1. #1
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    Wo ist sie geblieben-
    die Leichtigkeit
    die ich spürte
    als du neben mir gingst
    mit jedem Schritt weiter dem Himmel entgegen.

    Wo ist sie geblieben-
    die Gänsehaut
    die ich fühlte
    als du mich berührtest
    mit jedem Kuss dir näher zu sein.

    Wo ist es geblieben-
    das Herzklopfen
    das ich vernahm
    als du mir in die Augen sahst
    mit jedem Blick versunken in einem Traum.

    Wo ist es geblieben-
    das Vertrauen
    an das ich glaubte
    als du nicht bei mir warst
    mit jeder Sekunde mehr von dir überzeugt.

    Wo ist es geblieben-
    das Glück
    das wir teilten
    als es nur uns gab
    mit jedem Lachen ein Glanz in deinen Augen.

    Wo ist sie geblieben-
    die Nähe
    die wir uns gaben
    als wir zusammen waren
    mit jeder Berührung ein Stück Wärme gezaubert.

    Wo ist sie geblieben-
    die Liebe
    die uns verband
    als wir ein "Wir" bildeten"
    mit jedem Tag ein bisschen mehr...


    Verschwunden ist die Leichtigkeit
    ich trage Lasten auf meinen Schultern,
    sie erdrücken mich.
    Deine Küsse brennen auf meinen Lippen wie Feuer-
    löschen möchte ich es,
    doch kann nicht.
    Aus Vertrauen ist Misstrauen geworden
    ohne dass ich es wollte.
    Du ließest mich den Glauben an dich verlieren
    den Glauben an deine Liebe.
    Ich weine,
    mein Lachen ist verschwunden.
    Unglück wohin ich sehe:
    Um mich herum,
    in mir,
    in meinem Herzen.
    Du strahlst Kälte aus,
    nimm mich doch in den Arm-
    wärme mich,
    lass dich wärmen!
    Mir ist kalt
    ich friere.
    Lass mich nicht allein!
    Lass mich den Weg nicht alleine gehn!
    Denn ich liebe dich
    Ich brauche dich
    Ich vermisse dich!

    Aber wo bist du geblieben-
    du,
    deine Liebe,
    die du mir gabst
    aber nur geliehen,
    die mich schweben ließ
    bis du mir den Boden unter den Füßen wegnahmst,
    von der ich überzeugt war
    bis du mich eines besseren belehrtest.
    Sie ist verloren
    von dir abgefallen
    und mit jedem Tag entferne ich mich weiter von dir.
    Doch du hältst mich nicht zurück
    hast mich bereits losgelassen.

    Mit jedem Tag schrumpft die Erinnerung
    an Leichtigkeit,
    Vertrauen,
    Wärme,
    Liebe-
    die Erinnerung an dich.
    Mit jedem Tag versuche ich dich zu vergessen
    doch ich kann nicht,
    ich kann dich nicht vergessen,
    denn ich liebe dich
    auch wenn deine Liebe schon verloren ist.
    Menschen, die nicht groß sind, machen sich gerne breit.
    (Friedl Beutelrock) Und ich bin stolze 1,65! *g*

  2. #2
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    Dem Ganzen hier würde ein wenig Verdichtung sehr gut tun. Du holst sehr weit aus und landest im Endeffekt immer wieder am gleichen Punkt. Die Auswirkung dieser Langatmigkeit ist eine leichte, aber sich negativ auswirkende Langeweile und Spannungslosigkeit.

    Lieben Gruß
    Micha

  3. #3
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    @Micha: Hallo! Immer wieder bin ich von Deiner zurückgenommenen Art und Deinen prägnanten Kommentaren tief beeindruckt. Besser hätte man es wohl in wenig Worten nicht ausdrücken können.

    Ich zum Beispiel, habe in kurzer Wortwahl große Defizite. Bei mir klänge eine Kritik in etwa so:

    Verlorene Kunst

    Wo ist sie geblieben-
    die Leichtigkeit
    die ich spürte
    als ich einst Gedichte las
    mit jedem Schritt weiter dem Himmel entgegen.

    Wo ist sie geblieben-
    die Gänsehaut
    die ich fühlte
    als mich ein Autor berührte
    mit jedem Wort einem Sinn näher zu sein.

    Wo ist es geblieben-
    das Herzklopfen
    das ich vernahm
    als mit den Augen eines lyr. Ichs blickte
    mit jedem Blick versunken in einem Traum.

    Wo ist es geblieben-
    das Vertrauen
    an das ich glaubte
    dass Worte auch mit Sinn zu befüllen seien
    mit jeder Sekunde mehr davon lesen zu wollen.

    Wo ist es geblieben-
    das Glück
    das wir teilten
    als noch wahre Lyrik zu lesen gab
    mit jedem Wort ein Lachen oder Weinen auf den Lippen.

    Wo ist sie geblieben-
    die Nähe
    zur Grammatik
    zur Metrik, zum Reim
    mit jedem Ausdruck eine Aussage erschaffend

    Wo ist sie geblieben-
    die Liebe
    mich verband
    als Aussage und Form ein "Wir" bildeten
    mit jedem Versuch ein bisschen mehr...


    Verschwunden ist die Leichtigkeit
    ich trage Lasten auf meinen Schultern,
    sie erdrücken mich.
    Deine Zeilen brennen in meinen Ohren wie Feuer-
    löschen möchte ich es,
    doch kann nicht.
    Aus Vertrauen ist Misstrauen geworden
    ohne dass ich es wollte.
    Du ließest mich den Glauben an Lyrik verlieren
    und den Glauben an deine Fähigkeiten.
    Ich weine,
    mein Lachen ist verschwunden.
    Unglück wohin ich sehe:
    Um mich herum,
    in mir,
    in meinem Herzen.
    Deine endlosen Zeilen strahlen nichts aus,
    nimm doch jemanden in den Arm-
    tröste ihn,
    lass dich trösten!
    Mir ist schlecht
    ich übergeb mich bald.
    Lass uns allein!
    Lass uns den Weg zu besseren Gedichten alleine gehn!
    Denn ich liebe dich nicht
    Ich brauche dich nicht
    Ich vermisse dich nicht!

    Aber wo bist du geblieben-
    Sinn,
    dieser Worte,
    den du ihnen nicht gabst
    nur ansatzweise
    der mich schweben ließ für einen Vers oder zwei
    bis die nächsten 200 mir den Boden unter den Füßen wegnahmen,
    wo ich doch überzeugt war
    Dich eines besseren belehren zu können
    nun ist verraten
    und mit jeder Strophe entfernst Du Dich weiter von ihm
    Doch du hältst Dich nicht zurück
    bist völlig losgelassen.

    Mit jedem Tag schrumpft die Erinnerung
    an Leichtigkeit,
    Vertrauen,
    Wärme,
    Liebe-
    diese Erinnerung an gute Lyrik.
    Mit jedem Tag versuche ich sie nicht zu vergessen
    doch ich kann nicht,
    ich kann sie nur vergessen,
    wenn ich sowas lesen muss,
    auch wenn deine Worte schon begraben sind.

    bet

  4. #4
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  5. #5
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    Zwei Ritter/Retter der Lyrik?


    Hallo lizzi,


    als Beispiel für eine Verdichtung ungefähr der Hälfte des Gedichtes, an den Stellen, wo Du mit Bildern arbeitest:



    Die Leichtigkeit
    unserer Schritte
    dem Himmel entgegen -
    lastet auf meinen Schultern,
    sie erdrückt mich

    Die Gänsehaut
    als Du mich
    Dir näher küsstest -
    brennst Du heute
    auf mich

    Die Blicke
    die Du mir träumend
    ins Herz klopftest -
    lassen mich
    gefrieren

    Unser Wir
    scheint zu verblassen -
    ich suche nach alten Farben
    und möchte Dir
    neu meine Liebe
    malen

    oder sogar:

    Die Leichtigkeit unserer Schritte
    dem Himmel vertrauend entgegen -
    von ihr gern erlöst drängt die Bitte,
    sie will mich zu Boden bewegen

    Die Gänsehaut, als Du mich kosend
    zu Dir immer näher geküsst -
    verwandelt liegt sie auf mir, glosend
    als dein Kuss die Süsse zerfrisst

    Die Blicke, die Du mir einst zart
    ließest in Herz hinein klopfen -
    erblicken mich nun, im Eise verharrt
    wo bittere Stahltränen tropfen


    Das Wir das uns band, will verblassen -
    ich suche nach unseren Farben
    und möchte uns neu leben lassen
    uns liebend gemalt wiederhaben



    So oder ähnlich würden mir Deine Gedanken schon viel besser gefallen, und mich auch besser erreichen können, weil Du mir nicht erzählst, sondern mich mitdenken/-fühlen ließest.

    Eine derart große Menge an Text, wie bei Dir wirkt doch eher abschreckend und muss schon sehr originell gestaltet sein, um Deinen Leser zu fesseln. Das ist Dir leider nicht gelungen.


    Liebe Grüße
    Anke

  6. #6
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    Ich find das alles nicht wirklich gut verpackt und verdichtet, wurde ja auch schon gesagt;
    aber das thema finde ich leider gottes ziemlich gut,
    ich stecke auch in so einer Situation und kann das alles gut fühlen.

    Eine Einteilung in Strophen würden dem Lesefluss gut tun und die Gefühle, die du versuchst rüber zu bringen, verstärken.

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