Thema: Konfusion

  1. #1
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    Drehbuch zu Konfusion,ein Trauerspiel in 10 Bildern

    1.Bild

    Die Buehne ist duester,zwielichtig beleuchtet.
    Im Hintergrund der Horizont als gerade Linie - unterhalb grauocker und oberhalb graublau - gemalt.
    Es stehen drei Trauerweiden im Bild auf der Buehne.
    Das Wasser des Baches wird mit blauen sich bewegenden Stoffbahnen dargestellt.
    Weisse und graue Wolken ziehen in Windrichtung langsam ueber die Buehne.
    Es ist leise Wind und Bach-Wasserrauschen zu hoeren.

    Margit - ein ungefaehr 10 Jahre altes Maedchen,
    Natascha -
    Richard
    Alle drei Darsteller tragen graue Regenmaentel und Gummistiefel.
    Natascha traegt einen bunten Schal.
    Richard hat Handschuhe an.
    Margit ist etwas im Hintergrund,am anderen Ufer des Baches.Natascha und Richard sind im Vordergrund zu sehen.Sie haben die Kraegen aufgestellt und die Haende in den Taschen.

    Sie gehen neben dem Bach.Ihre Schritte sind abwechselnd hoerbar.Alles soll etwas pantomiemenhaft, oder "zeitlupenartig" und staendig in Bewegung sein.

    Richard kommt naeher zu Natascha und sie geben sich die Hand.Doch Natascha steckt ihre Hand schnell wieder in ihre Tasche.Sie beginnt,wie mit sich selbst zu sprechen-laut zu denken.
    Natascha: "Wer bin ich?.....Ich weis ich gehe...
    Wohin gehe ich?...Ich weis es nicht.
    Bin ich gluecklich hier? Ja.Aber ich bin
    ungluecklich ueber die Menschen,die
    anderswo ringsherum weinen - alleine sind
    krank sind - Krieg haben -
    Ich will fuer sie kaempfen - ich will ihre
    Leiden spueren.....ich fuehle aber einen
    Zustand....ich fuehle meinen
    Selbsterhaltungstrieb...

    Waehrend Natascha spricht wird eine kleine Brueche ueber dem Bach auf die Buehne geschoben,waehrend ein abgedeckter Scheinwerfer langsam ,starker und staerker Licht gibt und die Wolken von der Buehne verschwinden.


    Margit kommt ueber den Bach zu den anderen beiden herueber.

    Richard pfeift leise eine Melodie.

    Natascha zu Margit:"Hast du geweint? Dein Gesicht-"
    Margit unterbricht:"Nein,nichts ist."

    Durch einen abgedeckten Scheinwerfer soll die Sonne Dargestellt werden.Waehrend sich langsam das Licht steigert verschwinden die Wolken von der Buehne.Auch die Bruecke wird wieder langsam entfernt und von rechts ein Hausfassade auf die Buehne geschoben.Man hoert Regentroepfeln.
    Das Licht geht langsam ab.


    PS>Ihr Leser werdet Euch wahrscheinlich denken,die macht aber grossen Buehnenspektakel fuer wenig Worte. - Ich hoffe,dass es trotzdem ,und das soll es vor allem interessant,oder "strange" genug ist,um weitergelesen,weiterverfolgt zu werden.Bis spaeter,
    zu Bild 2.Amrei-lyrics
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  2. #2
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    Du hast viel Fantasie in Deinen Werken, Amrey. Und das ist sicherlich notwendig, um so etwas auf die Beine zu stellen. Aber der Unterton ist mir doch zu ÖDE. Und dann bekomme ich immer einen Lachkrampf. SOrry.

    Es grüßt (soll ich auch jetzt 'lieb' grüßen? *gg*)
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  3. #3
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    Zuerst moechte ich mich fuer fatale Rechtschreibfehler und eine unnoetige Wiederholung eines Satzes entschuldigen und moechte jetzt mit dem 2.Bild fortfahren.

    Konfusion
    2.Bild

    Innenraum:Fenster,zwei Tueren,Ohrensessel,Bett,Kamin (Feuer dargestellt mit sich bewegenden feuerfaerbigen Tuechern)

    Richard sitzt im Ohrensessel beim Kamin und schaut Natascha an.
    Natascha und Margit sitzen auf dem Boden beim Kamin.
    Margit steht auf und sagt: "Ich gehe schlafen.Die frische Luft hat mich muede gemacht." Sie geht durch eine Tuer ab.

    Natascha:"Ich habe Angst,dass etwas seinen Lauf nimmt,ohne
    mich zu warnen - "

    Man hoert aus der Ferne die Kirchenglocken zehn Uhr schlagen.Man hoert etwas Sturm.Das Licht auf der Buehne geht langsam aus.Waehrenddessen zuendet Richard eine Kerze an.Natascha und Richard legen sich nebeneinander auf das einfache Bett.Natascha zieht sich die Decke bis zum Kinn.Beide schauen auf den Plafond.

    Richard:"Gehst Du morgen mit,wenn ich mir die Haare
    schneiden lasse,oder willst du laenger schlafen?"

    Natascha:"Nein."

    Richard:"Hast du schon die Blumen gegossen? - Wenn du das
    nie tust gehen sie bald ein!"

    Natascha:"Hm. - Hast du schon gehoert? Wir sind alle
    aufgeflogen,...aber wir muessen ganz ruhig
    bleiben|!"

    Richard:"Nein.Ich glaub' dir nichts davon."

    Natascha:"Man wird uns verhaften!"

    Richard:"Hm."

    Sie schauen etwas unruhig hin und her.

    Natascha:"Warum bist du jetzt so still?"

    Richard:"Weis nicht -" Richard legt die Haende ueber den Kopf.

    Natascha:"Mir ist schrecklich kalt -"

    Richard:"Es wird noch viel kaelter werden."

    Natascha:"Mach bitte das Fenster zu !"
    Richard steht auf und schliesst die Laeden.
    Natascha:"Danke - aber komm wieder zu mir unter die Decke.
    Morgen wird die Welt untergehen und ich will
    dich neben mir haben.Morgen werde ich weinen.Ich
    spuere das schon - umarme mich jetzt - ich
    brauche es - Morgen wird unser Haus einstuerzen
    und wir beide werden daran sterben.Ich will
    nicht so bei offenen Fenster schlafen - sterben.

    Richard:"Hast du die Tuer abgesperrt?"

    Natascha:"Ja.......du darfst dir morgen nicht die Haare
    schneiden lassen!Ich werde auch die Blumen nicht
    mehr giessen - wozu denn,wenn alles einstuerzt.
    Hoerst du mir noch zu?"

    Richard:"Ja,aber ich glaube ich bin taub dafuer geworden,
    und danke mir jetzt nicht dafuer,was ich dir sage
    es ist ja doch bedeutungslos."

    Natascha:"Und du sollst mir auch nicht verzeihen,wenn ich
    dich beleidigt habe.Schlage mich ins Gesicht,wenn
    du willst,morgen geht sowieso die Welt unter -
    schlage mich blutig und lecke dann meine Wunden
    ab.Es wird suesslich schmecken. - dann erst
    darfst du mir verzeihen,dass ich dich unendlich
    gerne habe.
    Richard entsetzt:"Aber -"

    Natascha unterbricht:"Bitte sei jetzt still.Ich will die
    Flieger hoeren,wenn sie Bomben abwerfen.Dann
    will ich spueren,wie es mir die Beine fortreisst
    und wie ich unter den Ziegeln liege. - Dann
    brauchen die Blumen sich kein Wasser mehr."

    Richard schreit Natascha an:"Hoer auf ! Ich kann nicht mehr
    Du machst mich verrueckt mit deinem verrueckten
    Gerede!"

    Natascha voellig ruhig:"Sei still. Ich weiss,dass wir alle
    morgen in die Luft fliegen - aber vielleicht
    wirst du ueberleben?"

    Dann voellige Stille.Natascha loest ihre Haare aus der Frisur.
    Natascha:"Liebst du mich?"

    Richard:"Mhm."

    Natascha:"Wuerdest du mich toeten koennen?"

    Richard halblaut verzweifelt:"Wie? Mit einem Messer?
    Nylonsack?Nylonstrumpf?Mit Gift? Oder einem
    Gewehr? Aus dem Hinterhalt?Frontal? -
    Ach,was rede ich - "
    Nach einer kurzen Pause-
    Natascha:"Hast du heute deine gelben,oder deine schwarzen
    Socken an?"

    Richard:"Die schwarzen.Schlaf jetzt!"

    Natascha:"Bist du verrueckt?Du willst unseren letzten
    Sonnenaufgang nicht sehen? - Wie bist du doch
    veraechtlich gegenueber der Natur! Du beachtest
    sie gar nicht,wenn sie uns doch beweisen will,
    wie sie alles ueberdauern kann!
    Ausserdem will ich den Regen hoeren - er spielt
    seine Melodie fuer uns."

    Natascha erhebt sich vom Bett,zieht wortlos Stiefel,Mantel und Schal an und geht durch die andere Tuer ab.
    Richard bleibt ueberrascht im Bett sitzen und spricht mit sich selbst:" Ich zweifle,ob es wirklich Nebel ist,oder
    Rauch,der uns voreinander versteckt - dass wir
    nicht vor unseren grausamen kalten Gesichtern
    erschrecken - die nur Abklatsch von dem sind
    was wir immer getan,tun,und tun werden und so
    gar NICHTS dabei bedenken."

    Aus der Ferne hoert man die Glocken vier Uhr schlagen.
    Langsam daemmert es.Margit ist verschlafen auf die Buehne gekommen und hat Richards Selbstgespraech mitgehoert.

    Margit:" Sie geht weg? Warum? Verlaesst sie uns? - Mag sie
    uns nicht mehr?"

    Richard unterbricht das Fragen:"Kommt sie wieder? - wie
    einsam sie aussieht - und doch,sie macht den
    Eindruck,als waere sie gar nicht alleine,oder
    als waere sie gar nicht sie selbst - und
    vielleicht ist sie's gar nicht -"

    Margit;"Sie wird wieder kommen!"

    Richard:"Der Mantel wird im Sommer von den Motten
    zerfressen werden,wenn sie ihn in den Kasten
    haengt."

    Margit:"Sie kommt wieder!"

    Richard:"Ich bin einverstanden,dass sie ein wenig fort
    ist."

    Licht aus.
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  4. #4
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    3.Bild

    Strasse; im Hintergrund Hausfassaden, Baeume, links auf der Buehne ein Einbahnschild.Etwas Nebel.

    Viele Menschen kommen auf die Buehne,wie Strassenpassanten,und gehen wieder ab.

    Natascha in Stiefel,Mantel und Schal ist eine davon.Ihre Stiefel knarren etwas,waehrend sie sich langsam pantomimenhaft bewegt und die Leute genau ansieht.
    Manchmal gruesst jemand,oder wechselt mit Natascha einige Worte,und geht dann weiter.

    Einer der Passanten sagt zu einem anderen:"Ich gruesse sie,Herr Hildebrandt!"
    Der Angesprochene erschrickt und geht verwundert weiter.

    Diese verschiedenen Bewegungen auf der Buehne kombiniert mit Autolaerm,Sprechen,Telefon,Schritte,Herzklopfen,Atmen steigert sich zu Laerm und wirren Getue.
    Aus diesem Durcheinander heraus entsteht ploetzlich Ordnung: Eine Verkehrskreuzung mit Zebrastreifen und Ampel wird arrangiert.
    Der Laerm wird leiser und es bleibt nur Eisenbahnwaggongeraeusch ueber,waehrend das Einbahnschild weggenommen und durch ein Schild mit Aufschrift"BAHNHOF" ausgewechselt wird.
    Es kommen Baenke auf die Buehne und im Hintergrund die Fassade eines Zuges mit Tuer und Fenster.
    Man hoert das Einfahren des Zuges.
    Natascha wartet mit dem Ruecken zum Publikum.Sie steigt ein.
    Der Laerm des abfahrenden Zuges verzerrt sich langsam und wird leiser,bis er voellig verstummt.Gleichermassen wird das Licht auf der Buehne immer weniger.Und dann langsam wieder staerker als man das Bremsen des Zuges hoert.

    Man sieht durch das Fenster des Zuges,dass Natascha aufwacht und spricht:
    "Leben!"

    Auf einmal steigen viele Leute aus und gehen links und rechts von der Buehne ab.

    Natascha steigt aus und setzt sich auf eine Bank.Waehrend sie mit ihren Schalfransen spielt spricht sie:
    "Leben! - gut leben,schlecht leben - lange,oder kurz leben - Ich geniesse mein Leben!"
    Aus dem Hintergrund hoert man eine Stimme rufen:
    "Irgendeiner zwang mich zu leben!"

    Natascha:
    "Sterben."

    Es kommen zwei Leute auf die Buehne und unterhalten sich darueber,dass es heute vormittag geregnet hat.
    Man hoert im Hintergrund das Bellen eines Hundes.Es wird dunkel auf der Buehne,es bleibt nur die Strassenbeleuchtung sichtbar.

    Atmen,Herzklopfen,Schritte,Regentropfengeraeusch und das Rauschen des Windes entwickeln sich zu einem Harmonischen Rhytmus im Hintergrund.

    Natascha spricht:"Ich gehe,um im Gehen einmal zu Grunde zu gehen."

    Natascha steht auf und macht ein paar Schritte und bleibt stehen.:
    "Ich bleibe stehen,um im Sterben alles naeher zu haben.Ich denke,damit ich es nicht verlerne mich an Menschen zu erinnern,die ich liebe."

    Natascha schaut um sich und spricht dann:
    "Ich schaue,um andere nicht im Schauen zu stoeren.-
    Ich hoere,um zu bemerken,wann meine Schritte anhalten und ich vielleicht sterbe."

    Das Atemgeraeusch im Hintergrund tritt etwas hervor.
    Natascha:"Ich atme,damit ich fuehle,wie bei jedem Atemzug mein Koerper bebt -" sie spricht ausdrucksvoller:"Ich hasse,um Liebe fuehlen zu koennen!"
    Natascha setzt sich wieder hin.

    Das Licht geht aus.
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  5. #5
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    4.Bild

    Die Buehne erscheint als Park.Parkbaenke und einige Spaziergaenger sind zu sehen.
    Es ist alles sonnig beleuchtet

    Natascha liegt auf einer Bank und schlaeft.
    Ein alter Mann setzt sich neben sie und spricht wie im Traum:
    "Ich bin Vergangenheit......ich bin von einer toten Welt......ich weis nicht mehr ob es gestern dunkel war oder hell - "

    Natascha sagt im Schlaf:"Da ist Aehnlichkeit zwischen dieser Zeit und der Erinnerung,die sich durch mein enges Gedaechtnis zwaengt - wie ein Jahrhundert - wie ein Film -
    man koennte Angst dabei bekommen - oder Mordlust? - Soll ich dich am Sterben hindern?"

    Der alte Mann:"Ich werfe mich in die Meeresbrandung der Erinnerung - und sterbe - "

    Der Mann steht auf und geht ab.

    Natascha setzt sich hin reibt ihre Augen,wacht auf,schaut etwas verwirrt umher,steht auf und geht ab.
    Licht aus.
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  6. #6
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    5.Bild

    Eine Kuenstlerwohnung:Staffelei,Sofa,Tisch,Sesseln,Bett,Fenster,Tuer
    Chi steht vor dem Fenster.Er ist taub.
    Es klopft und Natascha kommt herein.
    Als er Natascha erblickt,gibt er ihr die Hand,umarmt sie freundschaftlich und sagt:
    "Dass DU gekommen bist,Natascha!?"
    Natascha:"Ich hatte es versprochen!"
    Chi nickt als haette er verstanden und bittet sie mit einer Geste zu Tisch.Sie essen.

    Waehrenddessen wird die Buehne langsam dunkel.Nacht.
    Nach einiger Zeit wird es wieder Tag auf der Buehne.
    Natascha sitzt bei Tisch und schreibt.Zerknuellt ab und zu ein Papier und wirft es in den Papierkorb.Chi liest.

    Und wieder wird es langsam dunkel,danach wieder langsam hell.Der dritte Tag bei Chi.
    Natascha schreibt noch immer spricht aber jetzt dabei:
    "Ich schreibe,um in Schreiben einmal innehalten zu muessen - ich male,um alles gesehene in mich zurueckfuehren zu koennen - ich tue euch weh,um meinen Schmerz aus mir zu ziehen - ich traeume,dass ich etwas zu denken habe,woran ich verzweifeln koennte.Ich hebe mich aus den stummen Sesseln,um ueber euch zu stehen - ich falle,um mir weh zu tun - ich trinke,um mein Leben zu fuehlen - ich schlafe,um die Zeit von mir weichen zu lassen - ich lebe,um euch irgendwann zu entgleiten - sterben darf - ich lache,um mich selbst zu hoeren,dass ich bin und immernoch lebe - auch im Sprechen hoere ich nicht mich,sondern den der mir zuhoert -"

    Das Licht geht wieder langsam aus,nach ein wenig Zeit geht das Licht wieder an ;der 4.Tag bei Chi.

    Natascha sitzt mit dem Ruecken zum Publikum und malt ein Bild auf der Staffelei.
    Ein mittelgrosses weisses Brett steht auf der Staffelei,sodass die Zuschauer sehen koennen,was Natascha malt.Sie sollte es womoeglich spontan,waehrend der Vorfuehrung,waehrend der Szene malen,wie folgend angegeben.Sie malt Meer,Sonne und einen dunklen Vordergrund.Sie malt Schaumkronen aufs Meer,dann Wolken und einen Wanderer.Waehrenddessen spricht sie:
    "Ich bin der alte Tag - ich bin der alte Tag..."

    Dann uebermalt Natascha den Wanderer wieder.Das Licht geht langsam aus.

    Wenn das Licht wieder heller wird(der 5.Tag)sieht man Natascha gerade sich den Mantel ausziehen,sie sagt:
    Ich war in der Kirche -"

    Chi nickt,als haette er verstanden.Er geht zum Tisch und gibt Natascha einen Brief.Chi sagt:"Ein Brief von Richard."

    Natascha oeffnet ihn und liesst ein wenig und sagt dann seufzend:"Wann ist denn endlich August?"

    Licht langsam aus - und wieder langsam an :der 6.Tag.
    Man sieht Natascha wieder schreiben.Nachdem sie den Brief,den sie schrieb zugeklebt hatte steht sie auf und sagt:"Ich gehe zur Post den Brief abschicken."
    Natascha zieht sich an und geht.
    Nachdem Natascha durch die Tuer war,geht Chi zur Staffelei und betrachtet lange das Bild.
    Natascha kommt wieder und Chi stellt sich wieder vors Fenster.
    Natascha:
    "Ich bin aelter geworden,vernuenftiger,sehnsuechtiger - welche Messe ist morgen?"

    Chi antwortet nicht.
    Beide setzen sich wieder zum Tisch und essen.Man hoert vom Fenster her Kinderlachen.Natascha stuerzt zum Fenster und spricht erregt und gefuehlsbetont:"Chi!Kennst du ihn noch?Ist das nicht der Bub mit dem ich frueher immer gespielt habe,damals,noch bevor ich von hier wegging - weis Gott wohin ich lief - weis der Himmel warum und wovor ich weglief! -"
    Chi blickt sie verwundert und stumm an.
    Natascha zieht sich an und laeuft die Stiegen hinunter.Man kann die Schritte hoeren,nachdem sie die Tuer zufallen liess,
    Kurze Weile.Licht aus.



    6.Bild

    Strasse,Baeume,traurige Farben,Kinder spielen Nachlaufen.
    Natascha spielt mit ihnen.Nachdem sie etwas erschoepft innehaelt,sagt sie:"Ich laufe ja mir selbst nach,und meiner Vergangenheit -"
    Blaetter fallen zu Boden.
    Die Kinder laufen von der Buehne ab.
    Natascha geht pantomimenhaft Kastanien vor sich herstossend und spricht dabei:"Ich bin in einem Tag aelter geworden,als in einem ganzen Jahr."
    Licht aus.

    Wenn das Licht wieder angeht sieht man das selbe Buehnenbild,aber ohne Baeume.Eine Parkbank.
    Natascha liest stehend einen Brief.

    Zwei Menschen kommen auf die Buehne.
    Natascha spricht einen davon an:"Koennten sie mir vielleicht sagen,wie spaet es ist?"
    Der Passant:"Neun Uhr fuenfundvierzig."
    Der Mann will weitergehen,doch Natascha haelt ihn auf und fragt:"Und das Datum bitte?"
    Der Passant:"Der sechsundzwanzigste Oktober."
    Der Passant will jetzt weitergehen,doch Natascha haelt ihn abermals,bittend auf.
    Der Passant sieht sie etwas ungeduldig an und sagt:"Was denn noch meine Dame?"
    Natascha:"Welches Jahr haben wir?"
    Passant:"1980"
    Natascha:"Dankeschoen"

    Der Mann geht weiter,dreht sich aber nochmals verwundert um,schuettelt den Kopf und geht ab.
    Natascha setzt sich auf die Bank und wartet.Nach einiger Zeit kommt ein in Anzug und Hut gekleideter aelterer Mann und begruesst Natascha:"Ich gruesse sie.Warten sie schon lange?"
    Natascha:"Nein nicht der Rede wert,aber ich bin froh,dass sie gekommen sind.Ich habe fast kein Geld mehr und das Bild verstaubt bald."
    Der Mann lacht kurz und sagt dann:"Gut,dann koennen wir gleich ueber den Preis sprechen -"
    Der Mann holt einen Notizblock aus seinem Sakko und spricht weiter:"Ich gebe ihnen dreitausend gleich,den Rest schicke ich ihnen mit der Post. Brauchen sie sonst noch etwas?"
    Natascha:"Nein,alles klar.Ich warte auf die Postsendung."
    Natascha erhebt sich und geht gleichzeitig mit dem Mann in entgegengesetzter Richtung von der Buehne ab.

    Licht aus.
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  7. #7
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    7.Bild

    Park,Baenke,herbstliche Baeume,Laub,man hoert etwas Wind;Blaetter fallen.
    Richard sitzt am Rande der Buehne auf einer Bank.

    Natascha kommt auf die Buehne und beginnt beim ersten Viertel mit sich selbst zu sprechen:"Die Nachricht muesste er bekommen haben -"
    Ploetzlich erblicken sie einander.Etwas unsicher beginnen sie zu laufen,umarmen einander und beginnen sich zu drehen.
    Natascha voll Freude:"Mir ist zum Lachen und Weinen zugleich zumute - ich bin soo froh,dass du gekommen bist!"

    Beide setzen sich auf eine Bank

    Natascha:"Kurz dachte ich,ich muesste dich hassen,als ich da auf dich wartete...aber ich hab' dich noch genauso gerne - komm,lass mich deine Haende waermen!Sie sind so kalt.Erzaehl etwas von dir!"

    Richard:"Ich hab dich eigentlich auch noch so gerne,aber trotzdem hasse ich dich,vielleicht,weil du damals so einfach weggingst."

    Natascha erwiedert etwas besorgt:"Richard,du faellst,so wie diese Blaetter hier,du faellst mit ihnen.Es ist Herbst,ich muss zugeben,auch ich bin gefallen - nicht so stark wie du,ich will nicht fallen!"

    Richard:"Es war so schoen hier auf dich zu warten und diesem Fallen zuzusehen - es war aber schrecklich alles tiefer fallen zu sehen,als ich es tat."

    Natascha:"Ist Hass nicht ein grosser Schatten?Und dieser Schatten in deinem Gesicht,hast du den frueher auch gehabt - und ich hatte ihn nicht gesehen?"

    Richard:"Mach dir nur keine Gedanken - auch du hast Schatten in deinem Gesicht,und du wirfst einen sehr steilen Schatten in der Mittagssonne.-Jetzt kaum,denn auch die Sonne faellt."

    Nach ein paar Minuten Schweigen beginnt Richard:"Woran denkst du jetzt?"

    Natascha:"An ein Bild,das ich jetzt male.Ich denke nach,welche Farbe ich als Naechste dazumische.Es muss eine Farbe sein,die mich an dich,heute erinnert.Ich glaube sie muss sehr hell sein - oder vielleicht taeusche ich mich.."

    Richard:"Du wuerdest mich an die Farbe Blau erinnern,weil sie von alledem heute abweicht.Nichteinmal der Himmel ist heute blau!"

    Blaetter fallen.Licht aus.



    8.Bild

    Buehne im Morgenlicht,ein Bett,ein Fenster
    Natascha und Richard sitzen im Bett.

    Richard:"Einmal,da sahen wir einander in einer weiten Kuehle und Entfernung...und dann traten wir durch ein riesiges Portal und wunderten uns,einander getroffen zu haben.
    Wir verloren unsere distanzierte Angst,einander naeher kennenzulernen.
    Nur fluechtige Blicke und karges Wortgefecht sollten zu einer langen Ewigkeit zeitgerechten Verstehens werden.
    Der Atem verhinderte ein Frieren deiner Worte,die mir manchmal so fremd vorkamen -"

    Natascha:"Sag,erinnerst du dich noch an die Stille,dann das kurze Lied und der Wind,der zaghaft durch die Blaetter fuhr? Deine Augen haben mich damals so verwundert angesehen und so viel gefragt. Ich glaube ich habe dir nie geantwortet."

    Richard:"Siehst du immernoch die Augen,als Spiegelbild der Seele?"

    Natascha:"Was haelt dich eigentlich zurueck mich dorthin zu fuehren,wo wir das erste Mal nebeneinander standen?

    Richard:"Ich erinnere mich eines Morgens.an dem die Sonne ihre Strahlen zum Spiegel warf,der sie dann reflektierte.Ein Morgen,an dem sich die Strahlen erst durch den dichten Nebel kaempfen mussten - das erinnert mich immer wieder stark an den Tag,an dem du fortgingst.
    Lass dir noch ein Stueckchen Morgenhimmel schenken.Ich will dir zeigen,wie es Tag wird,ohne,dass du immerzu nur schlaefst!"

    Natascha:"Als ich wegging von dir begannen sich allmaehlich die Sonnenstrahlen durch das helle Grau des Himmels zu draengen.Andere Gesichter erhellten,um das Draengen und Schieben der Taten nicht versteckt zu lassen.Spaeter schob sich ein hellroter blasser Ballon durch die Wolken und durchs Geaest.Voegel zwitscherten,die Baeume rauschten und der Bach waelzte sich plaetschernd ueber die Steine und trug die bunten Herbstblaetter davon.
    Doch bald wollte sich die Zeit wieder verdunkeln,in eine unaufhaltsame Daemmerung tauchen."

    Richard:"Und so erlebtest du diesen Tag?"

    Natascha:"Diese Gedanken durchflogen mich,als ich daran dachte,wie ich fruher um dich kaempfte.Vom Fallen des Herbstes umgeben,sahst du einem Kind aehnlich - diese Haende - die Augen - der Mund,der sich immer nach Maerchen sehnte -"

    Richard:"Sag mir,wie lange Kinder Kinder bleiben,denn ich will nicht mehr weinen.Ich weinte zu oft,aber so,dass es niemand hoeren konnte - und ich wartete - wartete -"

    Natascha:"Warum erinnerst du mich daran?Es war schon schlimm genug!"
    Willst du mit mir spazieren gehen,wie damals,in diesem grossen unbebauten Feld?"

    Richard:"Ja.Komm,gehen wir!"

    Licht aus.

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  8. #8
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    9.Bild

    Buehnenbild,wie beim 1.Bild.Duestere zwielichtige Beleuchtung,weisse und graue Wolken ziehen vorbei,Wasser mit sich bewegenden blauen Stoffbahnen dargestellt,zwei Weiden.
    Nur Richard unnd Natascha gehen spazieren.
    Das Gesamtbild wirkt pantomimenhaft und ist mit Wind immer irgendwie in Bewegung.

    Natascha:"Ich habe Angst vor dem Krieg!"
    Natascha packt Richard bei den Schultern und zwingt ihn so sie anzusehen:
    "Ich wuerde mitkaempfen um das Leben anderer.Was um mich geschehen wuerde waere mir egal - und ich wuerde immernoch kaempfen,auch wenn andere schon aufgegeben haetten - es waere ein harter Kampf - eine Ironie -"
    Sie lacht ein wenig,dann weiter:
    "Erinnerst du dich auch an damals,als wir hier spazierten,und dann,zu Hause,die Angst -"

    nach kurzen Schweigen sagt sie:"Angst ist eine Krankheit!
    Richard,wie war es damals im Krieg?"

    Richard antwortet nicht.Dichte Nebelschwaden ziehen an ihnen vorbei.

    Natascha:"Ich war bei Chi.Er ist taub.Er war damals in Vietnam und ist hierher geflohen.Er kam halb lebendig,halb tot an.Er sah und fuehlte Hunger.Er hatte Kinder gesehen,die beinahe nicht mehr lebendig sich kaum bewegen konnten -"

    Richard unterbricht:"War Chi feige,dass er geflohen ist?"

    Natascha:"War es denn falsch zu fliehen?"

    Sie schweigen,dann Natascha weiter:"Damals,als ich ihn kennengelernt habe tat er mir leid,denn er hatte seine ganze Kraft im Kampf um etwas total sinnloses verloren.Er erzaehlte mir von den EWrschiessungen - und von den Demonstrationen in denen er schon halb verrueckt mitschritt - angsterfuellt - nur Maschienengewehre,Panzer,Bomber und das verstummende Geschrei der Kinder und abertausender Menschen - da war er geflohen..."

    Richard:"Auch ich habe Angst vor dem Krieg!"

    Natascha:"Koennen wir umkehren?"

    Richard erhebt erstaunt den Kopf:"Ja - ."

    Natascha:"Ich glaube ich bin erwachsen geworden,ich kann meine Kindheit nicht mehr finden."

    Langsam steigert sich der Sturm.Waehrend die Hausfassade,wie im 1.Bild auf die Buehne geschoben wird und der Bach und die Weiden langsam verschwinden,verschwindet auch nach und nach der Nebel und die Wolken.Die dem Zuschauer sichtbare Aenderung der Buehne,soll so ablaufen,dass die Bewegungen der Staeke des Sturms angepasst ist und mehrere Personen,die wie Natascha gleich aussehen dieses Hin- und Herraeumen auf der Buehne volziehen sollen.Ordnet sich das Bild gehen alle langsam ab
    Das Licht geht aus,der Sturm hoert auf.

    Das Licht geht wieder langsam an und man sieht Natascha den Schluessel aus der Tasche nehmen,um die Tuer aufzusperren.Natascha weint.Sie sperrt auf und geht hinein.
    Ein Hund bellt.Ein Auto faehrt los.

    Auf der Buehne sieht man nur die Hausfassade und hoert die Geraeusche die sich dahinter abspielen.Man hoert,wie Natascha die Treppen hinaufsteigt.Man sieht durch das geoeffnete Fenster,dss Natascha Licht macht.Sie steigt die Treppe wieder hinunter.
    Man hoert die Fensterfluegel schlagen.Natascha kommt und schliesst das Fenster.Man hoert,wie sie wieder die Stiege hinaufgeht.

    Licht aus.




    10.Bild

    Hintergrund der Buehne:der Horizont zwischen Meer und Himmel,der Strand,Sturmheulen,Kriegslaerm
    Viele Menschen sind auf der Buehne,Frauen und Maenner in Uniformen.
    Natascha in zivil gekleidet geht schwebend torkelnd zwischen den Menschen umher,waehrend die Uniformierten Marschuebungen,Schiessuebungen und Totschlag darstellen.
    Die Toten bleiben unbeachtet auf der Buehne liegen
    Waehrend ganz langsam die meisten tot daliegen,und auch Natascha schlafend zwischen ihnen liegt,und die noch Lebenden von der Buehne abgegangen sind verstummt das Windheulen und der Kriegslaerm.

    Zoegernd erwacht Natascha und waehrend sie sich noch erhebt spricht sie halb im Traum,halb im Wachzustand:"
    Ich bin wertlos.Zu klein,um zu begreifen - ich bin arm und schwach - meine Augen sind glanzlos geworden."

    Sie geht zwischen den Toten schlaftrunken umher.
    Ein Zeitungsmann kommt auf die Buehne und ruft:"Es gibt keine Sieger in diesem Krieg!Es wurde zu viel gemordet!Es fehlte praeziese Strategie!"

    Natascha:" - und ich bin eine der gemordeten,die niemandem und nichts zum Leben verholfen hat -..."

    Natascha versucht weiterhin aufrecht zu bleiben und munter zu werden.Sie beginnt etwas ironisch zu laecheln und singend sagt sie:"Natascha findet weder Haus noch ueberlebende....Natascha findet weder Sieger,noch Verlierer...Natascha kapituliert...Natascha ist fuer Natascha Gift - moerderisch..."

    Waehrenddessen tragen wie Sanitaeter gekleidete Frauen und Maenner die Leichen von der Buehne.

    Auf einmal schreit Natascha:'Chi! Wohin gehst du?"

    Sie stuerzt zu einem Toten,den man gerade wegtragen will und legt die Hand auf sein Gesicht,dabei hoert man Kirchenglocken.
    Sie nimmt die Hand wieder weg und Chi's Leiche wird weggetragen.

    Der Tumult auf der Buehne legt sich.Es bleibt nur der Hintergrund - Himmel-Horizont-Meer und Strand ueber.Es beginnt wieder Sturmheulen und man hoert die Meeresbrandung.

    Am anderen Ende der Buehne liegt Richard tot.
    Natascha spazierend,nachdenklich sieht ihn erst gar nicht.Auch fuer die Zuschauer soll er erst gar nicht zu sehen sein.

    Eine Stimme,die wie Nataschas eigene klingt spricht fast singend|:"Hoer doch,wie dich die Wellen rufen...wie sie verlangen nach dir...schau,wie sie zu dir aufbrechen und wieder einstuerzen..in ihre Tiefen zurueck...und wieder von vorne beginnen...immer wiedr ein kleines Stueck naeher..."

    Gespensterhaftes Lichtspiel auf der Buehne.Natascha selbst wirft einen langen Schatten.
    Ploetzlich entdeckt sie in diesem optischen Wirr-Warr Richard tot auf der Buehne liegend.
    Sie lauft zu ihm hin.Fast weinerlich schreit sie:"Sterbt nicht alle aus mir heraus!"
    Natascha sitzt knieend neben Richard un weint.

    Ein riesengrosser Vogel schwingt ueber die Buehne.
    Kriegslaerm wird langsam wieder lauter und rueckt naeher
    Dieses Chaos geht ueber in Tschaykowsky's "Erstes Klavierkonzert.
    Nach einiger Zeit wird auch das leiser und das Licht geht langsam aus.

    Ende.


    geschrieben im Juni 1979


    Jetzt habe ich endlich dieses Trauer-Monsterwerk ueber die Buehne gebracht.Ich hoffe irgendwer findet einen Faden das auch zu lesen.-Und vielleicht auch seine Meinung dazu zu aeussern.Amrei-lyrics
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  9. #9
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    ich muss zu meiner schande gestehen, dass ich nicht alles verstehe. was meinst du zB immer mit fallen? ich falle. was meinst du bloß damit, das verstehe ich nicht. ich lese noch kurz zuende, dann gebe ich dir eine kritik.
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  10. #10
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    oh gott amrei ein meisterwerk!!!
    ich bin schwer beeindruckt, auch, wenn ich nicht alles verstehe. mir gefällt die atmosphäre deines "trauerwerkes".
    ein schönes, trauriges ende.
    aber ich habe die moral des stückes nicht ganz verstanden. das kriege sinnlos sind?? an dem stück gibt es nicht viel zu kritisieren. ich finde, einige szenen sind etwas überflüssig, doch ich würde nichts mehr an dem stück ändern.
    großes lob!!!!
    freue mich auch antwort und erklärung.
    dancefloor
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  11. #11
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    Dancefloor, denkst du nicht auch, dass es ein Kommentar getan hätte? Und zwar nachdem du alles gelesen hast.
    Das hier ist meine Signatur und ich bin stolz darauf.

  12. #12
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    Fallen hat fuer mich mehrere Bedeutungen.Zum Ersten mal die Frage :Kennst du das Gefuehl beim Einschlafen,wenn aus irgendeinem Grund man ploetzlich fuehlt, als ob man hinunterfallen wuerde und davon erschreckt aufwacht? Meistens passiert das so fuenf bis zehn Minuten nachdem man sehr muede eingeschlafen ist.


    abfallen,umfallen,zerfallen,verfallen,ausfallen,auffallen, fallen lassen - sich selbst,oder etwas,......
    Fallen drueckt fuer mich irgendwie eine Art negative Energie aus,die hier nicht als wertend "schlecht" sondern eben als eine Art Minusrechnung gilt.
    Fallen hat auch irgendwie etwas mit "Loslassen" zu tun,das heisst "den festen Griff um eine Sache zu loesen",was dann das Fallen zur Folge haben kann.
    Eine Art Fall eilt dem Wiederaufbau,dem neuen Leben vorraus.Zuerst natuerliche Selektion zur Ermoeglichung neuen Lebens....
    Genug der Philosophie ueber Worte,ich glaube es ist genug erklaert,einstweilen.
    Amrei-lyrics
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  13. #13
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    ja satchmo, du hast recht. ich hatte nur angst, ich würde meine kritik vergessen, wenn ich noch andere szenen lese und erst danach eine kritik schreibe.
    mit besten grüße,
    dancefloor
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  14. #14
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    Hallo Dancefloor!
    Ich danke dir,dass du dir die Zeit genommen hast,dich da hineinzulesen.Ich hatte schon fast die Hoffnung aufgegeben,dass das jemand zu stande bringt alles zu lesen -
    An Hand meiner Erklaerung ueber "Fallen" verstehst du vielleicht einiges besser?
    Es war mir wichtig in dem Stueck darzustellen,wie Kriege in menschliche Beziehungen eingreifen,b.z.w.
    Wie eine Art Krieg in jedem Menscheninneren ablaeuft und,wenn man nicht entschieden antritt Loesungen zu finden man Opfer seiner eigenen Projektionen wird.
    Dazu eben das was mit dem Fallen einhergeht,dass man sich selbst fallen laesst und somit auch Entscheidungen fallen,gegen die man dann machtlos ist -
    Deswegen auch alles so traurig.
    Danke sehr fuer das Lob und fuer die Zeit,die du dir genommen hast.Das war ein "Monster - Jugendwerk".
    Amrei-lyrics
    [Geändert durch Amrei-lyrics am 18-07-2005 um 14:53]
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  15. #15
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    kein problem, war zwar etwas ermüdend hat aber spaß gemacht. die moral hatte ich auch so empfunden, war mir aber nicht ganz klar. danke für die erklärung!!
    gruß, dancefloor
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