1. #1
    Registriert seit
    Mar 2005
    Beiträge
    194

    Filetierter Alltag

    Ich filetierte unsern Tag.
    Mit Gabeln und mit Messern
    Das beste Stück ich dir dann gab
    Ich sollt es noch verbessern.
    Es schmerzte, dieser harte Schlag.
    Weil so viel Engstirn in ihm lag.


    Ich fütterte dir deinen Schlund
    mit kindgerechten Stücken.
    Und bot dir stets die Wahrheit kund.
    Mein Stolz ging fast an Krücken.
    Doch schmecken konnt er nichts dein Mund.
    Ich sprach mir fast die Lippen wund.


    Ich marinierte jedes Wort,
    mit Scharfsinn, baute Brücken.
    Du sprengtest jede Säule fort.
    Ich schloss die offnen Lücken.
    Sag spürst du nicht, wie es rumort?
    Die Leere ist der Liebe Mord.





    Bewege die Schranken,
    die dich beschränken;
    und du wirst beweglicher
    denn je.

  2. #2
    Registriert seit
    Jun 2004
    Beiträge
    385
    Hallo Füllertintentanz,

    du hast auf eindruckvolle und phanthasievolle Weise beschrieben, wie sehr man daran zugrunde geht, wenn man sich für den geliebten Mensch aufopfert, es versucht ihm recht zu machen und man dafür nur Hohn und Ablehnung erntet. Da ich diese Erfahrung auch machen musste, kann ich mich gut in das Gedicht hereinversetzen. Doch auch die Umsetzung gefällt mir. Die Bilder mit dem filetieren, marinieren und füttern ganz besonders. Innovativ und einprägend. Danke für den Lesegenuss!

    Gruß
    chilly
    Ein neues Leben kann man nicht anfangen, aber täglich einen neuen Tag.

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