1. #1
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    Unhappy

    Hallo erstmal,
    ich bin der Tagträumer und brauche echt Hilfe....
    Meine Probleme sind diese Fragen die zum Gedicht "lore Lay" von Clemens Brentan gestellt bekommen habe:

    1. Fertige eine Metrischwe Beschreibung des Gedichtes an.

    2. Welche besonderen sprachlichen Gestaltungsmittel fallen dir auf?


    Ich bitte die Gedichtsexperten sich zu erbahrmen und mir ein wenig zu helfen...
    ich währe ewig dankbar dafür.

    Der Tagträumer
    Heut ist mir alles herrlich; wenn‘s nur bliebe!

    Ich sehe heut durchs Augenglas der Liebe.-Goethe

  2. #2
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    Hier ist das Gedicht selber damit ihr nicht
    lange suchen müsst ...

    Zu Bacharach am Rheine
    Wohnt’ eine Zauberin,
    Sie war so schön und feine
    Und riß viel Herzen hin.

    Und brachte viel zu Schanden
    Der Männer ringsumher,
    Aus ihren Liebesbanden
    War keine Rettung mehr.

    Der Bischof ließ sie laden
    Vor geistliche Gewalt –
    Und mußte sie begnaden,
    So schön war ihr’ Gestalt.

    Er sprach zu ihr gerühret:
    „Du arme Lore Lay!
    Wer hat dich denn verführet
    Zu böser Zauberei“

    „Herr Bischof, laßt mich sterben!
    Ich bin des Lebens müd,
    Weil jeder muß verderben,
    Der meine Augen sieht.

    Die Augen sind zwei Flammen,
    Mein Arm ein Zauberstab –
    O legt mich in die Flammen!
    O brechet mir den Stab!“

    „Ich kann dich nicht verdammen,
    Bis du mir erst bekennt,
    Warum in diesen Flammen
    Mein eignes Herz schon brennt.

    Den Stab kann ich nicht brechen
    Du schöne Lore Lay!
    Ich müßte dann zerbrechen
    Mein eigen Herz entzwei.“

    „Herr Bischof, mit mir Armen
    Treibt nicht so bösen Spott,
    Und bittet um Erbarmen,
    Für mich den lieben Gott!

    Ich darf nicht länger leben,
    Ich liebe keinen mehr –
    Den Tod sollt Ihr mir geben,
    Drum kam ich zu Euch her! –

    Mein Schatz hat mich betrogen,
    Hat sich von mir gewandt,
    Ist fort von hier gezogen,
    Fort in ein fremdes Land.

    Die Augen sanft und wilde,
    Die Wangen rot und weiß,
    Die Worte still und milde,
    Das ist mein Zauberkreis.

    Ich selbst muß drin verderben,
    Das Herz tut mir so weh –
    Vor Schmerzen möcht’ ich sterben,
    Wenn ich mein Bildnis seh’.

    Drum laßt mein Recht mich finden,
    Mich sterben wie ein Christ,
    Denn alles muß verschwinden,
    Weil er nicht bei mir ist."

    Drei Ritter läßt er holen:
    „Bringt sie ins Kloster hin!
    Geh, Lore! – Gott befohlen
    Sei dein berückter Sinn!

    Du sollst ein Nönnchen werden,
    Ein Nönnchen schwarz und weiß,
    Bereite dich auf Erden
    Zu deines Todes Reis'!“

    Zum Kloster sie nun ritten,
    Die Ritter alle drei,
    Und traurig in der Mitten
    Die schöne Lore Lay.

    „O Ritter, laßt mich gehen
    Auf diesen Felsen groß,
    Ich will noch einmal sehen
    Nach meines Lieben Schloß.

    Ich will noch einmal sehen
    Wohl in den tiefen Rhein,
    Und dann ins Kloster gehen
    Und Gottes Jungfrau sein.“

    Der Felsen ist so jähe,
    So steil ist seine Wand,
    Doch klimmt sie in die Höhe,
    Bis daß sie oben stand.

    Es binden die drei Reiter
    Die Rosse unten an,
    Und klettern immer weiter
    Zum Felsen auch hinan.

    Die Jungfrau sprach: „Da gehet
    Ein Schifflein auf dem Rhein –
    Der in dem Schifflein stehet,
    Der soll mein Liebster sein!

    Mein Herz wird mir so munter,
    Er muß mein Liebster sein!“ –
    Da lehnt sie sich hinunter
    Und stürzet in den Rhein.

    Die Ritter mußten sterben,
    Sie konnten nicht hinab,
    Sie mußten all verderben,
    Ohn’ Priester und ohn’ Grab.

    Wer hat dies Lied gesungen?
    Ein Schiffer auf dem Rhein,
    Und immer ha’'s geklungen
    Von dem Dreiritterstein:

    Lore Lay!
    Lore Lay!
    Lore Lay!

    Als wären es meiner drei.

    der Tagträumer
    Heut ist mir alles herrlich; wenn‘s nur bliebe!

    Ich sehe heut durchs Augenglas der Liebe.-Goethe

  3. #3
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    Erlaube mir eine Frage: Warum musst du die beiden Fragen beantworten? (Für die Schule?)

    Liebe Grüsse,
    olaja
    Ich kam am 3. Juni nach Hause mit dem Geruch, / den er nicht ertragen konnte, / er nahm das Fleischermesser und ich schrie, / ging zurück bis zur letzten Wand, / irgendwo in der Nachbarschaft hörte ich das Stöhnen, / von zwei, die sich liebten. Vera Piller

  4. #4
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    Ja es ist für die Schule...
    Und leider hägt meine Deutschnote davon ab...
    Heut ist mir alles herrlich; wenn‘s nur bliebe!

    Ich sehe heut durchs Augenglas der Liebe.-Goethe

  5. #5
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    Hallo Tagträumer,

    wenn du tatsächlich Hilfe bei der Lösung dieser Augaben haben wolltest, wäre es ein Leichtes gewesen, jene, von denen du Hilfe erwartest, an deinen bisherigen Erkenntnissen teilhaben zu lassen. Dies hätte zumindest bewiesen, daß du dir bereits eine Platte um das gemacht hast, was du zu bewältigen suchst und daß du erstlich daran interessiert bist, diese Dinge zu begreifen.

    So wie du es aber hier vorgibst, heißt das: "Hey ihr Freaks, macht ihr das mal! Mich interessiert dieser Scheiß nämlich überhaupt nicht. Alles, was ich brauche, ist ne gute Note in Deutsch." Und da sage ich als einer der Oberfreaks dieser Seite doch: "Träum weiter, Blauauge!"

    Ehrlich, mal eben ne Metrik- und Stilanalyse zu machen, wäre ein Kinderspiel von fünf Minuten Zeitaufwand und dir dabei zu helfen, wäre eine Freude für mich gewesen. Aber nich so, Freund Blase! Ich bedaure dir mitteilen zu müssen, daß ich seit einigen Jahren aus der Schule raus bin und ich daher überhaupt kein Bedürfnis mehr habe, gute Zensuren zu scheffeln - für wen auch immer.
    --LeV

    Man sollte keine Dummheit zweimal begehen, schließlich ist die Auswahl groß genug. ~ J.P. Sartre

  6. #6
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    Hi
    Zuhächst mal wollte ich dir sagen das ich von dir persöhnlich keine Hilfe erbittet habe! Wenn du meine Absichten und meine Meinung über das Gedichte Forum so genau kennst, dann kann ich dir nur sagen das du denken sollst was du willst! Außerdem stimmt das was du sagst gar nicht ich liebe gute Gedichte.

    Trotzdem muss ich dir eingestehen, dass du wenigen Punkten recht behälst. Meine Bisherigen Erkenntnisse werde ich dir mitteilen.

    Ich weiß das es sich bei dem Gedicht um eine Ballade aus der Epoche der Romantik handelt. Ursprünglich bezeichnet der Name Loreley den fast senkrecht aus dem Rhein 132m hoch aufsteigenden Schieferfelsen, kurz vor St. Goarshausen. Der Rhein ist an dieser Stelle sehr eng. Das Thema wurde auch von Heinrich Heine und Joseph Freiherr von Eichendorff behandelt.

    Leider ist es für mich ziehmlich schwierig etwas über die Metrik auszusagen...
    Heut ist mir alles herrlich; wenn‘s nur bliebe!

    Ich sehe heut durchs Augenglas der Liebe.-Goethe

  7. #7
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    Tagträumer,

    die Mitglieder dieses Forums sind nicht deine Sklaven, die gefälligst zu antworten haben, wenn der Herr/die Dame eine Frage stellt, klar!? Wenn du also um etwas bittest, weil du Hilfe brauchst, dann dünkt es mir äußerst ungünstig, sich wie ein patziger, trotziger Teenager zu gebärden.

    Natürlich kenne ich deine Absichten nicht. Ich sagte nur, wie es sich für mich darstellt und ich bin mir ziemlich sicher, dass andere Einspruch eingelegt, bzw. bereits geantwortet hätten, wenn es bei ihnen nicht ebenso ankäme, wie von mir oben vermutet. Darüber hinaus batest du die Mitglieder dieses Forums um Hilfe bei einer metrisch-rhetorischen Analyse. Ich bin Mitglied dieses Forums und dürfte dazu wohl noch als einer der wenigen Metrik- und Rhetorik-Experten hier gelten. Also fühle ich mich natürlich angesprochen.

    Die Erkenntnisse, die du hier preisgibst, haben weder etwas mit den rhetorischen Figuren, noch etwas mit dem Versbau des Textes zu tun. Du sagst, du hättest keine Ahnung von Metrik und vermutungsweise hast du auch keinerlei Ahnung von Rhetorik, bzw. davon, was eine Ballade ist und kapitulierst sogar vor dem Versuch, der Antwort auf deine eigentlichen Fragen (Metrik + Rhetorik) näher zu kommen.

    Glaube mir, eine einfache metrisch-rhetorische Analyse, wie du sie hier verlangst, würde dir bei deinem derzeitigen Wissensstand wirklich nichts bringen. Zwar könntest du dir mit Phrasen à la "daktylischer Hexameter mit diversen katalektischen Versfüßen, starker Binnenzäsur in jedem geraden Vers und schwacher Kadenz an Versendposition" oder "post-romantischer, tropen-reicher Nominalstil mit tautologischen Verkettungen, die zu einer Hyperbolie ausgedehnt werden" viele Ahs und Ohs von deinem Mentor erheischen, doch zu einer Transferleistung an einem anderen Text wärst du nie in der Lage. Denn du kannst mit deinen Vorkenntnissen gar nicht verstehen, was diese Worte bedeuten, bzw. wann sie auf einen Text zutreffen und wann nicht.

    Daher schlage ich Folgendes vor:
    Du liest mal aufmerksam die zum Thema Metrik und Rhetorik in diesem Forum befindlichen Fäden [Auflistung hier], stellst in den entsprechenden Fäden Fragen an den Punkten, die du nicht verstehst und versuchst dann zunächst einmal selbst, eine metrisch-rhetorische Analyse des obigen Textes zu machen. Du stellst deine Thesen dazu hier ein, erklärst, wie du zu ihnen kommst (z.B.: Ich denke, dass S1V2 zu V3 ein Enjambement ist, weil...) und dann - dann bin ich bereit, dir an den Punkten weiter zu helfen, wo du noch Probleme hast, bzw. gemeinsam mit dir weitere Spitzfindigkeiten des Textes aufzuspüren.
    --LeV

    Man sollte keine Dummheit zweimal begehen, schließlich ist die Auswahl groß genug. ~ J.P. Sartre

  8. #8
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    Ich danke dir für deine Hilfe levampyre. Leider fahre ich die ersten 2 Wochen der Sommerferien nach Dänemark. Aber wenn ich zurück bin werde ich mich sofort mit Metrik und Co. beschäftigen. Ich Hoffe weiterhin auf deine hilfe der Tagträumer
    Heut ist mir alles herrlich; wenn‘s nur bliebe!

    Ich sehe heut durchs Augenglas der Liebe.-Goethe

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