Thema: Spinnenfaden

  1. #1
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    Von Ewigkeit zu Ewigkeit
    ein Faden ward' gesponnen
    und mitten auf den schwebend Seil
    mein Selbst steht - bange vor dem Fall.

    Der Faden ist schon arg gestreckt
    und längst schon droht ein Reißen;
    und fiel ich tief so könnt ich nicht
    mal deine Hand zum Schutze greifen.

    Der Spinnenfaden - schlecht gesponnen -
    war für meine schwere Seele
    und soviel Kummer nicht gedacht.
    Nichts hielt mich oben als er riss.





  2. #2
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    Nun, zuallererst: eine gute Idee, die du da zu verarbeiten versucht hast.

    Und dennoch, gefaellt es mir nicht gaenzlich. Meiner Meinung nach, verdrehst du die Saetze manchmal ein wenig, damit sie sich ziemlich gestelzt und nicht umbedingt schoen anhoeren (zum Beispiel: 1. Strophe, 4. Zeile: mein Selbst steht - bange vor dem Fall in dem Fall wuerde sich wohl "steht mein Selbst..." besser anhoeren finde ich.)
    Ausserdem komm ich beim Lesen irgendwie ins Holpern.


    Silver Starlight
    Um durch die Welt zu kommen, ist es zweckmäßig, einen großen Vorrat von Vorsicht und Nachsicht mitzunehmen.

    Arthur Schopenhauer


  3. #3
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    Ich finde das Gedicht gut. Ich kann gut lesen, daher komme ich auch nicht ins holpern, aber das müsste man Silver Starlight erstmal zeigen, wie man ihn auch zeigen sollte, wie man gute Gedichte erkennt und nicht nur ihre Idee als "gut" bezeichnet.

  4. #4
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    Ah, wenn Du gerade dabei bist, könntest Du mir wohl auch, nur so nebenbei, quasi in einem Nebensatz, die universalen Kriteterien nennen, nach denen man "gute Gedichte erkennt"?

    Thanks in advance,
    MoE,
    Größter Literaturwissenschaftler aller Zeiten in spe.

    @ Topic:

    Sicher, die Form ist verbesserungsbedürftig, das behandelte zentrale Bild ist aber, wo nicht von genuiner Originalität, so doch ab und an - so wie hier - gerne gesehen/gelesen; bemerkenswert im wörtlichen Sinne die dramatische Entwicklung im Verlauf der drei Strophen.
    Woraus bemerkenswerter Weise nichts hervorgeht

  5. #5
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    Die Idee ist wirklich gut, leider hapert es an der Umsetzung, der Lesefluss ist nicht ganz so toll wie er sein könnte, ein wenig Überarbeitung täte der Metrik nicht schlecht. Der Satzbau ist ein wenig ungewöhnlich. Ich denke die kleinen Fehler kannst du aber sicher leicht ausbügeln, falls nicht gibt es eine Menge Leute hier, die Ahnung haben und dir gerne helfen werden.

    tears: sonst hast du keine Probleme, oder? *tätschel* Gut dass ich Kinderlieb bin
    Tu was du willst, das ist das ganze Gesetz - Aleister Crowley

  6. #6
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    Ursprünglich eingetragen von tears
    Ich kann gut lesen, daher komme ich auch nicht ins holpern, aber das müsste man Silver Starlight erstmal zeigen, wie man ihn auch zeigen sollte, wie man gute Gedichte erkennt und nicht nur ihre Idee als "gut" bezeichnet.
    Na auf welcher Welle des Wahnsinns reiten wir denn?

    Wie erkennt man denn deiner Meinung nach gute Gedichte, hm?

    Silver Starlight
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    Arthur Schopenhauer


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