Du routiniertes flaches Lesen,
sperrst gitternd meine Töne ein.
Du bist ein wahrlich taubes Wesen
und liest was groß ist einfach klein.


Die Sätze klingen rau versandet,
wenn du sie durch die Lippen presst.
Denn sie sind rissig, scharf umrandet,
zerpflückt, kaputt von Stress benässt.


Für dich sind Worte doch nur Zeichen.
Du liest sie wie ein Textfragment.
Und all die schönen Sinnesweichen
der Realist in dir nicht kennt.


So kannst du Tiefen nicht entdecken.
Und nie der Worte Musik spürn.
Denn Worte sollen fühlend schmecken.
Und mehr als nur dein Aug berührn.


[Geändert durch Füllertintentanz am 19-06-2005 um 19:14]