1. #1
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    Die Sterne prangen am Himmel wie goldene Blüten
    der Wind weht sie zu mir, durch flüsternde Nacht
    kommt Sterne zu mir, ich will euch behüten
    muss zu den Türmen, von Engeln bewacht

    Ich trag in der Seele, tausend von Sternen
    trag sie dicht bei mir, durch finstere Welt
    wo ich auch hingeh, ihr seit wie Laternen
    wo ich auch strauchle, ihr seits was mich hält

    Erblicke die Türme, wie riesige Schatten
    Oh, Sterne kommt zu mir, es ist mir so kalt
    doch auch diese Schatten, im Lichte ermatten
    es kann mich nur fällen noch Gottes Gewalt

    Es fällt auf mich nieder, die Welt wie in Särgen
    die Wurzeln erzittern, ich fühle den Stich
    will mich verstecken, will mich verbärgen
    die Tore des Turmes, nun öffnen sie sich

    Betrete die Stufen, die schimmernden Dornen
    sonst keine Seele, kein Leben in Sicht
    sehe ein Zimmer, ihr dürft mir nicht zürnen
    wo ich doch stehe, vor Gottes Gericht

    Vermisse die Sterne, die goldenen Blüten
    Wind weh sie zu mir, ich beschwöre dich sacht
    Sterne kommt zu mir, um mich zu behüten
    Sterne kommt zu mir, ins Dunkle der Nacht


  2. #2
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    Hallo mikrokosmos!
    Deine Idee und Ausdrucksweise gefaellt mir gut,obwohl ich manches etwas schwierig zu verstehen finde.
    Du erzaehlst vom Licht der Seele.....sind die dornigen Tuerme der Ehrgeiz,b.z.w. die Anforderungen-Herausforderungen des Lebens?
    Ist es das innere Licht(die Sterne) und die Engel,die einem durch die Wandlung und Erkenntnis im Leben vor Gottes Strafe schuetzen kann?
    Amrei-lyrics
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  3. #3
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    du bist auf der richtigen fährte
    ja, es soll das innere licht sein, das einem leitet,
    durch die prüfungen und herausforderungen des lebens,
    doch die letzten strophen zeigen eigentlich eher
    ein versagen. die situation, dass man sich seiner
    "unwürdigkeit" im angesticht der Perfektion/Gott bwusst
    werden muss, und damit die sterne in diesem augenblick
    verliert... und sie neu suchen muss. oder den weg neu suchen muss.
    die Dornenstufen der Türme sollen einfach
    den eher gefährlichen weg hinauf in den "Turm der Erkenntnis" zeigen. vielleicht kann man es als ehrgeiz sehen, sich diesen "gefahren" stellen zu wollen...
    es drängt den menschen ja immer wieder dazu...


  4. #4
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    Mir gefällts auch gut. Die Idee ist interessant und die Umsetzung mit schönen Wortkombinationen und -konstruktionen ist gut.

    Gruß

  5. #5
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    hallo,

    mir gefällt es sehr gut. Ich interpretiere daraus das die sterne wünsche sind. bei sternschnuppen wünscht man sich ja auch was. und sternschnuppen sind ja auch sterne nur mit einem schweif. das lyr. ich trägt für mich die wünsche mit sich, aber dennoch sind sie so fern. unerreichbar.
    naja aber warscheinlich bin ich wieder auf dem holzweg.
    ich habs trotzdem gern gelesen. du erinnerst mich ein bisschen an jemanden

    liebe grüße

    überlebendes nichts
    Erfolg ist die Fähigkeit, von einem Mißerfolg zum anderen zu gehen,
    ohne seine Begeisterung zu verlieren.
    (Winston Churchill)
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    Arroganz ist die Kunst, auf seine eigene Dummheit stolz zu sein

  6. #6
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    erst einmal danke für das lob.

    @überlebendes nichts: wieso auf dem holzweg? ich finde die interpretation sehr passend. sterne, das innere licht, hoffung, wünsche... das hängt ja alles ganz eng zusammen. sterne können auch als eine sehnsucht nach heimat angesehen werden... nach innerer heimat, versteht sich.

    an wen erinnere ich dich?

    gruss
    Mikro

  7. #7
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    Ursprünglich eingetragen von mikrokosmos



    Es fällt auf mich nieder, die Welt wie in Särgen
    die Wurzeln erzittern, ich fühle den Stich
    will mich verstecken, will mich verbärgen
    die Tore des Turmes, nun öffnen sie sich

    hey du,

    Diese Strophe verstehe ich nicht ganz, was fällt denn nieder? Die Türme? Ich bin schon die ganze Zeit am Rätseln, eher gesagt ich zerbrecht mir den Kopf
    Holzweg in dem Sinne: Weil ich vieles oft falsch interpretiere, was ja eigentlich nicht schlimm ist, weil es dann mehrere Möglichkeiten gibt. Aber ich finde es dann doch oft schade, wenn ich den Sinn nicht verstehe, den der Schreiber meinte...
    Du erinnerst mich an einen Mailkumpel, dem ich mal sagte er soll sich hier mal umgucken. Ich weiß nicht ob er das gemacht hat, jedenfalls erinnerst Du mich von der schreibweise an ihn.

    Liebe Grüße

    Sara


    [Geändert durch überlebendes nichts am 30-06-2005 um 21:24]
    Erfolg ist die Fähigkeit, von einem Mißerfolg zum anderen zu gehen,
    ohne seine Begeisterung zu verlieren.
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  8. #8
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    nun kann mich nur fällen noch gottes gewalt

    es fällt auf mich nieder, die welt wie in särgen


    es ist also quasi gottes Urteil das auf mich niederfällt, oder zumindest die vorahnung dieses urteils.
    dadurch will man sich verbergen und verstecken,
    und die welt verschliesst sich wie in einem sarg...
    wie sich das herz zusammenzieht und verschliesst.


    meine gedichte sind allerdings ja auch nicht von a bis z durchdacht. dieses habe ich z.b. gleich hier im forum geschrieben.

    Gruss
    Mikro

  9. #9
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    Öh... du hast das hier geschrieben? Ich weiss grad net wie ich dazu stehe, aber es verwirrt mich in jedem Fall. Warum hast du das denn gemacht?
    Ich suche noch!

  10. #10
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    weil mich das schreiben oft überkommt wenn ich am computer sitze...
    und warum auch nicht?
    wüsste nicht warum man dazu stellung beziehen müsste.
    ich glaube auch nicht, das meine vorgehensweise vollkommen
    eigen ist.
    das problem bei dieser art zu schreiben ist einfach, dass
    man die distanz zum geschriebenen erst nach der veröffentlichung bekommt und dann noch viel sieht, was man
    besser hätte machen können.

    Mikro


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