1. #1
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    Hallo!
    Muss bis zur nächsten Woche das Gedicht "Der Gang nach dem Eisenhammer" von Friedrich Schiller analysieren um in Deutsch noch auf eine 4 zu kommen, leider bin ich in Analysen eine absolutie Niete! Zumindest wenns um den Herrn Schiller geht!
    Kann mir vllt jemand helfen???
    Würde mich riesig freuen!!!

    Der Gang nach dem Eisenhammer

    Ein frommer Knecht war Fridolin,
    Und in der Furcht des Herrn
    Ergeben der Gebieterin,
    Der Gräfin von Savern.
    Sie war so sanft, sie war so gut;
    Doch auch der Launen Übermuth
    Hätt' er geeifert zu erfüllen
    Mit Freudigkeit, um Gottes willen.

    Früh von des Tages erstem Schein,
    Bis spät die Vesper schlug,
    Lebt' er nur ihrem Dienst allein,
    That nimmer sich genug.
    Und sprach die Dame: "Mach dir's leicht!"
    Da wurd' ihm gleich das Auge feucht,
    Und meinte, seiner Pflicht zu fehlen,
    Durft' er sich nicht im Dienste quälen.

    Drum vor dem ganzen Dienertroß
    Die Gräfin ihn erhob;
    Aus ihrem schönen Munde floß
    Sein unerschöpftes Lob.
    Sie hielt ihn nicht als ihren Knecht,
    Es gab sein Herz ihm Kindesrecht;
    Ihr klares Auge mit Vergnügen
    Hing an den wohlgestalten Zügen.

    Darob entbrennt in Roberts Brust,
    Des Jägers, gift'ger Groll,
    Dem längst von böser Schadenlust
    Die schwarze Seele schwoll;
    Und trat zum Grafen, rasch zur That
    Und offen des Verführers Rath,
    Als einst vom Jagen heim sie kamen,
    Streut' ihm ins Herz des Argwohns Samen:

    "Wie seid Ihr glücklich, edler Graf,"
    Hub er voll Arglist an,
    "Euch raubet nicht den goldnen Schlaf
    Des Zweifels gift'ger Zahn;
    Denn Ihr besitzt ein edles Weib,
    Es gürtet Scham den keuschen Leib.
    Die fromme Treue zu berücken,
    Wird nimmer dem Versucher glücken."

    Da rollt der Graf die finstern Brau'n:
    "Was redst du mir, Gesell?
    Werd' ich auf Weibestugend bau'n,
    Beweglich wie die Well'?
    Leicht locket sie des Schmeichlers Mund;
    Mein Glaube steht auf festerm Grund.
    Vom Weib des Grafen von Saverne
    Bleibt, hoff' ich, der Versucher ferne.

    Der Andre spricht: "So denkt Ihr recht.
    Nur Euren Spott verdient
    Der Thor, der, ein geborner Knecht,
    Ein Solches sich erkühnt
    Und zu der Frau, die ihm gebeut,
    Erhebt der Wünsche Lüsternheit" -
    "Was?" fällt ihm Jener ein und bebet,
    "Red'st du von Einem, der da lebet?" -

    "Ja doch, was Aller Mund erfüllt,
    Das bärg' sich meinem Herrn!
    Doch, weil Ihr's denn mit Fleiß verhüllt,
    So unterdrück' ich's gern" -
    "Du bist des Todes, Bube, sprich!"
    Ruft Jener streng und fürchterlich.
    "Wer hebt das Aug zu Kunigonden?" -
    "Nun ja, ich spreche von dem Blonden.

    "Er ist nicht häßlich von Gestalt,"
    Fährt er mit Arglist fort,
    Indem's den Grafen heiß und kalt
    Durchrieselt bei dem Wort.
    "Ist's möglich, Herr? Ihr saht es nie,
    Wie er nur Augen hat für sie?
    Bei Tafel Eurer selbst nicht achtet,
    An ihren Stuhl gefesselt schmachtet?

    "Seht da die Verse, die er schrieb
    Und seine Gluth gesteht" -
    "Gesteht!" - "Und sie um Gegenlieb,
    Der freche Bube! fleht.
    Die gnäd'ge Gräfin, sanft und weich,
    Aus Mitleid wohl verbarg sie's Euch;
    Mich reuet jetzt, da mir's entfahren,
    Denn Herr, was habt Ihr zu befahren?"

    Da ritt in seines Zornes Wuth
    Der Graf ins nahe Holz,
    Wo ihm in hoher Öfen Gluth
    Die Eisenstufe schmolz.
    Hier nährten früh und spat den Brand
    Die Knechte mit geschäft'ger Hand;
    Der Funke sprüht, die Bälge blasen,
    Als gält' es, Felsen zu verglasen.

    Des Wassers und des Feuers Kraft
    Verbündet sieht man hier;
    Das Mühlrad, von der Fluth gerafft,
    Umwälzt sich für und für;
    Die Werke klappern Nacht und Tag,
    Im Takte pocht der Hämmer Schlag,
    Und bildsam von den mächt'gen Streichen
    Muß selbst das Eisen sich erweichen.

    Und zweien Knechten winket er,
    Bedeutet sie und sagt:
    "Den Ersten, den ich sende her,
    Und der auch also fragt:
    "Habt ihr befolgt des Herren Wort?"
    Den werft mir in die Hölle dort,
    Daß er zu Asche gleich vergehe,
    Und ihn mein Aug nicht weiter sehe!"

    Deß freut sich das entmenschte Paar
    Mit roher Henkerslust,
    Denn fühllos, wie das Eisen, war
    Das Herz in ihrer Brust.
    Und frischer mit der Bälge Hauch
    Erhitzen sie des Ofens Bauch
    Und schicken sich mit Mordverlangen,
    Das Todesopfer zu empfangen.

    Drauf Robert zum Gesellen spricht
    Mit falschem Heuchelschein:
    "Frisch auf, Gesell, und säume nicht,
    Der Herr begehret dein."
    Der Herr, der spricht zu Fridolin:
    "Mußt gleich zum Eisenhammer hin
    Und frage mir die Knechte dorten,
    Ob sie gethan nach meinen Worten?"

    Und Jener spricht: "Es soll geschehn!"
    Und macht sich flugs bereit.
    Doch sinnend bleibt er plötzlich stehn:
    "Ob sie mir nichts gebeut?"
    Und vor die Gräfin stellt er sich:
    "Hinaus zum Hammer schickt man mich;
    So sag, was kann ich dir verrichten?
    Denn dir gehören meine Pflichten."

    Darauf die Dame von Savern
    Versetzt mit sanftem Ton:
    "Die heil'ge Messe hört' ich gern,
    Doch liegt mir krank der Sohn.
    So gehe denn, mein Kind, und sprich
    In Andacht ein Gebet für mich,
    Und denkst du reuig deiner Sünden,
    So laß auch mich die Gnade finden."

    Und froh der vielwillkommnen Pflicht,
    Macht er im Flug sich auf,
    Hat noch des Dorfes Ende nicht
    Erreicht in schnellem Lauf,
    Da tönt ihm von dem Glockenstrang
    Hellschlagend des Geläutes Klang,
    Das alle Sünder, hochbegnadet,
    Zum Sacramente festlich ladet.

    "Dem lieben Gotte weich' nicht aus,
    Findst du ihn auf dem Weg!" -
    Er spricht's und tritt ins Gotteshaus:
    Kein Laut ist hier noch reg';
    Denn um die Ernte war's, und heiß
    Im Felde glüht der Schnitter Fleiß.
    Kein Chorgehülfe war erschienen,
    Die Messe kundig zu bedienen.

    Entschlossen ist er alsobald
    Und macht den Sacristan;
    "Das," spricht er, "ist kein Aufenthalt,
    Was fördert himmelan."
    Die Stola und das Cingulum
    Hängt er dem Priester dienend um,
    Bereitet hurtig die Gefäße,
    Geheiliget zum Dienst der Messe.

    Und als er dies mit Fleiß gethan,
    Tritt er als Ministrant
    Dem Priester zum Altar voran,
    Das Meßbuch in der Hand,
    Und knieet rechts und knieet links
    Und ist gewärtig jedes Winks,
    Und als des Sanctus Worte kamen,
    Da schellt er dreimal bei dem Namen.

    Drauf als der Priester fromm sich neigt
    Und, zum Altar gewandt,
    Den Gott, den gegenwärt'gen, zeigt
    In hocherhobner Hand,
    Da kündet es der Sacristan
    Mit hellem Glöcklein klingend an,
    Und Alles kniet und schlägt die Brüste,
    Sich fromm bekreuzend vor dem Christe.

    So übt er Jedes pünktlich aus
    Mit schnell gewandtem Sinn;
    Was Brauch ist in dem Gotteshaus,
    Er hat es alles inn
    Und wird nicht müde bis zum Schluß,
    Bis beim Vobiscum Dominus
    Der Priester zur Gemein' sich wendet,
    Die heil'ge Handlung segnend endet.

    Da stellt er Jedes wiederum
    In Ordnung säuberlich;
    Erst reinigt er das Heiligthum,
    Und dann entfernt er sich
    Und eilt, in des Gewissens Ruh,
    Den Eisenhütten heiter zu,
    Spricht unterwegs, die Zahl zu füllen,
    Zwölf Paternoster noch im Stillen.

    Und als er rauchen sieht den Schlot
    Und sieht die Knechte stehn,
    Da ruft er: "Was der Graf gebot,
    Ihr Knechte, ist's geschehn?"
    Und grinsend zerren sie den Mund
    Und deuten in des Ofens Schlund:
    "Der ist besorgt und aufgehoben,
    Der Graf wird seine Diener loben."

    Die Antwort bringt er seinem Herrn
    In schnellem Lauf zurück.
    Als der ihn kommen sieht von fern,
    Kaum traut er seinem Blick:
    "Unglücklicher! wo kommst du her?" -
    "Vom Eisenhammer." - "Nimmermehr!
    So hast du dich im Lauf verspätet?" -
    "Herr, nur so lang, bis ich gebetet.

    "Denn, als von Eurem Angesicht
    Ich heute ging, verzeiht!
    Da fragt' ich erst, nach meiner Pflicht,
    Bei Der, die mir gebeut.
    Die Messe, Herr, befahlt sie mir
    Zu hören; gern gehorcht' ich ihr
    Und sprach der Rosenkränze viere
    Für Euer Heil und für das ihre."

    In tiefes Staunen sinket hier
    Der Graf, entsetzet sich:
    "Und welche Antwort wurde dir
    Am Eisenhammer? sprich!" -
    "Herr, dunkel war der Rede Sinn,
    Zum Ofen wies man lachend hin:
    Der ist besorgt und aufgehoben,
    Der Graf wird seine Diener loben." -

    "Und Robert?" fällt der Graf ihm ein,
    Es überläuft ihn kalt,
    "Sollt' er dir nicht begegnet sein?
    Ich sandt' ihn doch zum Wald." -
    "Herr, nicht im Wald, nicht in der Flur
    Fand ich von Robert eine Spur" -
    "Nun," ruft der Graf und steht vernichtet,
    "Gott selbst im Himmel hat gerichtet!"

    Und gütig, wie er nie gepflegt,
    Nimmt er des Dieners Hand,
    Bringt ihn der Gattin, tiefbewegt,
    Die nichts davon verstand:
    "Dies Kind, kein Engel ist so rein,
    Laßt's Eurer Huld empfohlen sein!
    Wie schlimm wir auch berathen waren,
    Mit dem ist Gott und seine Schaaren."

  2. #2
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    Wir sind keine Hausaufgabenhilfeseite. Wenn du also wenigstens einmal deine Gedanken zum Stück formulieren könntest...
    Das hier ist meine Signatur und ich bin stolz darauf.

  3. #3
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    ich kann aus dem gedicht rain gar nix schließen...versteh doch nicht was schiller von mir will!

  4. #4
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    Dann lies es dir nochmal durch!
    Aus diesem Gedicht kann man so offensichtliche Schlüsse ziehen!

    Informier dich doch mal, wann Schiller es schrieb, welche Epoche hier vertreten ist.
    Und frag dich doch einfach mal, wie es zu dieser Schlussszene kommt. Warum der Graf so handelt.

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