1. #1
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    Seifenblasentraum

    Ich bin eine Seifenblase
    und Du der Sonnenwind
    der mich trägt

    Wir schweben über Wolkenwälder
    und tauchen ein in Strahlenmeere
    in denen wir so leis` ertrinken

    Du bist die Perle in mir
    nach welcher ich tauche
    Du wirst mich zieren - irgendwann

  2. #2
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    Hallo Finja,

    Gefällt mir gut – und zwar von Strophe zu Strophe besser. Rein vom Bild her gefällt mir also S3 am besten. Ich stocke nur bei „nach welcher ich tauche“, da hier die sonst vorherrschende Alternation bricht (xXxxXx). Wäre nicht evtl. „nach der ich tauche“ eine Alternative?
    Beim „so“ in S2 sehe ich die Funktion nicht ganz (ausser dass es die Metrik rettet natürlich). Es stopft dort m.E. etwas zu deutlich eine Lücke. Zudem folgt direkt darauf eine Elision. Dies lässt mich vermuten, dass es dort eine Verbesserung gäbe (leise und ertrinken sind halt hier auf Grund des Rhythmus problematisch). Die Inversion „In denen leise wir ertrinken“ (xXxXxXxXx) hätte die richtige Metrik und käme ohne „so“ aus, aber mit diesen Inversionen ist es halt so ne Sache... überzeugt mich auch nicht voll.

    Sehr gern gelesen – danke.

    Grüsse Andvari

  3. #3
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    Hi Finja kann mich da meinem vorredener nur anschließen
    wobei ich die letzte Strophe merkwürdig finde


    ich gerate da plötzlich völlig aus dem träumen. Das liegt daran dass da ein kleiner Sinnbruch ist Esrt das Lyr. ich die Seifenblase und dann letzte Strophe was Menschliches oder sagen wir niucht die Seifenblase


    asber sonst respekt ich mag es


    LuKo
    WIEDER DA:

    http://www.gedichte.com/showthread.php?t=148330

    SO LANGE HER, HABE VERGESSEN WIE MAN DIE SIGNATUR MIT EINEM LINK BESTÜCKT DER AUCH EINEN TITEL TRÄGT

  4. #4
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    hoi finja.
    ich habe etwas mühe, die seifenblasen und die perlen zusammenzubekommen. gut: (strahlen)meer-ertrinken-tauchen-perlenfischer... manm kommt schon irgendwie hin, aber mir gefällt s3 ebenfalls als eigenständiger spruch am besten.
    gruass lepi
    .
    .
    "Vielleicht fing ich an zu dichten, weil ich arm war und einer Nebenbeschäftigung bedurfte, damit ich mich reicher fühlte." ROBERT WALSER

  5. #5
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    Hallo zusammen

    Vielen Dank für Eure Kommentare und die Metrikanalyse, Andivari (auf die ich leider nicht geachtet hatte )

    Lepi hat es richtig erkannt, ich wollte den Leser mit auf eine Reise nehmen - zuerst die Seifenblase in der Luft über den Wolken, dann hinein ins Meer, wo das lyr. Ich nach der Perle taucht, die es sucht.

    Liebe Grüsse
    Finja


  6. #6
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    wow, ich fühlte mich aus dieser Welt genommen und weit entfernt wieder ausgesetzt..eine wunderschöne Reise...

  7. #7
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    Hi Finja!

    Ich war neugierig als ich sah, dass du ein Gedicht über
    Seifenblasen geschrieben hast, da ich vor ca. 2 Monaten
    auch eins darüber geschrieben habe. Dein Gedicht gefällt
    mir sehr gut. Mach weiter so!

    Liebe Grüße
    Speedie
    [FONT="Arial Narrow"]Fantasien sind für manche Menschen unvorstellbar. (Gabriel Laub)

  8. #8
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    Hallo Finja,
    ich les dich ja ganz gern, aber dieses Gedicht hat mich ziemlich enttäuscht:
    1. Wortwahl
    Ich frag mich, warum Du sowas profanes wie eine Seifenblase (klein, niedlich und nicht besonders beeindruckend) mit so gewaltigen Wortkonstruktionen wie Sonnenwind (da wirken riesige Kräfte um sowas entstehen zu lassen), Wolkenwälder (klingt dicht und ein wenig bedrohlich...auf keinen Fall niedlich)und Strahlenmeere (würd ich mit dem Sonnenwind in eine Sparte stecken) zusammensteckst: es wirkt unangebracht und bedient einfach nicht die semantische Ebene, von der Du in der ersten Zeile ausgehst. Daher liest sich der Text schon allein bis zum Ende von S2 sehr schräg und nicht flüssig.
    2. Schluß der dritten Strophe
    "irgendwann" klingt an dieser Stelle zu sehr nach einem kleinen verschüchterten Mädchen mit großen Wünschen und beißt sich so mit der Gewissheit, die die ersten beiden Strophen ausstrahlen...wie überhaupt-
    3. Strophe Drei Überleitung
    -die inhaltliche Überleitung von S2 zu S3 nicht klar wird. Was hat denn der Himmel plötzlich mit dem Meer zu tun, und wieso, wenn der Absturz aus der Gewissheit so wichtig für das lyr. ich ist, um erwähnt zu werden, ist der Teil nur so kurz?

    Fazit: von der inhaltlichen Komposition tierisch unausgeglichen. Positiv möcht ich allerdings anmerken, dass Du einmal wieder klanglich schöne Worte für den Text gefunden hast...nur damit reicht es diesmal eben nicht.

    Gruß,
    xipulli
    without contraries is no progression (Blake)

  9. #9
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    Hallo zusammen

    Vielen Dank für die zahlreichen Rückmeldungen
    Vorallem Dir, xipulli, danke ich für die kritischen Worte, es tut mir leid, dass ich Dich mit meinem Gedicht entäuscht habe, ich bin selbst damit nicht zufrieden.

    Liebe Grüsse
    Finja

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