Thema: Mein Fest

  1. #1
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    3
    Von hier oben schau ich nun hinab.
    Alle stehen um mein Grab.
    Vier starke Männer tragen meinen Sarg.
    Der am Abend noch in der Leichenhalle lag.
    Die Tränen füllen die Augen der Gemeinschaft.
    Viele verlieren ihre Kraft.
    Es wird eine Rede gehalten.
    Sie ähnelt nicht den üblich alten.
    Auf mich ist nun alles zurecht geschnitten.
    All ihre Tränen, all ihr Bitten.
    Der Wind trägt weiter ihren Schmerz.
    Der momentan trübt ihr Herz.
    Mein Freund steht mit seiner neuen Freundin beieinander.
    Ich wünsche mir, sie treibt nie was auseinander.
    Sie sind auch voll Traurigkeit.
    Um ihre Schwester, in der Ewigkeit.
    Meine Freunde stehen dort.
    Allesamt am selben Ort.
    Von weit her sind sie gekommen.
    Ihre Herzen sind beklommen.
    Mama, Papa, sie stehen nur da.
    Einen ihrer schlimmsten Tage nehmen sie kaum mehr wahr.
    Ihre Tochter, ihre Freundin ist nun weg.
    Aber Mama und Papa das Leben hat dennoch einen Zweck.
    Ich werde auf euch alle achten.
    Ihr übersteht die Lebensschlachten.
    Über euch alle werde ich walten
    und das Glück über euch halten.
    Der Pfarrer spricht seine letzten Worte.
    Sie sind von dieser traurigen Sorte.
    Weihwasser schwenkt er auf meinen Sarg.
    Der Geruch von Weihrauch den ich gar nicht mag.
    Stumpf fällt die Erde auf mich hinab.
    Ein Geräusch, es schnürt einem die Luft ab.
    Alle halten schwarze Rosen in der Hand,
    genau wie es in meiner letzten Bitte stand.
    Mensch um Mensch schreitet nun zum Loch.
    Ein Loch das wohl nun auch in all ihre Seelen kroch.
    Rose um Rose fällt zu mir hinab.
    Ihre Abschiedsworte erscheinen knapp.
    Von Schuld kann keiner sprechen.
    Ich werde mich auch nie an einem von euch rächen.
    Ihr wart mein Leben.
    Ihr habt mir es so oft gegeben.
    Als Engel werde ich über euch alle wachen.
    Für euch lasse ich ein Gewitter krachen.
    Durch die Natur bringe ich mich euch nun zum Ausdruck.
    Täglich ein kleiner Wolkenflug.
    Mein Dasein hier wird schön werden.
    Wohl schöner als je auf Erden.
    Endlich ist die Freiheit mein.
    Ich kann nun glücklich sein.
    Nur ihr alle fehlt mir natürlich sehr.
    Gebt die Erinnerung an mich nie mehr her.
    In euren Herzen will ich weiter leben.
    Das könnt ihr mir nun noch geben.
    Euer Leben soll blühen wie ein bunter Sommerstrauß,
    nur ohne dieses schnelle welkende Aus.
    Meine lieben Freunde allesamt,
    ich hab euch alle gern gekannt.
    Ihr werdet es auch ohne mich schaffen.
    Und euch in schweren stunden wieder aufraffen.
    So verabschiede ich mich still von allen.
    Und hoffe es wird keiner von ihnen Nachfallen.
    In ein paar Tagen wird mein Grabstein gebracht.
    Ich hatte ihn entworfen, mit viel acht.
    Schwarze Rosen werden mein Grab Schmücken
    In ein paar Monaten wird sich aber kaum mehr jemand wegen den Blumen bücken

  2. #2
    Registriert seit
    Dec 2004
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    München
    Beiträge
    836
    Hallo Lyirsiya,
    Willkommen im Forum.
    hast du das "Gedicht" selber geschrieben? Oder bist du kiki aus dem schattenseiten-forum im www?
    Da ist es nämlich auch veröffentlich aber unter dem Namen "Die Beerdigung"

  3. #3
    Registriert seit
    Nov 2004
    Beiträge
    548
    ...und wenn ich tot bin, werdet ihr alle fürchterlich weinen. Aber dann ist es zu spät, bäh!

    Mit Gedichten dieser Art kann man wohl schon einen Ozeandampfer versenken. Gibts nix Neues?

    lg/Peter

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