Thema: Bachbrücke

  1. #1
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    Jun 2005
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    Bachbrücke

    Ruhender Tag im grünenden Wald,
    Leises Plätschern des Baches Geström.
    Selten der Ruf eines Vogels erschallt,
    Die Stille durchbricht deren Einklang so schön.

    Spielend sich legt das junge Gestrüppe
    Um den Steig, ihn so fest zu umweben.
    Von Ranken verborgen es schweiget die Brücke
    Beharrlich, der fesselnden Last ganz ergeben.

    Zärtlich streichelt das schöne Gedeih
    Mit Quirlen die rennenden, tanzenden Quellen.
    Gehetzt vom Winde sie fliehen vorbei
    Um durch das tiefklare Bachbett zu schnellen.

    Es wirbeln des Frühlings berückende Düfte,
    Es rennet dahin des Herbst’ letztes Kleid.
    Zügellos fegend es peitschen die Lüfte
    Unter finsteren Wolken die Dunkelheit.


    Die Winde durchschütteln gar zornig die Wälder
    Die leidig gezwungen sich ihnen zu neigen.
    Und fegen hinüber, zerfahren die Felder;
    Es bricht die Brücke mit Ächzen ihr Schweigen.

  2. #2
    Registriert seit
    Jun 2004
    Beiträge
    320
    Mir hat das Gesamtwerk gefallen, sowohl sprachlich als auch inhaltlich. Für mich hat die "arg bemühte Sprache" gerade den Reiz ausgemacht und die Sache für mich noch interessanter gemacht.
    Also auf zu nächsten Werken!

    Gruß

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