1. #1
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    Das Becken
    Meine Augen brennen vom Chlor. Verschwommen sehe den weissgekachelten Boden des Beckens. Und diese armseeligen Versager, wie sie regungslos unter Wasser treiben. Noch zwei Schläge, und ich bin am Beckenrand. Ich hab meine Hausaufgaben gemacht, ich kann schwimmen. Noch ein Schwimmzug. Ich sehe Ihn schon, den Alten. Er steht am Beckenrand, mit Seinen ehrlichen Augen, gibt Er mir das gefühl, nein das wissen; Er wird mir helfen. Nun streckt Er auch schon seine Hand nach mir aus. Ich zerreiße. Mein Körper ist zum unerträglichen gestreckt, doch ich kann Ihn einfach nicht erreichen. Da dreht Er sich um. Er wird nicht einfach gehen. Er holt nur seinen Besen. Er wird ihn mir reichen und dann wird alles gut sein. Die Augen des Alten sind so zornerfüllt.Warum bloß, sind sie so zornerfüllt? Kann nicht denken! Muss schwimmen! Muss kämpfen! Muss leben! Da reicht Er mir schon den Besen. In Seinen Augen spiegelt sich meine Furcht. Meine verzehrte Visage. Oh gott, wie jämmerlich. Aber jetzt wird alles gut. Er reicht mir den Besen. Dann wird alles gut.
    zischend schnellt der besen in die höhe ich starre ihm erschrocken hinterher da kommt er auch schon wieder herab. Ich blicke noch einmal zum Alten. Und sehe seine Fratze. da schlägt auch schon der besen auf mich nieder zertümmert mir den schädel und es wird warm.
    Die Grammatik macht das Reimen nur unnötig kompliziert.

    Renn!

  2. #2
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    hallo jonas,

    Tut mir leid, ich verstehe den Zusammenhang nicht. Der Kerl muss schwimmen, aber warum steht der Mann am Beckenrand, er hat ehrliche Augen, aber plötzlich ist er wütend. Warum? Und was haben Hausaufgaben mit dem Text zu tun?
    Was mich stört, sind Deine Rechtschreibfehler. Und was ich mic auch noch frage, warum schreibst Du nach dem zweiten Absatz klein weiter?
    Der ganze Text ist mir ein Rätsel.

    Liebe Grüße

    überlebendes nichts
    Erfolg ist die Fähigkeit, von einem Mißerfolg zum anderen zu gehen,
    ohne seine Begeisterung zu verlieren.
    (Winston Churchill)
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  3. #3
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    aber für eine kurzgeschichte ist es meiner meinung nach etwas wenig
    Ich würde es auch nicht unter KGs einordnen, sondern eher unter die literarische Gattung der Parabel. Und als solche gefällt sie mir eigentlich ganz gut.
    Einzig dieser Teil ist mir zu plakativ:

    Kann nicht denken! Muss schwimmen! Muss kämpfen! Muss leben!
    Auch dieser Satz will sich nicht so recht, aufgrund seiner Verschachtelung, in das stilistische Gesamtbild einordnen:
    Er steht am Beckenrand, mit Seinen ehrlichen Augen, gibt Er mir das gefühl, nein das wissen;
    (Anstelle des Semikolons muss hier ein Doppelpunkt gesetz werden)

    Dennoch werden Verzweiflung und falsche Hoffnung recht ordentlich herausgearbeitet. Und man steht, Parabeltypisch, erst ein mal mit einem großen Fragezeichen nach dem ersten Lesen da.

    Was die Orthographie angeht, stimme ich meinen Vorrednern zu; ein wenig mehr Sorgfalt hätte dem Text gut getan.

  4. #4
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    So werde mich nun auch mal zu meinem Text äußern. Ich habe den Text in diesen Teil des Forum geposted weil ich der Ansicht bin, dass er unter den Punkt Erzählung fällt. Allgemein ist der Text sehr metaphorisch zu verstehen. Er handelt nicht über jemanden der in einem Becken ertrinkt, weil der Hausmeister ihm eins mit dem Besen überbrät. Er handelt eher über ein Lebensgefühl das mich dann und wann überkommt wenn ich darüber nachdenke wie stark sich unsere Gesellschaft zu einer kalten Ellenbogengesellschaft entwickelt.

    "Und was haben Hausaufgaben mit dem Text zu tun?"
    Ich in dem Text Hausaufgaben im Zusammenhang zu einem Sprichwort bzw. einer Redensart gebraucht, die wie ich dachte allg. bekannt ist.

    Zu den Rechtschreibfehlern, ähm ja die sind mir peinlich...
    Die Grammatik macht das Reimen nur unnötig kompliziert.

    Renn!

  5. #5
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    Hallo Jonas,
    Da ich den Text erst jetzt gelesen habe, kann ich nicht beurteilen ob ich ihn auch wirklich ohne deine Erklärung richtig verstanden hätte. Aber ich behaupte trotzdem dass ich deinen Text schon beim Lesen in die richtige Richtung gedeutet habe.


    Ich finde die Idee ehrlich gesagt richtig gut und auch passend. Es hat einige sehr gute Metaphern, z.b meine Augen brennen vom Chlor- heisst für mich brennen von dem Anblick all der "gesellschaftsfähigen" Menschen die sich von allem "Unkraut" durch Desinfektion befreien.
    Der "Hausmeister" als Personifizierung der Ellenbogen Gesellschaft, sozusagen als deren Wächter, auch sehr gut gelungen.

    Also im Großen und Ganzen gefällt es mir wirklich gut!

    P.S. Die Redensart mit den Hausaufgaben, sollte eigentlich auch Jedem bekannt sein.

    Gruß
    question



    [Geändert durch question am 02-07-2005 um 03:13]

  6. #6
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    Die Redensart mit den Hausaufgaben
    ist mir wohl bekannt, aber
    ich fand da keinen Zusammenhang, mit der Erzählung
    weil ich wie gesagt die Geschichte
    etwas falsch Interpretiert habe ....

    LG
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