1. #1
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    Ich danke agone für reichlich Inspiration, die mir ihr Verhalten (und das einiger anderer) im Topic >Die Wunden< lieferten.


    Gewidmet den SVVlern voller Anteilnahme


    Es schwingt das Messer hin und her,
    Sich zu verletzen ist schon schwer -
    Schnitt um Schnitt freiraus erdichtet
    Und die Tat als wahr berichtet!

    Da kommt sie wieder angekräht,
    Puterrot und fett aufgebläht:
    Zornig Blut schießt ihr ins Gesicht,
    Doch aus dem Ärmchen tröpfelt´s nicht!

    Sie nennt sich Agonie und tobt,
    Ihr Freund, der hätt´ sich fremd verlobt!
    Und auch das Häschen wär´ jetzt tot!
    Und sie vom Elend hochbedroht!

    Talentbefreit und bildungslos,
    Entstellt sie ihre Seele bloß.
    Und führt sich uns ganz offen vor -
    Doch trifft sie bloß das Eigentor.

    Aber sie merkt solch´ Fehler nicht,
    Glaubt stoisch fest an ihr Gedicht -
    Ignorant und nicht zu töten,
    Kreischt sie von ihren Nöten.


    -30|6|2005-

    [Geändert durch Danse_Macabre am 30-06-2005 um 13:28]

  2. #2
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    Böser Junge, wie kannst du nur... *hihi* Echt gelungen, habe das auch mitverfolgt. Lasset uns alle auf der Selbstmitleidswelle surfen...
    Talentbefreit und blidungslos... hätte da nochwas: bildungsresistent Denn sie lernen nie dazu...

    Gruß
    chilly
    Ein neues Leben kann man nicht anfangen, aber täglich einen neuen Tag.

    Das Lied meiner Gunst
    Befreite Dämonen
    Der Beginn
    Zukunftsbooterbauer

  3. #3
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    Schuldig.
    Ich konnte einfach nicht anders.
    Bei den Steilvorlagen...

  4. #4
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    Hallo Danse_Macabre!

    Willkommen in der Welt von Reimen und Metrik!

    Ein erster Eindruck:

    Das Gedicht sagt schon viel über sich selbst aus:

    „Schnitt um Schnitt freiraus erdichtet“
    „Talentbefreit und bildungslos“

    Treffend, wenn auch sehr einfach ausgedrückt.

    Einfach ist in diesem Gedicht aber auch einfach Trumpf:
    „Puterrot und fett aufgebläht:“
    „Doch trifft sie bloß das Eigentor.“

    Es sind nur sehr schlichte Beispiele einer nicht enden wollenden Aneinanderkettung immer wieder gleich einfältiger, in ihrer oberflächlichen Sinnhaftigkeit stecken gebliebener Wortärgernisse, die nicht einmal der Bezeichnung „Spottworte“ genügen, und nur von vergleichbar einfältigen Köpfen als Spott auch verstanden oder verteidigt werden könnten.

    Doch schon weniger simpel, als „her“ auf „schwer“ zu reimen, erweist sich der richtige Umgang mit der deutschen Sprache und mit den Regeln der Metrik.
    In beiden Fällen zeigen sich dann auch sogleich die engen Grenzen des Autors auf.

    Exemplarisch sei hier erwähnt, dass eine Seele entstellt sein kann, oder bloßgestellt, aber eben nicht bloß entstellt (S.4 V.2) – ein Eigentor kann erzielt, aber nicht getroffen werden und „hochbedrohen“ (S.3 V.4) ergäbe selbst dann keinen Sinn, wenn sich der Autor von einem Auseinanderschreiben tief bedroht gefühlt hätte.

    Die Metrik
    ... ist leider noch als solche zu erkennen, was das Ganze erst richtig unerträglich macht:

    xXxXxXxX Strophe 1: Noch schwingt sein Metrum, wenn er spricht
    xXxXxXxX
    XxXxXxXx
    XxXxXxXx

    xXxXxXxX
    XxXxXXxX Strophe 2: Doch leider hört er’s manchmal nicht
    XxXxXxxX
    xXxXxXxX

    xXxXxXxX Strophe 3: Dann konzentriert er sich einmal
    xXxXxXxX
    xXxXxXxX
    xXxXxXxX

    xXxXxXxX Strophe 4: und schafft sogar ein zweites Mal
    xXxXxXxX
    xXxXxXxX
    xXxXxXxX

    XxXxXXxX
    xXxXxXxX
    XxXxXxXx
    xXxXxXx. Strophe 5: Doch denkt sich dann: Ach scheiß egal!

    Und die Moral von dem Gedicht?

    Was geh’n mich Eure Regeln an?
    Bin Herrscher hier und ganzer Mann!
    Und dichten darf wer mag
    – nicht kann!

    Einfältigkeit als Stilmittel?
    - Was sich daraus für die Lesart ergibt


    Wenn Form und Sprache schon keinerlei Niveau haben, so kann sich der gewogene Leser doch ein klein wenig über den Inhalt des Gedichtes erfreuen. Vorausgesetzt er nimmt all die Schwächen des Gedichtes als gewollt an und sucht nach einem Motiv dafür. Dann kann er sich zumindest daran belustigen, eine kleine, verletzte Seele zu sezieren.

    Denn die Idee dieser Sezierung kann, trotz ihrer mittelmäßigen Umsetzung, als Intention des Autors durchaus gelobt werden. Für diese Lesart spricht neben der profanen Sprache, die dem lyr. Ich das infantile und proletige Moment zuweist, auch der eine gewollte Metrikfehler der S.5 V.1 (als Zeichen des steten Versagens, trotz aller Bemühungen), der leider jeden Biss verliert, weil er dummerweise nur einer unter vielen peinlichen Irrtümern ist. Es kann natürlich aus letzterem Umstand auch großes Versagen herausgelesen werden, das bleibt aber dem Leser überlassen.

    Inhalt:

    Inhaltlich hat dieser kleine verbale Wutausbruch des lyr. Ichs, der tief in die trotzig-infantile Seele des lyr. Ichs weist, doch seine Reize: Der Perspektivwechsel den der Leser vollziehen muss, ist nicht ganz so offenkundig, wie es die Sprache erscheinen lässt. Hier ist der Leser wenigstens einmal gefordert, auch zwischen den Zeilen zu lesen und das Gesamtbild zu betrachten.

    Die vom Autor dann bewusst gewählte Wort- und Bildwahl sprechen für ein lyr. Ich, das nicht lange zur Schule gegangen ist. Und ganz offenkundig also nicht befähigt zur höheren Bildung oder auch nur einen einigermaßen befriedigenden Job zu finden. So frustriert vom Leben also und seiner nicht vorhandenen Zukunft, projektiert nun das lyr. Ich seinen ganzen Hass auf eine Gruppe die noch schwächer scheint als es selbst.

    Die Wut, das „Zornig Blut“, die aus dem lyr. Ich spricht, all seine Komplexe, die Prügel, die es einst vielleicht beim Fußballspielen im Pausenhof bezog, wenn es wieder ein „Eigentor“ schoss, hier auch im übertragenen Sinne zu verstehen, kommen nun offen zum Ausbruch.

    Und fast zu offensichtlich schon, als dass man noch spannende Dechiffrierarbeit leisten dürfte, spricht es mitnichten wirklich von den im Titeln erwähnten SVV’lern. Sie sind nur eine Ablenkung, ein Wort für das Spiegelbild seines selbst, dass es nicht offen mit seinem eigenen Namen zu benennen vermag. Stattdessen gibt es diesem Bild den treffenden Namen „Agonie“, also schmerzerfülltes Leiden. Und natürlich muss es eine „sie“ sein, eine Weiblichkeit, das zweite, schwache Ich des lyr. Ichs, sein verachtetes Spiegelbild also.

    Vollzieht man erst diesen geschickt eingebauten Perspektivwechsel, so liegt offen auf der Hand, dass das lyr. Ich niemanden außer sich selbst verletzen will. Und dass es diese „Agonie“ ist, die es in die Welt hinausschreien muss, weil ihm zum wirklichen Schmerz erleiden, wie es in dieser wichtigen Stelle selbst bekennt („Sich zu verletzen ist schon schwer –„) sogar dafür der Mut fehlt.

    Lob + Tadel:

    Und es sind diese Passagen, die doch ein Lob verdienen, weil hier das Gedicht kurz nach Höherem strebt. Denn, als sei es seine eigene Seele, vermag hier der Autor die Intensität der inneren Zerrissenheit, der Leere und des unterdrückten Hasses des lyr. Ichs hervorragend darzustellen.
    Leider scheitert er letztlich aber doch an den bereits oben aufgezeigten Grenzen mit seiner bemerkenswerten Idee, weil man sie doch anspruchsvoller hätte umsetzen müssen.

    Persönliche Anmerkungen

    Deine ersten Gehversuche auf sich reimendem und metrisch korrektem Boden, lieber Danse_Macabre, sind schon ganz passabel und Deine Idee ist wirklich nicht schlecht. Um sie nun auch besser umsetzten zu können, rate ich Dir, noch ein paar Mal im Sprechzimmer vorbei zu schauen und den ein oder anderen Anfängerfaden zur Metrik mal zu lesen. Dann kann man mit mehr solcher guten Ideen noch viel von Dir erwarten.

    Lass also den Kopf nicht hängen, wir haben alle mal klein angefangen. Und vielleicht probierst Du es nächstes Mal auch mit einer leichteren Kategorie, oder fragst mich um Rat, denn Spott will schon gelernt sein.

    Ganz herzliche Grüße

    Ich freu' mich schon auf Deinen nächsten Versuch

    Bet

    [Geändert durch beteigeuze400 am 30-06-2005 um 20:01]

  5. #5
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    Das Gedicht sagt schon viel über sich selbst aus:
    „Schnitt um Schnitt freiraus erdichtet“
    „Talentbefreit und bildungslos“
    Treffend, wenn auch sehr einfach ausgedrückt.
    Schließlich will ich ja von meinem Zielpublikum auch verstanden werden können...


    Einfach ist in diesem Gedicht aber auch einfach Trumpf:
    „Puterrot und fett aufgebläht:“
    „Doch trifft sie bloß das Eigentor.“
    Es sind nur sehr schlichte Beispiele einer nicht enden wollenden Aneinanderkettung immer wieder gleich einfältiger, in ihrer oberflächlichen Sinnhaftigkeit stecken gebliebener Wortärgernisse, die nicht einmal der Bezeichnung „Spottworte“ genügen, und nur von vergleichbar einfältigen Köpfen als Spott auch verstanden oder verteidigt werden könnten.
    Was erstmal zu begründen wäre...
    Du stellst nur Behauptungen in den Raum, unterschlägst aber jegliche Argumentation.
    Was ja nur verständlich ist, schließlich sind metaphorische Doppel- und Dreifachdeutigkeiten wie diese wenn´s ernst wird auch nicht mehr ganz so leicht als "einfach" zu begründen. Also sparst Du Dir offensichtlich lieber, was sowieso nicht funktioniert.


    Doch schon weniger simpel, als „her“ auf „schwer“ zu reimen...
    Tja, eine Karrikatur muß sich leider zwangsläufig mit dem Ausgangsmaterial beschäftigen, das sie karrikiert. Du verstehst? Das bedeutet, daß der Karrikaturist zentrale Stilmittel der Vorlage (z.B. schlechte Reime) übernimmt und derart überzeichnet, daß aller Welt vor Augen geführt wird, wie beschissen solche Reime wirklich wirken.

    Es freut mich, daß Du dermaßen darauf anspringst und Dich aufregst.
    Denn damit beweißt Du eindrucksvoll, daß dieses gängige Provokationsmittel der Karrikatur hier durch mich überaus gelungen umgesetzt wurde. Allerdings beweißt Du damit ebenfalls, daß Deine Arbeits- und Argumentationsweise äußerst oberflächlich ist. Denn eigentlich müßte sich jeder halbwegs erfahrene Künstler mit solchen Standartmechanismen der Karrikatur auskennen und sie auch erkennen können - anstatt mit an den Haaren herbeigezogenen Echauffierungen einen Kopfsprung ins Fettnäpfchen seiner Verständnislosigkeit hinzulegen.
    q.e.d.

    Also bist Du entweder kläglich ungebildet, oder Deine Scheuklappen und Aversionen gegen meine Person machen Dich zu einem lächerlich realitätsblinden Eiferer.
    Wie auch immer, mein Schaden ist´s nicht.



    erweist sich der richtige Umgang mit der deutschen Sprache und mit den Regeln der Metrik.
    In beiden Fällen zeigen sich dann auch sogleich die engen Grenzen des Autors auf.
    Bis dato dokumentierst Du bloß maßlose Kurzsichtigkeit, beteigeuze400.


    Exemplarisch sei hier erwähnt, dass eine Seele entstellt sein kann, oder bloßgestellt, aber eben nicht bloß entstellt (S.4 V.2)
    Dumm, wirklich saudumm.
    Offensichtlich verfügst Du bloß über deutlich untergeordnete Kenntnisse der Deutschen Sprache...
    Du vergißt, daß "bloß" auch "nichts weiter als" bedeutet und im Sinne von Geringschätzung sehr häufig verwendet wird. Schau mal in den Duden - hilft ungemein bei beschränktem Wissen. Ergo übersetzt sich die Zeile mit "Sie erreicht nichts weiter, als ihre Seele zu entstellen". Oder - voller metaphorischer Rafinesse doppeldeutig ebenfalls fein eingewoben - mit "Sie stellt lediglich ihre (entstellte) Seele bloß."
    Tja, schon jämmerlich, wenn man in einem Lyrikforum von einfachen Metaphern haushoch überfordert wird, nicht?


    ein Eigentor kann erzielt, aber nicht getroffen werden
    Wieder falsch.
    Ein Tor wird in jedem Fall getroffen - ob es sich als Eigentor herausstellt (so wie alle Deine Angriffe hier gegen mich *fg*), zeigt sich erst hinterher.


    und „hochbedrohen“ (S.3 V.4) ergäbe selbst dann keinen Sinn, wenn sich der Autor von einem Auseinanderschreiben tief bedroht gefühlt hätte.
    Lächerlich.
    Ließ mal die Terrorbulletins von Schilly und den Amerikanern.
    Allenthalben stolperst Du über so angeblich unmögliche Formulierungen wie Die Gefährdungslage in ... ist hoch. - Die Bedrohungslage für unsere Truppen hat sich erhöht und muß mit hoch bewertet werden. - Wir rechenen am ... mit einer erhöhten Bedrohung.
    Und wieder scheiterst Du mit schrecklich schlecht fundierten Phantastereien...
    q.e.d.
    Das macht richtig Spaß, Dich scheitern zu lassen.


    Die Metrik
    ... ist leider noch als solche zu erkennen, was das Ganze erst richtig unerträglich macht:
    Ist doch schön. Obwohl ich bekanntermaßen wenig mit der Metrik am Hut habe, da ich sie für kein muß-Kriterium erachte, gelingt es mir unter völliger Ignoranz dennoch rein instinktiv, einen größtenteils gleichmäßigen Betonungsfluß zu finden. Das ist schon eine Leistung.



    Einfältigkeit als Stilmittel?
    - Was sich daraus für die Lesart ergibt

    Wenn Form und Sprache schon keinerlei Niveau haben, so kann sich der gewogene Leser doch ein klein wenig über den Inhalt des Gedichtes erfreuen. Vorausgesetzt er nimmt all die Schwächen des Gedichtes als gewollt an und sucht nach einem Motiv dafür. Dann kann er sich zumindest daran belustigen, eine kleine, verletzte Seele zu sezieren.
    Schade nur, daß ich gerade lediglich in Deiner haarsträubend tatsachenverdrehenden und zumeist völlig unzutreffenden und falschen "Kritik" grobe Schwächen bis vollkommene Unfähigkeiten aufgedeckt habe.

  6. #6
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    @Danse:

    Wenigstens hast Du schnell eingesehen, dass es sich nicht weiter lohnt über Dein Gedicht zu sprechen und hast Dich ausschließlich auf meine schöne Kritik konzentriert.

    Das finde ich sehr nett von Dir, aber das ist leider gar nicht so vorgesehen in diesem Forum. So ergänze ich den Rat des letzten Postings noch um die Bitte, Dich vorher auch mit dieser Regel hier vertraut zu machen. Sonst kann man schnell verwarnt werden. Die Mods hier sollen nämlich sehr streng sein. Einer hat sogar eine Keule, sagt er.

    Ach, und wo wir gerade beim Thema sind:

    Ursprünglich eingetragen von Danse_Macabre

    Also bist Du entweder kläglich ungebildet, oder Deine Scheuklappen und Aversionen gegen meine Person machen Dich zu einem lächerlich realitätsblinden Eiferer.
    Das kann schnell ins Auge gehen. Ist doch die Wahl zwischen „kläglich ungebildet“ und „lächerlich realitätsblinder Eiferer“ leicht mit einer Beleidigung zu verwechseln. Auch dafür kann man hier verwarnt werden, weißt Du? – Mach Dich da auch mal schlau. Ich persönlich halte es aber nicht für eine Beleidigung, das muss ich betonen, vielleicht wirkt sich das ja strafmildernd für Dich aus. Obwohl - einem der Mods ist so was völlig egal. Na ja, ein Außenseiter.

    So, kommen wir also zum schönen Teil dieses Fadens: Meiner Kritik.

    Nun hast Du Wortgewaltig, in Anzahl zumindest, Teile meiner Kritik kritisiert. So weit, so gut.
    Leider spielt Dir Deine, schon von mir an anderer Stelle aufgezeigte Schlechtsichtigkeit, wieder einmal einen bösen Streich. Denn Du hast Dich leider am falschen, wenn auch einzig kritisierbaren Bereich hochgezogen:
    Ich nannte ihn:
    Ein erster Eindruck:
    Damit wollte ich Dir doch entgegenkommen, mein ungestümer Freund. Das war doch noch gar nicht die richtige Kritik, die viel positiver ausfällt, als Du sie offenbar verstanden hast, kleiner undankbarer Racker, Du.
    Ich dachte wirklich, viele der aufgetretenen Peinlichkeiten seien Absicht.
    Und mitnichten war der folgende Satz als cassandrische Weissagung gedacht:
    Ursprünglich eingetragen von beteigeuze400

    Es sind nur sehr schlichte Beispiele, ... die nicht einmal der Bezeichnung „Spottworte“ genügen, und nur von vergleichbar einfältigen Köpfen als Spott auch verstanden oder verteidigt werden könnten.
    Meine eigentliche Kritik kommt doch erst danach.
    Mit viel Lob für Dein Bemühen! Ganz ehrlich!

    Also, versuch’s gleich noch einmal. Übung macht schließlich erst den Meister.

    Dein

    bet
    [Geändert durch beteigeuze400 am 01-07-2005 um 16:32]

  7. #7
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    Wenigstens hast Du schnell eingesehen, dass es sich nicht weiter lohnt über Dein Gedicht zu sprechen und hast Dich ausschließlich auf meine schöne Kritik konzentriert.
    Weißt, Du, beteigeuze400, das schöne ist doch:
    Ich habe das Gedicht selber geschrieben und verstehe es - in eklatantem Gegensatz einzig zu Dir - auch problemlos. Warum sollte ich dann über mein Stück reden, wenn Du in Deinem Wahn hier nur eine Lügengeschichte als "Kritik" ablieferst?


    Das finde ich sehr nett von Dir, aber das ist leider gar nicht so vorgesehen in diesem Forum. So ergänze ich den Rat des letzten Postings noch um die Bitte, Dich vorher auch mit dieser Regel hier vertraut zu machen. Sonst kann man schnell verwarnt werden. Die Mods hier sollen nämlich sehr streng sein. Einer hat sogar eine Keule, sagt er.
    beteigeuze400,
    Spamm mein Topic nicht weiter mit Lügen voll.
    Offensichtlich hast Du immer noch keinen blassen Schimmer von unseren Regeln. Die Kritik an der Kritik wird in den Statuten dieses Forums sehr ausdrücklich begrüßt. Ließ es nach.

    Aber wen wundert´s noch, daß Du weiterhin in Deinem kindlichem Wahn und dabei völlig ahnungslos zu randalieren versuchst, bis sich schon unbeteiligte Leser über Deine Idiotie entrüsten müssen:
    http://www.gedichte.com/showthread.p...020#post227020



    Was meine möglichen Beleidigungen angeht:
    Du hast leider das Pech, daß Du in vollkommen unterlegener Position bist und Deine Meinung diesbezüglich niemanden interessiert. Aber es ist höchst anschaulich mitzuverfolgen, wie unsäglich erniedrigend diese Bedeutungslosigkeit offensichtlich für Dich ist und wie sehr sie als Stachel in Deinem Fleisch Dich hier zur Raserei treibt...



    Das war doch noch gar nicht die richtige Kritik
    Nein, das war sie wirklich nicht.
    Aber es freut mich sehr, daß ich mit meinen eloquenten Gegenbeweisen selbst Dich als Autor obiger Ammenmärchen in einem Handstreich überzeugt habe. Was bin ich doch für ein genialer Redner.

    Und ich akzeptiere Deinen diesbezüglichen Schwanzeinzug mit staatsmännischer Höflichkeit und werde nicht weiter darauf hinweisen, daß Du mit dem Wiederruf Deiner früheren Worte nichts anderes denn logischen und argumentativen Selbstmord begehst. Du schaffst mir auch so ein monumentales Denkmal meiner Überlegenheit, wenn Du derart einknickst.

    Ursprünglich eingetragen von beteigeuze400
    Das war doch noch gar nicht die richtige Kritik
    Einfach schön.


  8. #8
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    hallo danse,

    der langwierigen, wohl auch sinnlosen diskussion habe ich mich nicht gewidmet. ich bedanke mich bei dir, dieses thema war bitter nötig. ich fühle mich geradezu ins 19. jahrhundert zurückversetzt, als "die leiden des jungen werther" erschien und eine selbstmordwelle ausbrach. ich bezweifle leider, dass dein gewidmetes gedicht jenes publikum erreicht, da es unwahrscheinlich ist, dass dieses über solches vokabular verfügt, aber du kannst immerhin hoffen, dass das tote häschen und der entflohene freund verständlich sind
    in deinen gedichten finde ich sehr schade, dass du dein metrikschema nicht konsequent beibehältst, ein wenig störend in der zweiten strophe. jedoch vermagst du mit deiner treffsicheren und bissigen wortgewalt den leser zu überzeugen und zum schmunzeln zu bringen
    considerate la vostra semenza:
    fatti non foste a viver come bruti,
    ma per seguir virtute e conoscenza.
    (Dante Alighieri)

    Mein Sammelsurium

  9. #9
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    Hallo zusammen,
    hallo Danse_Macabre,


    meiner Meinung nach handelt es sich hierbei um einen Stoßseufzer und nicht, wie von Dir angeführt, um eine Karikatur. Dazu fehlt mir die deutliche Überzeichnung in den Eigenarten des Karikierten und die Beibehaltung der Sicht, aus der ebensolche Gedichte entstehen. Die Intention dieses "Jetzt-reicht-es-mir-aber"-Gedichtes ist aber durchaus nachvollziehbar.

    Da hier eine Gruppe und (was ich sehr unschön finde) eine Einzelperson mit Nick und Link durch direkte Anrede angesprochen, beschrieben und herabgesetzt werden, sind die Voraussetzungen einer Karikatur nicht gegeben, das wäre nur durch eine noch deutlichere Übertreibung möglich gewesen. Auch die Überzeichnung der Eigenarten ist durch Deine Entfremdung des Vokabulars (i.e. eine sehr viel höher angelegte Wortwahl und Grammatik) und Deine Außensicht nicht herauszulesen. Dass einzelne Punkte als Übersteigerung gesehen werden könnten (so, wie S3), ist meiner Meinung nach nicht wirklich ausreichend. Dazu ist es zu offen anklagend und bezogen.

    Es handelt sich damit um ein Spottgedicht, das eine Gruppe und eine bestimmte Person unter Namensnennung behandelt.

    Mich den Vorredner anschließend, muss ich die nachlässige Metrik bemängeln, die man auch nicht dadurch entschuldigen kann, dass man sie nicht für wichtig hält. Immerhin setzen Reime eine bestimmte Erwartunsghaltung beim Leser frei. Insbesondere in der humorvollen Dichtung sollte man den liedhaften Charakter, den dieses Textstück haben könnte, nicht vernachlässigen. Ins Feld zu führen, dass "Jene" das ja nun auch nicht täten, ist müssig, denn dann hätte eine Karikatur in Übertreibung eines solchen schlechten Gedichtes entstehen müssen, vorzugsweise auch noch in der gleichen Rubrik (die Kommentare hätte ich wirklich gerne gesehen! ). Dass die Reime nicht unbedingt originell sind, kann ich verkraften, weil wir uns ja unter "Humor" befinden.

    Ferner sind mir kleine Fehler aufgefallen:
    frei raus - bitte in zwei Worten
    Eigentor - existiert nur in der Kombination mit erzielen oder schießen (ein Verweis auf das "Tor" ist nicht richtig, da das "Eigentor" nicht die Begrifflichkeit für das eigene Tor ist, sondern die Aktion des ins eigene Tor Schießens beschreibt - das ist ein feiner, aber entscheidender Unterschied)
    stoisch - bezeichnet Anhänger einer bestimmten Geistesschule, in die das hier beschriebene lyr. Es (Sie) wohl eher nicht passt, oder eine ruhige, gelassene Haltung - sicher meinst du störrisch? Denn dass die beschriebene Person oder die Gruppe der SSV'ler allgemein, sich als in sich ruhend und gelassen präsentieren, empfinde ich persönlich nicht so.

    Insgesamt ist es ein Gedicht, dass sich oder Dir (mir auch) gut Luft macht, aber sicher kein wirkliches lyrisches Meisterwerk, eher spontan, also ein genervter Stoßseufzer nehme ich an?


    Viele Grüße
    Anke





    edit:
    Blöde Rechtschreibfehler, sind sie jetzt alle raus ?
    [Geändert durch therzi am 02-07-2005 um 00:24]

  10. #10
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    @Danse:

    Ursprünglich eingetragen von Danse_Macabre

    Warum sollte ich dann über mein Stück reden, wenn Du in Deinem Wahn hier nur eine Lügengeschichte als "Kritik" ablieferst?
    1. Bsp.
    Das Gedicht sagt schon viel über sich selbst aus:
    „Schnitt um Schnitt freiraus erdichtet“
    „Talentbefreit und bildungslos“
    Treffend, wenn auch sehr einfach ausgedrückt.

    Schließlich will ich ja von meinem Zielpublikum auch verstanden werden können...
    2. Bsp.
    Du stellst nur Behauptungen in den Raum, unterschlägst aber jegliche Argumentation.
    3.Bsp.
    ...Stilmittel der Vorlage (z.B. schlechte Reime) übernimmt und derart überzeichnet, daß aller Welt vor Augen geführt wird, wie beschissen solche Reime wirklich wirken.
    4.Bsp.
    Obwohl ich bekanntermaßen wenig mit der Metrik am Hut habe
    Was Du da alles unvorsichtigerweise als Lüge bezeichnet, hattest Du im ersten Posting bereits als Behauptung gelten lassen (2.) oder als wahr bestätigt (1./3./4.)und als gewollt (1./3.) bzw. Dich als untalentiert(4.) eingestuft.

    Nun stehst Du armer Tropf vor der Aufgabe, entweder Deinem ersten Posting in aller Öffentlichkeit zu widersprechen, oder aber Deinem zweiten.
    Ich rate Dir zum ersten, weil sonst die ganze Welt mit anschauen muß, wie Du Dich selbst als Lügner diffamierst und das wär vor allem mir, als Deinem Mentor, ein zu mitleiderregendes Trauerspiel.
    Aber zum Glück hast Du ja auch noch eine dritte Lösung: Augen zu und laut schreien, dass die anderen Schuld sind an Deinem Dilemma.
    Was wird´s wohl diesmal werden?

    Dein

    bet


    @goosie: Der Seitenhieb gegen das von SVVlern verstehbare Vokabular, so sehr ich Deine Intention nachvollziehen kann, war nicht sehr gut. Selbst Danse räumt doch schon ein, dass er extra für die Zielgruppe so schlecht schrieb (s.o.), damit sie ihn auch verstehen können - Mit diesem einen Fußtritt gegen SVVler weniger, wärs doch auch gegangen, oder?

    @therzi: Du weißt, ich halte viel von Deinen bildhaften Arbeiten - Und deswegen bin ich umso enttäuschter, daß Du hier keine Bilder siehst. Kein Agonie, wo "Agonie" sogar steht, sondern nur einen bloßen Namen?
    Ist das wirklich nur ein Spott-Gedicht? Kein Hintertürchen, keine zweite Interpretation möglich, wie meine z.B.
    - Ist dieses Unding von einem Gedicht wirklich Danse_Macabres neuestes Werk, ohne dass er sich irgendetwas dabei gedacht hat?
    - Ich meine, seine Kommentare sind, sagen wir mal, ohrenbetäubend, aber seine Gedichte - oftmals sehr passabel.
    Und dieses? So schlecht? Wirklich?
    Ich muss mal levampyre fragen. Das kann einfach nicht sein.




    [Geändert durch beteigeuze400 am 02-07-2005 um 03:28]

  11. #11
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    Entgegen der Meinung, dies seien keine Spottworte- bzw. Verse, empfinde ich jene als solche und finde meinen Gefallen daran. Besonders deutlich macht das Gedicht die unreflektierte lyrische Attitüde so mancher Selbstoffenbarer, nicht zuletzt durch die deutliche Überzeichnung:
    Ihr Freund, der hätt´ sich fremd verlobt!
    Und auch das Häschen wär´ jetzt tot!
    Und sie vom Elend hochbedroht!
    Eine feste Metrik wäre aber auch mir lieber gewesen, da sie m.E. bei Spottversen den Text eingängiger und gewitzter machen.


    Talentbefreit und bildungslos,
    Entstellt sie ihre Seele bloß.
    Und führt sich uns ganz offen vor -
    Doch trifft sie bloß das Eigentor.
    Diese Zeilen sind für meinen Geschmack etwas zu offensichtlich bzw. zu direkt in ihrer Aussage.

  12. #12
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    Tja, zu allererst hast du es wieder bewiesen Danse... man muss nicht wirklich gut dichten können, es reicht, wenn man alle Kritiker niederbrüllt.
    Obwohl erlich gesagt, hat dieses Werk ein höheres Niveau als deine letzten Ergüsse. Was aber auch kein Kunststück ist.
    Zur Metrik: Mach es oder lass es, das Chaos was du hier verwurstet, zeugt eher von Unkonzentriertheit oder "ich würde gerne, kann aber nicht"
    Die Reime sind einfach nur übelst, aber dadurch, dass du dich hier mit deinem "Ausgangsmaterial" rausredest, beweist du wohl selber, dass diese Reime einfach abgelutscht sind. (Schade dass ich momentan nicht einfach eine von deinen Kritiken hier reinkopieren kann, dann hätte ich mir einiges an Schreibarbeit gespart)
    Entstellt sie ihre Seele bloß
    für diese Zeile gibt es nur 2 Gründe
    1. Reim dich oder ich fress dich
    2. Ich opfere den Sinn für die Metrik und wenn es einem Auffällt lass ich mir schnell was einfallen.
    Eine weitere Mängel wurden ja bereits angesprochen, wobei du wieder bewiesen hast, was dich von 08/15 Wald- und Wiesendichtern unterscheidet - Du weisst wie man jeden Fehler als profihafte Absicht hinstellt.
    Bis denne

    Tu was du willst, das ist das ganze Gesetz - Aleister Crowley

  13. #13
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    - Danse_Macabre -
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    [Geändert durch Danse_Macabre am 01-08-2005 um 12:39]

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