Ein Blick in deine Augen und die Welt schwindet mir. Du bist Erlösung, aber wirst du mich erlösen? Dein Schauen drängt mir Fragen in den Leib, tief hinein. Sie quälen mich und fragen nach dir, wollen deinen Namen wissen, wo du dich befindest, was du wirklich fühlst und denkst. Aber ich kann sie nur sehr dürftig beantworten, aus deinen Blicken spricht nicht die Bedürftigkeit, aus ihnen spricht ein Sinn. Ich will das Er das Meinige wird, ich will ihn festhalten, mit meinen Fäusten zerquetschen, alle Kraft, die ich habe, darauf verwenden. Und dann wenn ich den Sinn habe, ihn eingeschlossen in mich, will ich ihn leben: ich will für Dich sein. Vor dir kniend bitte ich nicht mehr, lasse alle meine Wünsche entfliegen und verschwinden, beuge mich deinem Willen, denn dieser ist Meiner geworden, wegen dir. Begebe ich mich in die größten, gefährlichsten Abenteuer für nichts als das, dir nur den kleinsten Wunsch zu erfüllen, deine Lippen zu einem Lächeln verwandeln zu können. Aber ich habe Angst, das du mich nicht willst, mich verstoßen wirst und so muss ich weiter irren im Nichts, voller Zweifel und vergessen. Dann werde ich mein zerrissenes Dasein weiter fristen, nur weil du mich abstoßest, mich, die Erbärmlichkeit, einsam in der Ecke verschmachten lässt und ohne dich verliere ich mich und kann mich nicht finden und ich suche mich schon seit Ewigkeiten in Wüsten und Meeren, aber du bist der Ozean, voller Leben und Kraft, dein Blick hat es mir verraten. Nur dein Blick kann meine Welt retten, die Kriege zu Frieden bringen, die sich in mir Abspielen, die stählernen Rohre der Panzer in mir werden verstummen, die kalten Schritte der Soldaten aufhören, wenn du bei mir bist. Willst du den kein Friedensstifter sein? Ach, was rede ich? Du bist Einer, tief in deinen Augen ist ein Frieden, für jeden der in sie schaut, tief in deinen Augen versteckt sich Gott, aber sein Glanz kann nicht ganz verborgen werden und so muss er dich benutzen, dich Schönheit, um sich zu verdecken, was nicht ganz gelingt, auch du kannst ihn nicht überspiegeln, aber jetzt seit ihr Beide Eins geworden und könnt mich erfüllen. Wollt ihr? Die Frage zerreißt mich.
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Liebe, das ist Bereitsein in einen Benzintank zu springen, ihn von innen her anzuzünden, nur um mit dir darüber lachen zu können, wie das Feuer lodert. Liebe, das ist Mystik, das ist nicht mit Worten fassbar. Liebe bringt uns zurück zum Ursprung. Liebe gibt Sinn und was suchen wir mehr? Und was könntest du auch mehr für mich sein? Nichts. Ich liebe dich, das ist mein Verhängnis und mein schönster Traum. Und ich will nicht aufwachen, nicht aus Diesem Traum, der deinen Namen kennt. Liebe macht nicht blind, Liebe schaut mit den Augen Gottes. Und ich weine darüber, dass ich dich nicht haben kann. Aber ich liebe dich trotzdem, denn Liebe kennt keine Tabus, nur sich selber.
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Mich bedrückt der Gedanke keinen Platz für dich zu haben, wenn du ihn willst, denn ich will dir dienen. Aber was soll ich tun, wenn ich nicht kann? Ich will mich für dich zerstören und wegwerfen, mich nicht ernst nehmen, aber dich. Durch dich allein kann ich Etwas sein und zwar: Gottesdiener. Unterwürfig und klein will ich dir in die Augen sehen. Du bist meine Richterin, dein Wort ist mein Befehl. Mein Gesetz, das bist du. Du bist die Statue, die ich anbete, klein und nichtig. Vergib mir!
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Etwas was ich sagen muss, aber nicht kann. Was auf meiner Zunge brennt, aber nicht von ihr gleiten kann. Ein Schrei, der still bleiben muss. All das ist meine Liebe zu dir, die sich nicht ausdrücken kann, weder durch einen Blick, noch durch tausende von Kerzen, die für dich brennen. Ich bin bereit mich für dich zu vergessen. Das ist Liebe, denn Liebe ist vollständige Aufopferung. Aber ein Text beinhaltet nur Worte und Worte sind Abstrakte, sind nichtig, sie können nichts von Dem offenbaren, was in meiner Seele schlummert und träumt. Dieses Gefühl, mich nicht offenbaren zu können, will mich zertrümmern.

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Ich höre deine Stimme in meinen Ohren, aber du bist nicht da. Mein Wunsch ist so stark und die Realität so schwach. Du weißt nicht, was du für mich bist und das macht mich traurig. Mit aller Entschlossenheit muss ich es dir sagen, was nicht funktioniert. Ich bin so Einsam. Du bist meine Erlösung, das weiß ich. Ach Gott! Ach Gott hast du mich verflucht? Bist du der Grund meiner Tränen? Warum? Du weißt, dass ich sie liebe Gott. Warum, warum hilfst du mir nicht? Ich verliere meinen Glauben bis nichts bleibt und gewinne ihn sofort bei deinem Anblick wieder. Ist das nicht Liebe?
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Ich hab in den Himmel geseh´n und sah nur dich. Ich wollte frei werden, um mich von dir gefangen nehmen zu lassen. In Ketten quäle ich mich lächelnd und erfüllt vor dich, um Vergebung von dir zu erbitten, Vergebung für mein anmaßendes Verhalten dir gegenüber. Dass ich dir nie selbstlos diene, dass ich so klein und schwach bin und vor allem dafür, dass ich die Hoffnung habe, du könntest mich lieben. Und das ist die größte Anmaßung: die Liebe von Jemanden zu wünschen, der so viel mehr als ich ist.

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Du hast alles klein werden lassen, was ich erlebt habe. Alles was für mich groß und bedeutungsvoll war verblasst vor dir und deinem Angesicht. Ich will sterben, aber ich kann es nicht, wegen dir, ja Mädchen, wegen dir. Ich hoffe, du weißt das. Meine Vergangenheit hast du vernichtet, aber mir dafür ein Größeres gegeben, die Hoffnung, mit dir zusammen sein zu können. Und wie gering die Hoffnung auch in Erfüllung gehen kann ist bedeutungslos. Das Besondere an dieser Hoffnung ist, das ich sie mir überhaupt vorstellen und ausmalen kann. Das hält mich noch am Leben. Du lässt mich am Leben bleiben, ohne dir Dessen bewusst zu sein.
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Gehörte mir die Welt, ich würde sie dir schenken. Ich will alles vergessen, selbst mein Denken. Ist es nur dein Wunsch. Nichts außer dir hat wirkliche Bedeutung. Und ja! Ich bin ein Träumer, ein Phantast, ich bin gefangen in meinem eigenem Knast. Aber ich gebe auch das für dich auf, wenn du es nur sagst. Was verlangst du noch mehr, als Alles, was ich dir zu geben imstande bin? Du verlangst zu viel. Selbst mein Tod kann dir nicht genügen. Dann gebe ich dir meine vollkommende Resignation, die nicht sterben darf, obwohl sie es so dringend brauch. Noch schlimmer als der Tod ist das unerfüllte, traurige Leben, was raus will, aber nicht kann, aber nicht kann.
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Man merkt ganz deutlich wie die Tränen in Einem hochschießen, wie sich da Etwas aus Einem raus bewegen will, Freiheit sucht. In mir will sich Etwas offenbaren und dieses einsame Etwas ist Liebe, die Liebe, die lieben will, dich in den Arm nehmen will und einfach festhalten, die Liebe die zärtlich deine Wange streichelt. Ich kenne keinen Ausweg. Kennst du einen Ausweg? Bist du Mein Ausweg?
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Dein gutmütiges, sanftes Lächeln macht mich traurig, denn es ist so schön. Und mich machen schöne Dinge immer traurig, da ich in dem Moment, wo ich sie erlebe, auch wieder weiß, dass sie mir verloren gehen könnten, wie dein Lächeln, was mir verloren ging. Und dazu deine Augen, so tief, so dunkel, so stark wie ein Tunnel in deine Seele, dein Herz. Ich will dich streicheln und dir dabei in deine Augen schauen dürfen, aber mir ist es nicht vergönnt ein Leben zu führen, was mich glücklich stimmt. Ich habe nur eine Möglichkeit aus meinem Leben etwas zu machen und zwar in der Verwirklichung meiner Selbst, darin dass ich mich ausdrücke, mich offenbare, mich euch und vor allem dir offenbare.
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Jeder Versuch das Gefühl zu skizzieren, das mich durchfließt, wenn ich
dir in die Augen sehe ist eine Beleidigung für Gott. Ich habe in dein Gesicht gesehen, jetzt lass mich sterben. Wegen dir kämpfe ich Weltkriege in mir, nur wegen dir möchte ich tausend Tode in Kauf nehmen, für einen Blick, diesen Blick.
Was passiert, wenn du in einen Spiegel blickst? Stirbst du und wirst neu geboren für diesen Moment, so wie ich? Alles bist du und für dich, was bin ich da? Ein kleines, unbedeutendes Spielzeug deines Lebens, ein Affe, der auf Mammutbäume klettert, die für dich Sträucher sind. Ich brauche deine Augen, sie erhalten mich, lassen Hoffnung und Glauben.
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Ich brauche dich. Aber du schickst mich auf Suchen nach dir. Ich durchstreife Wälder und Wüsten, Meere und Seen, Felder und Städte, nur um dich zu sehen, dich zu blicken. Aber das macht mir keine Angst, Angst macht mir, dass ich wenn ich dich wieder einmal gefunden habe, die letzten Meter nicht gehen kann, wie ich sie nie gehen konnte, wie ich immer stehen blieb, bis du fort warst und ich musste dich auf ein Neues suchen. Daher muss ich mir eingestehen, dass ich mein Problem bin. Und dass es sehr schwer ist mich aus mir zu ändern. Das macht mir wirklich Angst, Angst und Tränen.
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Manchmal sitze ich nur so da, sehe mir die Welt an, wie sie an mir vorbei rauscht. Manchmal denke ich, dass alles sinnlos ist. Aber dann, dann wenn ich wieder Mut fasse, wenn mich die bedrückende Träne verlassen hat, um Platz und Raum zu schaffen. Dann fühle ich Hoffnung und die Freiheit diese Hoffnung zu einer Wahrheit zu machen, die Wahrheit zu erschaffen Ich bin nicht glücklich. Das weiß ich sicher. Aber ich weiß noch Etwas: ich kann es werden. Ja! Hört ihr wie ich schreie ohne nur ein Wort zu verlieren? Ich kann glücklich werden. Und ich war es. Ich war glücklich. Das muss man in Ruhe genießen. Aber ich trage mein Unglück mit mir herum, durch Gassen, Wege und über Straßen, in Räumen mit Menschen, die nicht wie ich sind und doch. Und wollte ich mein Unglück, was mein Geheimnis ist, artikulieren würden die Töne meines Geheimnisses durch den Raum schallen und vergebens Ohren suchen, und ich suche nur Ohren. Ich habe Keine gefunden, aber nur bisher. Was ist ein Bisher, wenn es nur ein Jetzt und Morgen gibt und geben wird? Was ist mir die Vergangenheit, außer ein Vergangenes, ein Unrelevantes, ein Unwichtiges? Mit meiner verborgenen Last und mir streife ich nun so umher, mache kurz Halt um wieder die Welten an mir vorbei rauschen zu lassen, um dann weiter zu streifen, zu schweifen, ja vielleicht sogar zu begreifen. Werde ich begreifen? Was ist begreifen? Weniger ein logischer Kausalzusammenhang, als vielmehr Deine Augen, Dein Blick, Deine Seele.
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Alles ist ruhig um mich und dein Blick erfüllt mich. Es gibt kein Nichts, keine Leere. Dein Blick gibt Sinn, er ist die totale Positivität des Seins, er ist Quellgrund des Vollkommenen.
Du bist vollkommen, trotz all deiner Fehler, die mir dein Charakter schleifen, die dich erst machen. Ich muss weinen und lachen, wenn ich dir in die Augen sehe. Mein Leben ist zum ersten Mal mehr als nur ein Etwas. Ich will für dich Sein und Nichtsein. Ich bin dein Sklave, deine Augen haben mich überzeugt. Ich bin dein Hund, trete mich, schände mich, töte mich, wenn du nur willst. Ich werde mich vergessen, um mich an dich zu erinnern. Ich liebe dich.
Schönheit findet durch dich eine neue Definition. Du bist Ästhetik. Ich will für dich durch Wüsten gehen mit der geringsten Chance des Überlebens, nur um einen kleinen, flüchtigen Blick in deine Augen zu werfen. Ich will, was du willst, wenn du nur willst: ich bin nicht willenlos, ich bin dein Wille.





[Geändert durch Willo am 23-06-2005 um 15:25]