Seemannsseele

Meine Seele schwebt, grazil und frei
nah überm Meer, den Wellen gleich.
Gewinnt an Schub und fliegt vorbei
an Festland, Riff und Inselreich.

Befreit von Fleisches rohen Fesseln,
so sprengt sie über Meereswogen.
Tanzt mit Sturm und Stromesschnellen,
als hätt’ sie Freiheit eingesogen.

So bin ich nun mein eig’nes Boot
mit Geistermast und Sternensegeln.
Starb zwar just den Seemannstod,
doch lebe fort in Meer und Regen