1. #1
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    Bebilderst innigst intensiv,
    enteignend Alltags Allerlei,
    tagtäglich wahre Wonneworte.
    Erebnest Stolpersterne mir.

    In himmelhaschend neigend Näh'
    gewährst gern samt'nem Sinnen du,
    entwaffnend edler Lippen Lohn.
    Unfassbar weh’n sie wesensnah'nd.

    Zerzausend zartes Exposée
    erahnt in abenteuerlicher
    - atemloser Abendzeit.


    -gewidmet-





    [Geändert durch therzi am 22-06-2005 um 08:27]

  2. #2
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    Hallo meine verehrte Therzi!

    Ich war bisher sehr hingerissen von Deinen Worten. Bisher? Das zeigt nur an, dass ich es auch weiter sein werde, während ich mich damit auseinandersetze, weil ich immer noch keine Kritik schreiben konnte. Dabei würde ich gerne als Grund anführen, dass ich keine Zeit hatte. Doch dem ist nicht so.

    Ich bin hinter alle Bilder noch nicht eindringlich genug gestiegen.

    Deswegen gibt es nur ein paar kleine Worte.

    Dein Gedicht berührt mich außerordentlich. Was selten ist, vor allem dann, wenn ich kein Rätsel lösen konnte oder durfte, wie in diesem Fall. Ich fühle das lyr. Ich sprechen, mehr noch, ich fühle sein Empfinden. Und es ist ein sehr schönes Gefühl. Mehr kann ich dazu z.Zt. nicht sagen, denn ich habe nicht soviel Übung darin, Bilder nicht zu interpretieren, sondern sie nur zu beschreiben. Und im stillen, geniessenden Nachempfinden, bin ich offenbar auch eine Niete.
    Vielleicht nur eins, ich wäre wahnsinnig stolz und glücklich, wenn mir mal jemand sowas widmen würde. Ich hoffe, linespur weiss das zu schätzen und zu teilen ;o)
    Und je mehr ich darüber nachdenke, desto weniger will ich überhaupt noch eine Kritik schreiben.

    Das Gedicht ist nicht zu kritisieren. Nicht aus meiner Sicht. Man kann schildern was man dabei fühlt. Und vielleicht beginnt man dann zu begreifen, dass es allein das ist, worum es geht.

    Gut, wir leben in einer Zeit der „Diversifikation“ und von mir aus können manche bemängeln, was in diesem Forum zum Glück selten vorkommt, dass Du Deine „Angebotspalette“ auch um ein paar Dinge erweitern könntest. Aber was um alles in der Welt stört Dich daran, wenn phantasiearme Menschen, die solche „Wörter“ benutzen, Deine Bilder nicht einfach sehen können, wenn sie ihre Augen schließen. Nur weil ihnen, in Ermangelung eines Eingangs in diese Unbewusstseinswelt, verstandesmäßig erfassbare Krücken beim gehen helfen müssen. Und sie beim Ausbleiben dieser, wie alte, kranke Krüppel das Motzen und Meckern anfangen. Hab Mitleid mit jenen und mach weiter, dass Du vielleicht dem ein oder anderen, der sich bemüht wieder gehen zu lernen, statt sich dem Schicksal kampflos zu ergeben, doch noch zum Laufen verhelfen kannst.

    Schweife ich ab?
    Mit Sicherheit! - Was solls.

    Lass Dir das gesagt sein. Zumal von einem Einbeinigen.

    In tiefer Verehrung gegenüber dem Painter,

    bet

  3. #3
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    Dir, lieber bet,


    Danke für die Standpauke. Genau in diesem Moment, wo ich mir des Dichtens so unsicher bin.

    Tu nicht so scheinheilig ... Ich denke Du hast die Bilder schon gesehen. Doch das lag Dir wohl auf dem Herzen.

    Lächel, aber ich freu mich, dass Du sagst, Du könntest sie fühlen. Das ist mir sehr wichtig, dass es nachempfunden wird und nicht nur verstanden. Und dieses Gedicht auch. Danke für Dein Lob.

    Die Widmung, nun die hat ihre Berechtigung, wie ich weiß. Der Inhalt, so bildreich er sein mag, ist etwas, was mir nicht unbekannt ist. Und gibt auch sehr genauen Bezug zum Bewidmeten. Ähnlich, wie in einem Gedicht, das ich jüngst kommentieren durfte, hat sich der Inhalt etwas losgelöst, allerdings nicht dramatisch verselbständigt.


    Liebe Grüße,
    ich wünsche ein angenehmes Wochenende,
    Anke





    [Geändert durch therzi am 25-06-2005 um 06:51]

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