und daraus Strophen zu bilden, deren Reimschema ab und zu (Vielleicht passend zu einer Wendung in der Geschichte) wechselt das kriegst Du bestimmt hin. Kostet halt Arbeit.
    Aber nicht so viel, als daß man es nicht bewältigen kann. Ich sprech da aus Erfahrung. Unmittelbarer Erfahrung, weil ich das nämlich für Dein Gedich mal gemacht habe. Ich fand den Inhalt und auch den Auftakt so nett, daß es einer kleinen Mühe wert war. Nächstes mal bist dann Du dran.

    Es ist weit weg von perfekt und genügt auch nur den volkstümlichen Ansprüchen an Lyrik. Aber es ist definitiv ein Gedicht, daß unterhalten kann. Und ich habe die Worte selber fast unberührt gelassen. In aller erster Linie habe ich vorallem gekürzt und die Reimschemas mal durchgewechselt (große Absätze)

    Also, bitte, Dein Gedicht:
    (nit neuen Titel, denn der alte ist sch...)



    Die letzte Reitstunde



    Vasen schmeißen,
    Ziele reißen,
    Böser Streit,
    Du gingst zu weit!

    Du im Bett
    Mit Antoinette!
    Sie in Strapsen,
    Hör nur japsen.



    Ich hab die Schnauze voll von Dir,
    Verarschen kann ich mich allein!
    Das war das letzte Mal mit ihr,
    Dir hau ich dafür eine rein!

    "Es tut mir leid, Schatz, ich war breit."
    Schon immer sagst du diesen Satz
    Und wag es noch einmal, dann kratz
    Ich Dir die Augen aus – Euch zwei´n!

    Die Antoinette flüchtet zur Tür.
    Doch so verlässt Du nicht mein Haus,
    Na warte nur, Dich schnapp ich mir,
    Dir reiß ich Haare einzelnd aus!



    Jetzt heult die Kleine voller schiss,
    Nur weil ich sie zu Boden schmiss.
    Du dummes kleines Luder!
    Erstick an deinem Puder!

    Und nun zu Dir mein lieber Schatz,
    Bei Dir ist Liebe für die Katz.
    Jetzt nimm schon Deine blöde Tuss
    Und schert Euch in den nächsten Bus.

    Da hin, dort hin, scheiß egal!
    Vergesst bloß nicht noch die Chantal.
    Die taucht hier jede Woche auf
    Und will auch wieder auf dich drauf.

    Ich raste aus und könnte kotzen,
    Hör endlich auf so blöd zu glotzen!
    Jetzt nimm dein Zeug und hau bloß ab,
    Schon lange gehst mir auf den Sack!



    Sieh da!
    Klein Antoinette
    Auf allen vier
    Schleicht raus zur Tür.
    Ihr Hintern fett –
              Da tret ich noch mal kräftig rein!

    Na ja.
    Raus ist das Vieh,
    Hab meine Ruh.
    Kein rumgetu´
    Mehr wünscht ich nie –
              Ab heut muss Liebe Liebe sein!




    Ich hoffe sehr, Dir gefällt Dein Gedicht nun auch besser und Du nimmst Dir meinen Rat zu herzen.

    Viele liebe Grüße
    und viel Glück für Deine nächsten Arbeiten

    bet

    [Geändert durch beteigeuze400 am 19-06-2005 um 00:19]

  4. #4
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    Teilweise ja, teilweise nein!
    Aber danke für deine Mühe!
    Ich denke ich werde ein Paar deiner Ideen umsetzen können.
    Aber, sieh mal.
    Das is halt mein Schreibstil und so ist deiner.
    Also nochmals danke.
    Du hast in ein paar Punkten recht und ich find's furchtbar nett von dir.
    Du hast mir gezeigt, dass es verschiedene Arten gibt mein Gedicht aufzuschreiben und diese werde ich auch für's nächste Mal gut gebrauchen können!
    Gruß zurück Mohnblüte
    Der Mensch ist erst dann schlau, wenn er weiß, dass er nichts weiß.

  5. #5
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    Nach Tagen des Zorns
    kann ich Dir nun Antworten:
    Das is halt mein Schreibstil und so ist deiner.
    Schreib von mir aus alles, auch dass meine Version nicht im geringsten etwas mit einem Gedicht und schon gar nicht mit Deiner Aussage zu tun hat. Aber schreib niemals wieder diesen Satz. Denn genau dieser Dein Schreibstil steht hier zur Debatte, wurde als ungenügend ausgemacht und belegt. Und wird von einem lapidaren Satz wie "So schreib ich halt" noch schlechter weggewischt, als es Klopapier für gewöhnlich vermag.

    Trotzdem einen schönen Gruß.

    Ich bin zumindest noch 1 Mal auf ein neues Werk gespannt.

    bet


  6. #6
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    Erstmal ein Kompliment an bet, du hast es geschafft aus einem etwas chaotischen und leicht stupiden Holter-die-Polter-Gedicht, bei dem es scheint als sei zu jedem Wort krampfhaft ein Reim gesucht worden, ein akzeptables und sogar noch halbwegs lustiges zu machen.
    Das war gleichsam dann auch meine Kritik an dich, Mohnblüte. Du solltest dir nochmal deine Reime genauer anschauen, sie klingen größtenteils doch recht kindlich.
    Der Inhalt des Gedichtes erinnert mich teilweise ein bisschen an eine lustige, leicht schlüpfrige Revue am Broadway - was wohl an Worten wie "Antoinette" und "Strapse" liegt, was ich aber durchaus für positiv halte!
    "Oh Captain, mein Captain!"

    "Alles, was geschieht, geschieht.
    Alles, was sich selbst im Zuge seines Geschehens erneut geschehen lässt, geschieht erneut.
    Alles, was während seines Geschehens etwas anderes geschehen lässt, lässt etwas anderes geschehen.
    Allerdings tut es das nicht unbedingt in chronologischer Reihenfolge."
    - "Per Anhalter durch die Galaxis" - Douglas Adams

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